Wer die besten Wettquoten hat – und was sie wirklich kosten

Updated Oktober 2026
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Geprüft am 30. Oktober 2026: Landesregierungen mit ausgestellten Bewilligungen laut Impressum oder Wettbedingungen der jeweiligen Anbieter, dazu Wettgebühr nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025.

Ein leerer Wettschein aus Papier und ein Kugelschreiber liegen auf einem Holztisch, daneben ein kleiner Taschenrechner im Seitenlicht.
Die Quote 1,95 auf beiden Seiten einer Zweiwegwette ergibt eine Ausschüttungsquote von etwa 97,5 % und eine Buchmachermarge von etwa 2,5 %.

„Beste Quote“ klingt nach einer Werbeformel. Dahinter steckt eine Zahl, die nichts beschönigt: die Auszahlungsquote. Sie sagt, wie viel von jedem Euro Einsatz ein Markt rechnerisch an die Wettkunden zurückgibt. Der Rest ist Marge, und Marge ist Gewinn des Bookmakers, bevor ein Tipper überhaupt gewettet hat. Wer in Österreich vergleicht, vergleicht deshalb nicht Höchstpreise, sondern diesen Prozentsatz – und was die Wettgebühr von 5 % auf den Gewinn noch davonschlägt.

Inhalt

Wettquoten verstehen: Auszahlungsquote, Marge und implizite Wahrscheinlichkeit

Eine Wettquote ist das Eineinhalbfache, Doppelte oder Zehnfache des Einsatzes. Damit ist sie nicht „gut“ oder „schlecht“. Sie trägt zwei Dinge in sich: die Wahrscheinlichkeit, die der Anbieter dem Ausgang beimisst, und einen Aufschlag, seinen Gewinn. Bei festen Dezimalquoten ergibt sich die implizite Wahrscheinlichkeit schlicht als Kehrwert der Quote: 2,00 steht für 50,00 %, 4,00 für 25,00 %, 1,01 für 99,01 %. Wer zwei oder mehr Ausgänge mit ihren Quoten zusammenfügt, sieht, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten in der Summe über 100 % liegen. Dieser Überschuss heißt Overround und ist genau die Marge.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes im Morgennebel.
Bei festen Dezimalquoten entspricht die implizite Wahrscheinlichkeit dem Kehrwert der Quote: Die Quote 2,00 entspricht 50,00 %.

Bei einer Zweiwegwette mit Quote 1,95 auf beiden Seiten addieren sich die Kehrwerte zu rund 1,0256. Teilt man 1 durch diese Summe, ergibt sich eine Auszahlungsquote von ungefähr 97,5 %, also eine Buchmachermarge von rund 2,5 %. Bei 1,80 auf beiden Seiten landet der Wert bei rund 90 %, die Marge also bei 10 %. Je näher die Quoten an der „fairen“ Linie liegen, desto weniger nimmt der Anbieter mit. Große Differenzen zwischen den Buchmachern bei ein und demselben Spiel sind also nicht kosmetisch, sondern Geld, das im Markt bleibt.

Auszahlungsquote Marge Was es heißt
rund 97 % rund 3 % bei engen Zweiwegmärkten, etwa Tennis oder Basketball ohne Unentschieden
rund 90 % rund 10 % typischer Wert für Tennis-Quoten, berichtet von Standardwerken der Materie
rund 85 % rund 15 % typischer Wert für Dreiwegmärkte, etwa Fußball auf 1 / X / 2
unter 70 % über 30 % insbesondere bei Spezial- und Langzeitmärkten verbreitet

Diese Bandbreiten zeigen, was ein „Quotenvergleich“ eigentlich liefert: nicht die höchste Zahl, sondern die Frage, wie viel bei jedem Tipp statistisch hängenbleibt. Wer konsequent auf Märkten mit 97 % Auszahlung wettet, verliert langfristig weniger pro Einsatz als jemand, der 85 %-Märkte bespielt – bei gleichem Können vorausgesetzt.

Sobald der Bookmaker die Quote festgesetzt hat, gilt sie ab Wettabschluss. Eine nachträgliche Korrektur „nach unten“ ist im Modell der festen Wettquoten nicht vorgesehen. Davon zu unterscheiden ist der Totalisator, bei dem die Wettenden untereinander setzen und die Quote erst nach dem Rennen feststeht; die Auszahlungsquoten staatlicher Anbieter liegen hier meist unter 50 %, bei Pferderennen teils bis etwa 85 %. In Österreich ist das Modell der festen Wette bei Buchmachern der Standard.

Rechenweg in einem Satz

Man nehme für jeden Ausgang den Kehrwert der Quote, addiere diese Kehrwerte und teile 1 durch die Summe. Das Ergebnis ist der Anteil der Einsätze, den der Markt im Mittel wieder auszahlt. Was zur Gänze fehlt, ist die Marge.

Ein Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung gesehen, davor eine regennasse Straße in der Dämmerung.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung.

Das klingt trocken, hat aber Folgen für jeden einzelnen Wettschein. Ein 10 €-Einsatz auf Quote 2,00 bringt bei einem Gewinn 20 € zurück. Wenn der Markt nur 90 % Auszahlung hat und der Tipper 1.000 solcher Wetten setzt, gibt er rund 850 € Verlust ein, lange bevor die Wettgebühr mitzureden beginnt. Wer Quoten vergleicht, vergleicht Geschwindigkeit des Kapitalverlusts.

Wann der Vergleich an seine Grenze stößt

Vergleiche leben von denselben Märkten, denselben Spielen, demselben Zeitpunkt. Buchmacher A kann auf ein Bundesliga-Spiel 95 % Auszahlung bieten, während Buchmacher B für dasselbe Spiel nur 88 % anbietet; beim Champions-League-Spiel tags darauf kann es genau umgekehrt sein. Wer Anbieter pauschal als „besser“ einordnet, weil er auf einer Sportart eine gute Quote gezeigt hat, überträgt eine Marktnotiz auf das gesamte Wettprogramm – und liegt oft falsch. Wert entsteht durch Disziplin im Markt, nicht durch Treue zum Logo.

Rechtliche Lage in Österreich: kein nationales Recht für Sportwetten, aber eine Bewilligung pro Bundesland

In Österreich ist die Sportwette kein Glücksspiel im bundesrechtlichen Sinn. Ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs aus dem Jahr 2015 (Ro 2015/16/0019) hat die klassische Sportwette als Geschicklichkeitsspiel außerhalb des Glücksspielgesetzes eingeordnet. Die Folge: Es gibt keine Bundeslizenz, keine nationale Aufsicht und kein bundesweites Wettanbieterregister. Wer Wetten abschließen will, braucht eine Bewilligung des Landes, in dem er anbietet – und jedes der neun Bundesländer hat sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Behörde.

Die relevanten Landesgesetze sind das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016) und das Oö. Wettgesetz. Die Behörden sind die jeweiligen Landesregierungen oder, im Fall Wiens, der Magistrat. tipp3 nennt im Impressum eine Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020) auf Basis des NÖ Wettgesetzes. win2day führt in seinen Sportwetten-Bedingungen eine ebensolche Bewilligung an und weist zugleich darauf hin, dass das Angebot nicht dem Glücksspielgesetz und nicht der Aufsicht des BMF unterliegt.

Wichtig ist die Trennung: Bei win2day sind Sportwetten und Lotterien/Casinospiele zwei verschiedene Regime. Die Sportwette läuft über die Landesbewilligung, die Lotterie und das Casino laufen über die bundesrechtliche Konzession nach dem Glücksspielgesetz. Wer über win2day spielt, wechselt also beim Wechsel zwischen Rubbellos und Bundesliga den rechtlichen Rahmen – auch wenn die App fließend bleibt.

Für Online-Wetten verankert ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs aus dem Jahr 2026 (Ra 2025/02/0037, Oö. Wettgesetz) den Standort des Servers, von dem aus die Daten bereitgestellt werden, als entscheidend für die Geltung des jeweiligen Landesrechts. Server in Oberösterreich heißt Anwendung des Oö. Wettgesetzes; Server in Malta heißt für Oberösterreich kein Anwendungsbereich – mit den Konsequenzen, die ein österreichisches Höchstgerichtsurteil nun einmal hat. Wer hier Klarheit sucht, muss die Landessache selbst lesen.

Was beworben werden darf

Ein bundesweites Werbeverbot oder Sendezeitfenster für Sportwetten besteht in Österreich nicht. Die Landesgesetze verlangen einen verantwortlichen Standard; das Wiener Wettengesetz formuliert das in § 18 Abs. 4. Was im konkreten Werbespot machbar ist und was nicht, hängt vom Land ab, in dem die Bewilligung greift. Boni, Gratiswetten, Quotenboosts – all das ist nicht bundesrechtlich geregelt, sondern Vertragssache zwischen Anbieter und Wettkunde. Die Bedingungen stehen in den AGB des jeweiligen Anbieters, nirgendwo sonst.

Die Wettgebühr: 5 % auf den Einsatz, ab 1. April 2025

Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von 5 % nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG, geändert durch BGBl. I Nr. 7/2025. Zuvor lag der Satz seit dem 1. Oktober 2005 bei 2 %. Schuldner der Gebühr ist der Anbieter – also der Buchmacher, nicht der Wettkunde. Ob er die Gebühr in die Quoten einpreist, vom Bruttogewinn abzieht oder selbst trägt, entscheidet er in seinen AGB.

tipp3 zieht bei gewonnenen Wetten 5 % vom Gewinn ab, bei verlorenen Wetten trägt das Haus die Gebühr selbst. Ein Beispiel aus den AGB des Anbieters: 10 € Einsatz auf Quote 2,00 ergeben einen Bruttogewinn von 20 €, der Abzug beträgt 1 €, der mögliche Gewinn bleibt bei 19 €. Cash-Out-Gewinne sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind vom Abzug ausgenommen. Das ist eine konkrete Vertragsregel, kein Gesetz; bei win2day und Admiral können andere Regeln gelten, was in den jeweiligen Hilfeseiten nachzulesen ist.

Der Bundesfinanzgerichtshof hat am 12. Mai 2026 (RV/7100519/2026) eine Beschwerde eines Anbieters gegen die 5 % abgewiesen. Die Gebühr ist damit bestandskräftig. Für den Wettkunden heißt das: Wer zwei Anbieter vergleicht, sollte prüfen, wie jeder die Gebühr weiterreicht. Eine nominell höhere Quote kann nach dem Abzug schlechter aussehen als eine nominell niedrigere, bei der die Gebühr schon eingepreist ist.

Steuern auf Gewinne

Ob private Wettgewinne zu versteuern sind, ist auf primärer Ebene nicht abschließend dokumentiert. Die allgemeine Empfehlung lautet, im Zweifel Steuerberater oder Finanzamt zu fragen. Die Wettgebühr ist eine andere Steuer als die Einkommensteuer; sie ändert nichts an deren Grundregeln. Wer Gewinne aus professionellem Wetten verbucht, hat eine andere Ausgangslage als Gelegenheitstipper – was hier nicht aufgearbeitet werden kann.

Spielerschutz: 18 Jahre, Limits und Selbstsperre – pro Anbieter, nicht pro Staat

Wer in Österreich Sportwetten abschließt, muss volljährig sein. Die Wiener und Oberösterreicher Landgesetze legen das Mindestalter auf 18 fest; tipp3 etwa gibt an, dass die Volljährigkeit systemtechnisch erzwungen wird. Eine einheitliche, bundesweite Sperrdatei für Sportwetten existiert nicht. Die Selbstsperre ist eine Sache jedes Anbieters, und ihre Mindestdauer hängt davon ab, wo der Anbieter seine Bewilligung hat.

tipp3 kennt eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten – das Guthaben bleibt während dieser Zeit auf dem Spielkonto – und eine härtere Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren. Beide Varianten sind nach Antrag nicht mehr aufhebbar; wer eine Sperre wählt, sitzt sie aus. In Wien gilt für die Aufhebung einer Sperre eine Mindestfrist von zwei Jahren; andere Länder haben kürzere Fristen, längere Fristen oder schlicht eigene Verfahren.

Beim Anbieter win2day gilt ein Einzahlungslimit, das vom Alter abhängt: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Gewinne zählen nicht in das Limit hinein; das Limit kann auf Antrag individuell heraufgesetzt werden. Eine bundesweite Höchstgrenze für Einzahlungen bei Sportwetten gibt das Gesetz nicht her; die im Jahr 2025 in Steiermark und Niederösterreich eingebrachten Oppositionsanträge auf ein nationales Limitregister sind nicht in Kraft. Das Glücksspielreformgesetz 2026 – Stand 14.10.2026 noch im Entwurf – sieht ein Sperrregister und ein Limitregister vor, beides aber für GSpG-Glücksspiel, nicht für Sportwetten.

Hilfe für Spielerinnen und Spieler bietet playsponsible.at, die Anlaufstelle des Fachverbands.

Warum eine hohe Quote kein Schutz ist

Wer eine niedrige Marge wettet, verliert langsamer. Wer eine hohe Marge wettet, verliert schneller. Der Schutz, den eine „gute Quote“ bietet, ist also statistisch, nicht pädagogisch. Wer mit einem 250 €-Wochendepot spielt und 90 % statt 85 % Auszahlung wettet, hält länger durch – aber wettet länger durch. Limits, Pausen und Sperren sind die Werkzeuge, die ein Wettkunde sich selbst setzt oder die ein Anbieter setzt; die Quote ist keines von beiden.

Prognosen und Strategie: warum kein Tipp sicher ist

„Value“ ist das Wort, das in Wettforen am häufigsten fällt. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die vom Wettkunden geschätzte Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs höher ist als die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote. Beispiel: Der Wettkunde schätzt die Heimsiegchance auf 60 %. Eine Quote von 1,90 entspricht 52,6 %. Die Differenz von 7,4 Prozentpunkten ist der Wert, den der Tipper zu holen versucht. Wert entsteht aus dieser Differenz, nicht aus großen Quoten.

Wer Value finden will, braucht drei Dinge: ein Modell oder eine These, Daten, die das Modell füttern, und einen Markt, auf dem die Quote noch nicht eingepreist ist. Daten liefert der Anbieter nur teilweise; mehr Daten liefern externe Statistikdienste. Das Modell kann einfach sein (Heimvorteil, Tordifferenz, Heimstärke) oder komplex (xG-Modelle, Expected-Goals-Modelle, Simulationen). Es bleibt ein Modell – eine Annäherung an eine Wirklichkeit, die nicht vorhersehbar ist.

Kleine Quoten und die Psychologie dahinter

Wettstrategien für kleine Quoten setzen auf hohe Trefferquote bei kleinem Gewinn pro Tipp. Das kann über viele Wetten ein positives Ergebnis erzeugen, solange die Auszahlungsquote des Markts hoch genug ist. Wird der Markt dünn – Nischenligen, Spezialmärkte, Spätphasen einer Partie –, fallen die Quoten oft rasch, und die Marge des Anbieters steigt. Wer auf kleine Quoten in margenstarken Märkten setzt, verliert schneller, als es die nominelle Quote vermuten lässt.

Eine verbreitete Strategie besteht darin, auf Märkte mit zwei Ausgängen auszuweichen, wenn die Buchmachermarge niedrig ist. Tennis, Basketball, Handball und Eishockey haben in der Standardwette keinen Unentschieden-Markt; die Marge ist dort oft 3 bis 5 Prozentpunkte niedriger als auf dem Dreiwegmarkt Fußball. Wer zwischen Märkten wechseln kann, ohne den Sport zu wechseln, hat einen kleinen strukturellen Vorteil – vorausgesetzt, das Modell trägt im neuen Markt auch.

Warum Prognosen scheitern können

Prognosen scheitern nicht, weil das Modell schlecht ist, sondern weil die Quote den Wert bereits eingepreist hat. Wenn alle Informationen verfügbar sind und alle Wettkunden rationale Akteure sind, gibt es keinen Wert mehr zu holen – ökonomisch spricht man dann von einem effizienten Markt. Der Sport ist das nicht, schon weil Emotion und Informationen auseinanderfallen. Aber jede Information, die öffentlich ist, ist im Preis. Was bleibt, sind Ränder: Wahrnehmungsverzerrungen, Verletzungen kurz vor Spielbeginn, Wetten, die zu früh oder zu spät platziert werden. Ein „sicherer Tipp“ ist eine Prognose, kein Faktum.

Wettmärkte, Dezimalquoten und die Marge im Hintergrund

Wetten unterscheiden sich nach Anzahl der Ausgänge. Eine Zweiwegwette (Tennis, Basketball, viele Handball- und Eishockeymärkte) hat zwei mögliche Ergebnisse; der Markt ist symmetrisch und die Marge tendenziell am niedrigsten. Eine Dreiwegwette (Fußball 1 / X / 2) hat ein Unentschieden als zusätzlichen Pfad; der Anbieter muss drei Quoten so setzen, dass die Summe der Kehrwerte deutlich über 1 liegt, was die Marge nach oben treibt. Spezialmärkte (Tore, Handicap, Halbzeit/Endstand, Spielerstatistiken) tragen die höchste Marge, oft 15 bis 25 Prozentpunkte und mehr.

Beispielmarkt Ausgänge Typische Marge Was es für den Wettkunden heißt
Tennis Matchwinner 2 rund 3–5 % engster Markt, gut für Systeme mit kleinen Quoten
Eishockey 60-Minuten-Sieg 3 rund 6–8 % moderat, da Dreiwegmarkt
Fußball 1X2 3 rund 5–10 % Standardfall, Marge abhängig vonLiga
Fußball Asiatisches Handicap 2 rund 3–4 % enger als 1X2, mehr Wert für kenner
Langzeitwetten, Spielermarkt 2–3 15–30 % spekulativ, hoher Verlustanteil

Die Tabelle zeigt, dass die Wahl des Markts wichtiger ist als die Wahl der Quote auf diesem Markt. Wer auf asiatisches Handicap setzt, statt auf 1X2 zu wettet, kann denselben Bookkeeper behalten und trotzdem bessere Auszahlungsquoten erzielen – vorausgesetzt, der Anbieter führt den Markt überhaupt. Nicht jeder österreichische Anbieter offeriert jeden Markt; tipp3 und Admiral decken die klassischen Fußball- und Eishockey-Linien ab, kleinere Anbieter wie Vierklee haben ein eigenes, engeres Programm.

Wie sich Quoten bei Livewetten verändern

Livewetten sind Wetten, deren Quote sich nach dem Anpfiff fortlaufend ändert. Ein Tor, eine Verletzung, ein Platzverweis – jede relevante Spielszene verschiebt die Wahrscheinlichkeitsschätzung des Anbieters und damit die Quote. Der Wettkunde tippt dann zu einem Preis, der den neuen Informationsstand widerspiegelt. In den meisten Märkten sinkt die Marge bei Livewetten nicht, eher im Gegenteil: Da der Anbieter ein höheres Risiko trägt, baut er oft einen größeren Puffer ein.

Eine wichtige Sonderregel: Cash-Out. Wer eine offene Wette vorzeitig auszahlt („auscashen“), erhält einen Betrag, den der Anbieter auf Basis der aktuellen Quote und der Restwahrscheinlichkeit errechnet. Der angebotene Cash-Out-Betrag liegt fast immer unter dem „fairen“ Wert – das ist die Marge des Anbieters auf das Cash-Out selbst. Bei tipp3 sind Cash-Out-Gewinne nach eigenen Angaben von der 5 %-Wettgebühr ausgenommen.

Landesspezifische Sonderregeln für Livewetten

Nicht in jedem Land ist jede Livewette erlaubt. Wien erlaubt Livewetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis; Oberösterreich nur auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse oder auf „nächstes Tor“. Welche Regeln in Niederösterreich aktuell gelten, ist nicht festgehalten – was nicht heißt, dass es keine gibt, sondern dass sie hier nicht nachgeprüft sind. Wer online wettet, ohne im selben Land wie die Server zu sitzen, sollte die Frage mit dem Anbieter klären, nicht mit einer pauschalen Aussage.

Wettarten, die jeder kennen sollte

Einzelwette: Ein Tipp, ein Ausgang, eine Quote. Kombiwette: Mehrere Tipps, deren Quoten multipliziert werden – jede Quote muss halten, damit der Schein gewinnt. Systemwette: Mehrere Tipps in verschiedenen Kombinationen, von denen einige auch verlieren dürfen. Langzeitwette: Tipp auf einen Saisonausgang oder ein Turnier – höhere Marge, sehr lange Laufzeit. Cash-Out: Vorzeitige Auszahlung einer offenen Wette. Jede dieser Wettarten hat ihre eigene Mechanik und ihre eigene Marge – nicht jede ist für jedes Modell sinnvoll.

Eine beispielhafte Zweiwegwette

Nehmen wir das Beispiel aus der Einleitung: Quote 1,90 auf beiden Seiten einer Zweiwegwette. Der Kehrwert jeder Quote ist rund 0,5263, addiert ergibt das rund 1,0526. Teilt man 1 durch diese Summe, erhält man eine Auszahlungsquote von ungefähr 95 %, also eine Marge von rund 5 %. Das ist die Hausnummer, an der sich Buchmacher mit hohen Margen messen lassen müssen – alles, was deutlich darunter liegt, kostet den Wettkunden bares Geld.

Diese Rechnung ist eine Faustregel, keine Marktnotierung. Sie zeigt das Prinzip: Quote mal zwei, ungefähr, ist eine Auszahlungsquote von rund 95 % und damit eine Marge von rund 5 %. Je weiter die Quoten auseinanderfallen, desto mehr zieht der Anbieter aus dem Ungleichgewicht heraus. Wer Quoten vergleicht, rechnet – und schaut, wo das Verhältnis stimmt.

Verwandte Themen im Überblick

Quoten bei Sportwetten sind nur ein Teil des Gesamtbilds. Wer sich für andere Buchmacher-Themen interessiert, findet etwa einen Vergleich von Wettanbietern mit den besten Quoten auf einer breiter angelegten Vergleichsseite. Wer gezielt nach hohen Quoten für einzelne Turniere sucht – etwa WM-Quoten, Tennis-Quoten oder Formel-1-Quoten – bewegt sich auf spezialisierten Märkten mit eigener Margenstruktur. Das Grundprinzip bleibt: Wer Quoten lesen kann, liest Märkte.

Top 10: Buchmacher mit den höchsten Quoten im Vergleich

Die folgende Liste stellt zehn Anbieter gegenüber, die in Österreich aktiv sind oder dort beworben werden. Sechs davon führen eine Landesbewilligung – ihre Karten stehen am Anfang. Vier Anbieter ohne österreichische Bewilligung folgen; sie sind für österreichische Wettkunden erreichbar, fallen aber nicht unter die gleichen Regeln zu Bewilligung, Sperre und Schutz.

Wer die „besten Quoten“ sucht, sucht nicht den Anbieter mit der höchsten Einzelquote, sondern den mit der höchsten durchschnittlichen Auszahlung über viele Märkte. Empirische Daten über alle zehn Anbieter für denselben Markt zum selben Zeitpunkt liegen nicht vor – diese Liste kann daher die Größenordnung einordnen, nicht das exakte Verhältnis am Spieltag klären.

Anbieter Österreichische Bewilligung Betreiber laut eigener Angabe
tipp3 ja, Niederösterreich (10.12.2020) Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H.
win2day ja, Niederösterreich Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Merkur Bets ja, ohne genaueres Land und Datum nicht eigens angegeben
Starsportwetten ja, Bescheid 08.03.2022, Bundesland offen Star Sportwetten GmbH
Vierklee ja, Tirol (Zl. IIa.10.065/144-0) Vierklee Wettbüro GmbH
Admiral ja, Oberösterreich nach Oö. Wettgesetz ADMIRAL Sportwetten GmbH, Gumpoldskirchen
Rabona nein (kein österreichischer Bescheid) nicht österreichisch bewilligt
DAZN Bet nein (kein österreichischer Bescheid) nicht österreichisch bewilligt
Felixspin nein (kein österreichischer Bescheid) Felixspin Ltd, Lizenzangabe MGA
bet365 nein (kein österreichischer Bescheid) Lizenzangabe MGA/CRP/531/2018

tipp3

tipp3 ist die Sportwettensparte der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft und nennt im Impressum eine Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020) auf Basis des NÖ Wettgesetzes. Die Marke ist in Österreich bekannt, der Vertrieb läuft über Trafiken, Wettterminals und das Tipp3-Portal. Beim 5 %-Wettgebühr-Modell zieht tipp3 bei gewonnenen Wetten 5 % vom Bruttogewinn ab und trägt die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst. Cash-Out-Gewinne und „ja/nein“- bzw. „alle 7“-Wetten sind vom Abzug ausgenommen. Bei den Selbstsperren ist tipp3 ziemlich streng: 1, 2 oder 3 Jahre, ohne Aufhebung; die mildere Spielpause läuft 1, 3 oder 6 Monate.

Über die durchschnittliche Auszahlungsquote im tipp3-Programm ist öffentlich wenig Belastbares dokumentiert. Die Größenordnung bewegt sich im typischen Mittelfeld der österreichischen Land-Anbieter, ohne dass tipp3 als besonders margenstark oder besonders margenschwach auffällt. Das Programm deckt die österreichischen Ligen und die großen europäischen Wettbewerbe ab; Livewetten sind im Rahmen der jeweiligen Landesregelungen verfügbar. Verdict: Wer einen österreichischen Anbieter mit klar dokumentierter Land-Bewilligung sucht und mit einer durchschnittlichen Marge leben kann, findet hier den solidesten Allrounder des Feldes.

win2day

win2day ist die gemeinsame Plattform der Österreichischen Lotterien für Glücksspiel und Sportwetten. Die Sportwettensparte beruht laut AGB auf einer Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung; die Lotterien und Casinospiele auf der Plattform laufen unter der bundesrechtlichen Konzession nach dem GSpG. Diese Trennung ist wichtig: Bei einer Wette auf ein Bundesliga-Spiel greift die Landesbewilligung, bei einem Rubbellos die GSpG-Konzession.

Das Sportwettenangebot umfasst Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1; angeboten werden Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten sowie Livewetten. Die wichtigste Eigenheit von win2day ist das dokumentierte Einzahlungslimit: bis zum Alter von 26 Jahren maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat; Gewinne zählen nicht in das Limit hinein. Auf Antrag kann das Limit individuell heraufgesetzt werden – ein Mechanismus, den andere Anbieter so nicht anbieten. Verdict: Wer einen österreichischen Anbieter mit festen, altersabhängigen Einzahlungsgrenzen und klar dokumentierter Land-Bewilligung sucht, ist hier richtig – vorausgesetzt, das engere Sportartenprogramm reicht aus.

Merkur Bets

Merkur Bets ist die österreichische Sportwettenmarke der Merkur Group, die früher unter dem Namen Cashpoint Sportwetten auftrat und ihren Sitz in Gerasdorf bei Wien hat. Gegründet wurde das Unternehmen 1996; seit Juni 2025 tritt es unter der Marke Merkur Bets auf. Eine Landesbewilligung wird vom Anbieter genannt; welches Land und welcher Bescheid genau, ist aus der Außendarstellung nicht eindeutig zu entnehmen – was die Verlässlichkeit für den Wettkunden nicht aufhebt, aber begrenzt.

Zum konkreten Wettprogramm und zur durchschnittlichen Marge liegen keine hier verwertbaren Daten vor. Die Marke richtet sich erkennbar an ein Publikum, das Cashpoint aus den Annahmestellen kennt; das Online-Angebot trägt denselben Namen, mit den üblichen Fußball-, Tennis- und Eishockey-Linien. Verdict: Solide etablierte Marke, Bewilligung dokumentiert – aber ohne Details zum genauen Umfang. Wer Cashpoint kennt und Merkur Bets testen will, findet hier den gewohnten Rahmen.

Starsportwetten

Starsportwetten wird von der Star Sportwetten GmbH betrieben und beruft sich auf einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem „die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten“ erteilt wurde. Das Bundesland und die Bescheidnummer werden in der Beschreibung der App nicht angeführt – ein Detail, das für sich genommen wenig besagt, aber die Nachprüfbarkeit einschränkt.

Die App ist im Google-Play-Eintrag gelistet und richtet sich an Wettkunden, die ein mobiles Angebot für Fußball, Tennis und Eishockey suchen. Konkrete Margenangaben oder eine durchschnittliche Auszahlungsquote sind hier nicht nachprüfbar. Verdict: Bewilligung ist da, Details dazu sind unvollständig. Wer die App nutzt und sich über das genaue Land und den Bescheid informieren will, sollte das vor einer Einzahlung tun.

Vierklee

Vierklee Wettbüro GmbH betreibt Wettbüros in Österreich und nennt eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0). Die Wettbedingungen setzen einen Höchstgewinn von 15.000 € pro Einzel- oder Kombinationswette sowie pro Systemwette und einen Wochenhöchstgewinn von 50.000 € pro Kunde im gesamten Bundesgebiet. Diese Zahlen sind wichtig: Wer größere Wetten platzieren will, stößt hier früher als bei manchem Mitbewerber an die Decke.

Zum konkreten Margen- oder Quotenprofil liegen keine hier verwertbaren Daten vor. Verdict: Für Wettkunden mit mittlerem Einsatz ist das Profil interessant – das Wochenlimit von 50.000 € reicht weit, ist aber dokumentiert und damit nachprüfbar. Für sehr große Einsätze ist ein anderer Anbieter eher geeignet.

Admiral

ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen gehörte zur Novomatic-Gruppe; das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war zwischen 2001 und 2006 an der Wiener Börse notiert. Heute gehört Admiral zu den etabliertesten österreichischen Sportwettenmarken, mit Annahmestellen, Wettterminals und einem Online-Angebot. Die Bewilligung wird vom Anbieter als „Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz“ beschrieben – das ist eine der klarsten Angaben im Feld, weil sie sowohl das Land als auch die Rechtsgrundlage nennt.

Zum Quotenprofil liegen keine konkreten Zahlen vor; die Größenordnung entspricht dem üblichen Bild österreichischer Land-Anbieter. Verdict: Bewilligung klar dokumentiert, Marke etabliert, Sitz in Österreich – ein Anbieter, der für heimische Wettkunden wenig Überraschungen bereithält.

Rabona

Rabona ist im internationalen Markt aktiv, nennt aber keine österreichische Landesbewilligung. Damit fällt Rabona in die Kategorie der Anbieter ohne österreichische Bewilligung („ohne österreichische Bewilligung“). Welche Lizenz genau greift, ist nicht eindeutig dokumentiert; die Seite wirbt mit Sportwetten und Casino aus einer Hand. In den AGB ist von 30 Tagen Umsatzfrist für Sportboni die Rede (Casino-Boni: 10 Tage), Freiwetten-Gewinne sind 3-fach umzusetzen, Wetten mit Quoten unter 1,50 zählen nicht. Diese Regeln sind härter als bei den meisten österreichischen Land-Anbietern.

Für österreichische Wettkunden gilt: Eine MGA- oder Curaçao-Lizenz ersetzt keine österreichische Land-Bewilligung. Die heimische Selbstsperre greift hier nicht, und es gibt keine österreichische Stelle, die Streitfälle mit Rabona verbindlich schlichtet. Verdict: Wer mit internationalen Anbietern spielt, hat mehr Märkte und oft höhere Limits, verliert aber den heimischen Schutzrahmen. Für gelegentliche Tipper mit kleinerem Einsatz ist das verschmerzbar; wer regelmäßig spielt, sollte den Unterschied kennen.

DAZN Bet

DAZN Bet firmiert als „DAZN Bet Sportwetten“ im österreichischen App Store und wird vom Entwickler DZBT Limited betrieben. Die App ist für iPhone verfügbar und ab 18 Jahren nutzbar. Eine österreichische Landesbewilligung liegt für diesen Anbieter nicht vor; die rechtliche Einordnung von Sportwetten mit ausländischem Hosting unterliegt dem jeweiligen Landesrecht und ist umstritten.

Das Programm umfasst Fußball, Basketball, Tennis, Formel 1, American Football, Darts und Baseball. Über die durchschnittliche Auszahlungsquote ist hier nichts Belastbares dokumentiert. Verdict: Eine breitere Sportauswahl als bei vielen rein österreichischen Anbietern, aber ohne heimische Bewilligung. Wer mit der Marke vertraut ist, weiß, was er bekommt – und was er nicht bekommt.

Felixspin

Felixspin wird laut Footer der Seite von „Felixspin Ltd“ betrieben und gibt an, von der Malta Gaming Authority unter der Lizenznummer MG/B2C/344-2023 lizenziert zu sein. Diese Angabe stammt von der Seite selbst und ist nicht unabhängig geprüft; eine österreichische Land-Bewilligung nennt Felixspin nicht. Die Plattform bündelt Sportwetten und Casino – wie viele Anbieter in dieser Kategorie – und richtet sich erkennbar an ein internationales Publikum.

Über Quotenprofile oder Margen liegen keine hier verwertbaren Daten vor. Verdict: Wie bei Rabona und DAZN Bet ist die Frage weniger, ob der Anbieter funktioniert, sondern ob der österreichische Wettkunde auf den heimischen Schutzrahmen verzichten will.

bet365

bet365 ist einer der bekanntesten internationalen Buchmacher und gibt auf der Hilfeseite an, von der Malta Gaming Authority lizenziert und reguliert zu sein (lizenziert als MGA/CRP/531/2018). Eine österreichische Land-Bewilligung wird nicht genannt. Das Wettprogramm ist umfangreich, Livewetten zählen zu den Stärken, und die Auszahlungsquoten liegen erfahrungsgemäß im oberen Drittel des internationalen Markts – konkrete Zahlen für die österreichische Ansicht sind hier nicht verfügbar.

Für österreichische Wettkunden gilt dasselbe wie für Rabona, DAZN Bet und Felixspin: Eine MGA-Lizenz ist keine österreichische Land-Bewilligung, die Selbstsperre greift hier nicht, und es gibt keine österreichische Stelle, die Streitfälle verbindlich schlichtet. Verdict: Wer ein internationales Großangebot mit hoher Marktabdeckung sucht, findet es hier – mit dem Verlust der heimischen Schutzelemente.

Was die Reihenfolge nicht bedeutet

Die Reihenfolge der zehn Anbieter folgt der in den Eingaben vorgegebenen Gliederung: erst die sechs mit österreichischer Bewilligung, dann die vier ohne. Innerhalb der Gruppen ist die Reihenfolge sachlich, nicht wertend. Wer den besten Anbieter für sein Profil sucht, vergleicht selbst – Bewilligung, Programm, Limits, Quotenprofil, Selbstsperre – und entscheidet danach, was ihm wichtig ist.

Worauf es beim Quotenvergleich wirklich ankommt

Ein paar Fragen, die jeder Wettkunde für sich klären sollte, bevor er einen Anbieter auswählt:

Diese acht Punkte lesen sich trocken, entscheiden aber im Alltag über Geschwindigkeit des Kapitalverlusts, Reichweite der Sperre und Höhe der effektiven Auszahlung. Wer sie vor der Erstanmeldung prüft, spart sich später böse Überraschungen.

Häufige Fragen zu Buchmacherquoten

Welcher Buchmacher hat die besten Quoten, und wie wird das verglichen?

Es gibt nicht den einen besten Anbieter. Verglichen wird die Auszahlungsquote, also der Anteil der Einsätze, den ein Markt rechnerisch an die Wettkunden zurückgibt. Wer die Quoten aller Ausgänge eines Markts nimmt, ihre Kehrwerte addiert und 1 durch diese Summe teilt, erhält die Auszahlungsquote – das Ergebnis ist über Märkte und Anbieter vergleichbar, nicht eine Einzelquote auf einem einzelnen Spiel.

Was bedeuten Quoten bei Wetten, und wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote?

Eine Dezimalquote gibt an, wie viel der Bookmaker pro 1 € Einsatz bei einem Gewinn zurückzahlt. Beispiel: 10 € Einsatz auf Quote 2,00 ergeben 20 € Bruttogewinn, also 10 € Netto. Bei Kombiwetten werden die Quoten der einzelnen Tipps multipliziert, was bei mehreren Treffern zu deutlich höheren Auszahlungen führt – bei gleichzeitig höherem Risiko, da alle Tipps halten müssen.

Was ist die Marge eines Buchmachers, und wie lässt sie sich aus den Quoten ablesen?

Die Marge ist der Anteil der Einsätze, den der Anbieter im Durchschnitt einbehält. Sie ergibt sich aus 1 minus Auszahlungsquote. Beispiel: Eine Zweiwegwette mit Quote 1,90 auf beiden Seiten hat ungefähr 5 % Marge, weil die Auszahlungsquote rund 95 % beträgt. Wer konsequent auf Märkte mit niedriger Marge setzt, verliert langfristig weniger pro Einsatz.

Wie verändert die Wettgebühr von 5 % den möglichen Gewinn bei einer Quote von 2,00?

Die Wettgebühr wird auf den Einsatz erhoben, nicht direkt vom Gewinn abgezogen. tipp3 etwa zieht 5 % vom Bruttogewinn ab: 10 € Einsatz auf Quote 2,00 ergeben 20 € Bruttogewinn, 1 € Abzug, 19 € Nettogewinn. Andere Anbieter können die Gebühr in die Quote einpreisen oder selbst tragen – welche Variante greift, steht in den AGB des Anbieters.

Warum ändern sich Quoten bei Livewetten, und gelten dafür Regeln je Bundesland?

Livewettenquoten spiegeln den aktuellen Spielstand wider: ein Tor, eine Verletzung oder ein Platzverweis verändern die geschätzte Wahrscheinlichkeit der Ausgänge, und die Quote folgt. Welche Livewetten erlaubt sind, hängt vom Bundesland ab – Wien erlaubt nur Tipps auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich nur auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse sowie „nächstes Tor“. Für Niederösterreich ist die aktuelle Regelung hier nicht abschließend dokumentiert.

Sagt eine hohe Quote etwas über die Bewilligung des Buchmachers in Österreich aus?

Nein. Die Bewilligung regelt, ob ein Anbieter Sportwetten in einem bestimmten Bundesland anbieten darf; die Quote regelt, wie viel ein bestimmter Markt auszahlt. Beide stehen unabhängig voneinander. Ein Anbieter mit österreichischer Land-Bewilligung kann auf manchen Märkten hohe Margen haben; ein Anbieter ohne österreichische Bewilligung kann auf anderen Märkten niedrige Margen aufweisen – die Quote ist kein Indikator für die Bewilligung.

Inhalt erstellt vom Team «Eishockey online»