Wo man in Österreich tatsächlich sportwetten darf – und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Wer in Österreich Sportwetten vergleicht, steht vor einer Besonderheit: Es gibt keine bundesweite Lizenz und keine zentrale Liste bewilligter Buchmacher. Jedes der neun Bundesländer vergibt seine eigene Bewilligung nach einem eigenen Wettgesetz. Eine Malta-Lizenz oder eine Gibraltar-Lizenz ersetzt diese Landesbewilligung nicht. Dieses Ranking zeigt deshalb zuerst, wer überhaupt eine österreichische Bewilligung nennt, und bewertet dann Quotenniveau, Wettprogramm, Zahlungswege und Limits – damit die Reihenfolge nachvollziehbar bleibt und der Preis jedes Angebots sichtbar wird.

Ein Tennisplatz aus Sand liegt menschenleer im ersten Licht der Morgendämmerung, die Netze hängen still.
Interwetten wurde im September 1990 in Wien gegründet; als Inhaberin der Malta-Lizenzen wird die Interwetten Gaming Ltd. genannt.

Stand: 30. Oktober 2026 – geprüft gegen die Angaben der Betreiber und gegen die Wettgesetze der Bundesländer, soweit diese online abrufbar sind.

Was eine Wettseite in Österreich ausmacht

Eine Wettseite ist im Kern ein Buchmacher mit Online-Anschluss – ein Wettunternehmer, das Wetten auf Sportereignisse annimmt und Quoten stellt. In Österreich ist die Sportwette kein Glücksspiel im Sinne des Bundesgesetzes; der Verwaltungsgerichtshof hat das im Juli 2015 für die klassische Sportwette bestätigt. Die Folge: keine Bundeslizenz, keine Bundesaufsicht, keine bundesweite Liste. Stattdessen regeln die Wettgesetze der Länder, wer in welchem Land eine Bewilligung bekommt und unter welchen Bedingungen.

Ein Fußball liegt auf dem Rasen eines leeren Platzes im Morgennebel, im Hintergrund verschwimmen die Tribünen.
Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent.

Das verändert den Vergleich. Wer „die beste Wettseite“ sucht, vergleicht nicht nur Quoten und Bonus, sondern muss zuerst klären, unter welcher Bewilligung ein Anbieter steht – und was das im konkreten Land bedeutet. Eine Seite mit Malta-Lizenz, die in Malta streng geprüft wird, hat in Österreich dennoch keine Landesbewilligung und fällt nicht unter die österreichische Spieleraufsicht.

Woran sich Wettseiten unterscheiden

Vier Merkmale trennen die Anbieter im Alltag:

Bewilligung. Eine österreichische Landesbewilligung bindet den Anbieter an die Regeln des jeweiligen Wettgesetzes – etwa an Einsatzlimits oder an die Spielersperre. Ohne diese Bewilligung fehlt die nationale Aufsicht über das Produkt; bei Streit über Gewinnauszahlungen bleibt nur der Weg zum ausländischen Lizenzgeber.

Quotenniveau. Die Quote, zu der ein Buchmacher anbietet, enthält seine Marge – den Anteil, den er je 100 € Einsatz einbehält. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quoten von 1,90 / 1,90 errechnet sich eine Auszahlungsquote von rund 52,6 %; die Marge liegt damit bei etwa 47,4 %. Bei einem ausgeglichenen Drei-Wege-Markt (Heimsieg/Unentschieden/Auswärtssieg) mit Quoten von 2,10 / 3,40 / 3,40 landet die Marge üblicherweise zwischen 5 % und 8 %, je nach Sport und Liga. Die Marge ist der Preis, den der Wettkunde auf jeden Einsatz zahlt, ohne dass sie auf dem Wettschein steht.

Wettprogramm. Wie viele Sportarten, Ligen und Wettmärkte eine Seite anbietet, entscheidet, ob ein Spieler seine Wette dort überhaupt platzieren kann. Fußball dominiert das Programm fast überall; Tennis, Eishockey, Kampfsport und E-Sports sind unterschiedlich stark vertreten.

Zahlungswege und Limits. Welche Ein- und Auszahlungsmethoden eine Seite akzeptiert, wie schnell Auszahlungen erfolgen und welche Limits für Einzahlung, Einsatz und Verlust gelten, macht im Alltag oft den größten Unterschied.

Wettquoten und Marge: So wird gerechnet

Die Quote einer Wette ist der Multiplikator, mit dem der Einsatz bei einem Gewinn multipliziert wird. Setzt man 10 € auf 2,00, erhält man bei Gewinn 20 € zurück – brutto. Davon werden 5 % Wettgebühr abgezogen, sodass der mögliche Gewinn bei 19 € liegt.

Die Marge des Marktes lässt sich aus den Quoten aller möglichen Ausgänge ableiten. Bei einem Zwei-Wege-Markt (zum Beispiel Tennis-Sieg) mit Quoten von 1,90 / 1,90 ergibt sich:

Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,95 oder 95 %.

Die Marge des Marktes beträgt damit rund 5 % – der Buchmacher behält von jedem 100 €, die auf diesen Markt gesetzt werden, etwa 5 € ein. Bei einem Fußball-Drei-Wege-Markt mit 2,10 / 3,40 / 3,40 liegt die Marge etwas höher, üblicherweise zwischen 6 % und 8 %, weil drei Ausgänge abgedeckt werden müssen.

Eine niedrige Marge bedeutet mehr Auszahlung an die Wettkunden – bei gleicher Quote. Vergleicht man Seiten, ist die Marge das objektivere Maß als die einzelne Quote: Ein Buchmacher kann auf einem populären Markt sehr gute Quoten anbieten und auf einem Nischenmarkt gleichzeitig hohe Margen verstecken.

Online-Wettseite versus Annahmestelle

Viele österreichische Wettanbieter betreiben parallel zum Online-Angebot Annahmestellen. tipp3 etwa nimmt Wetten über rund 3.600 Trafiken und Annahmestellen, über die Trafik-App und online entgegen. Wer lieber mit Wettschein zur Trafik geht, zahlt dort denselben Einsatz und dieselbe Quote, aber unter Umständen andere Gebühren oder Mindestbeträge.

Die Rechtslage in Österreich: Ländersache

Sportwetten sind in Österreich Bundessache und Landesrecht zugleich – und das macht die Lage unübersichtlich. Der Bund regelt mit dem Glücksspielgesetz (GSpG), was als Glücksspiel gilt; die Länder regeln mit ihren Wettgesetzen, wer Sportwetten anbieten darf.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und ein Bleistift liegen auf einem Schreibtisch im Licht einer Lampe.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung am 10.12.2020.

Warum es keine nationale Lizenz gibt

Die klassische Sportwette fällt laut Verwaltungsgerichtshof (VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019) nicht unter das Glücksspielgesetz. Damit gibt es auf Bundesebene weder eine Konzession noch eine Aufsichtsbehörde für Sportwetten. Die Zuständigkeit liegt bei den Ländern, und jedes Land hat sein eigenes Wettgesetz erlassen.

Beispiele:

Was eine ausländische Lizenz bedeutet

Eine Lizenz aus Malta, Gibraltar, Curaçao oder Anjouan ist keine österreichische Bewilligung. Sie besagt, dass der Anbieter im ausstellenden Land geprüft wurde und dort seinen Sitz hat – nicht, dass er in Österreich bewilligt ist. Für österreichische Wettkunden hat das mehrere Folgen:

Wettgebühr: 5 % auf jeden Einsatz

Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von 5 % (§ 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG, geändert durch BGBl. I Nr. 7/2025). Davor lag der Rate seit 1. Oktober 2005 bei 2 %. Die Gebühr ist vom Wetteinsatz zu entrichten, nicht vom Gewinn – der Anbieter führt sie ab.

Wie der Anbieter die Gebühr weitergibt, ist seine Entscheidung. tipp3 etwa zieht 5 % vom Bruttogewinn ab, wenn die Wette gewonnen wird; bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Gebühr selbst. Bei einem Einsatz von 10 € und einer Quote von 2,00 ergibt sich damit:

Gewinne aus Cash-Outs sowie aus bestimmten Ja/Nein-Wetten und „alle 7“-Wetten sind bei tipp3 von dem Abzug ausgenommen.

Live-Wetten, Limits und Einsatzregeln

Die Wettgesetze der Länder machen auch bei Live-Wetten und Einsatzlimits unterschiedliche Vorgaben:

Bei Online-Wetten aus anderen Ländern sind die Limits nicht abschließend geregelt; hier gilt die jeweilige AGB des Anbieters.

Spielerschutz und Limits

Spielerschutz ist in Österreich Ländersache – und innerhalb der Länder operator-spezifisch. Es gibt kein bundesweites Sperrregister und kein gesetzliches Einzahlungslimit für Sportwetten. Was es gibt, sind die Vorgaben der Landesgesetze und die freiwilligen Regeln der Anbieter.

Altersgrenze

Die Teilnahme an Sportwetten ist ab 18 Jahren möglich. Die Anbieter prüfen das Alter bei der Registrierung; tipp3 etwa gibt an, dass die Altersgrenze systemtechnisch vorgegeben wird.

Einzahlungs-, Einsatz- und Verlustlimits

Die Anbieter setzen ihre eigenen Limits. Zwei Beispiele aus dem österreichischen Markt:

win2day (unter dem NÖ Wettgesetz bewilligt):

tipp3 (unter dem NÖ Wettgesetz bewilligt):

Limit-Erhöhungen bei tipp3 werden erst nach 72 Stunden wirksam; Herabsetzungen gelten sofort. Die Limits werden im Profil eingestellt.

Selbstsperre und Spielpause

Auch hier sind die Anbieter unterschiedlich. tipp3 bietet:

Beide Sperren sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. In Wien ist eine Aufhebung der Sperre laut Wiener Wettengesetz frühestens nach zwei Jahren möglich – die Anbieter gehen unterschiedlich damit um.

Gesetzliche Reform: Sperrregister und Limitregister

Das Glücksspielreformgesetz 2026 (Stand 14.10.2026 noch im Gesetzgebungsverfahren) sieht ein bundesweites Sperrregister und ein Limitregister vor – allerdings nur für Glücksspiele im Sinne des GSpG. Sportwetten fallen nicht in das Register, weil sie rechtlich kein Glücksspiel sind. Wer in Österreich sportwetten will, ist also weiterhin auf die Limits der Anbieter angewiesen.

Hilfe bei Spielproblemen

Die österreichische Anlaufstelle für Spielsuchtfragen ist die PlayResponsible Consulting GmbH unter playsponsible.at. Hier finden Betroffene und Angehörige Beratung und Informationen zu Sperren und Limits.

Bonus und Gratiswetten: Die Kosten im Kleingedruckten

Ein Bonus ist nur dann ein gutes Angebot, wenn die Bedingungen passen. Die entscheidenden Kennzahlen sind nicht die Bonushöhe, sondern der erforderliche Umsatz, die Mindestquote und die Frist.

Wie ein Sportwetten-Bonus üblicherweise funktioniert

Die häufigste Form ist der Einzahlungsbonus: Der Anbieter verdoppelt – oder verdreifacht – die erste Einzahlung bis zu einem bestimmten Betrag. Das Bonusgeld ist aber nicht frei verfügbar; es muss erst umgesetzt werden. „Umsetzen“ bedeutet, einen bestimmten Betrag an Wetten zu platzieren, bevor der Bonus und die Gewinne daraus ausgezahlt werden.

Beispiel aus dem internationalen Vergleich (Slotuna, ohne österreichische Bewilligung): Beim Sport-Erstbonus gilt für Kombiwetten eine Mindestquote von 1,50 je Auswahl; der Umsatz ist innerhalb von 30 Tagen nach der ersten Einzahlung zu erfüllen; pro Wette zählen höchstens 50 € zum Umsatz. Einzahlungen per Skrill oder Neteller sind von der Bonusberechtigung ausgeschlossen. Solche Regeln sind typisch – und sie entscheiden, ob ein Bonus erreichbar ist oder nicht.

Freiwette (Free Bet) und ihre Wertberechnung

Eine Freiwette ist ein Wettschein ohne eigenen Einsatz: Der Anbieter schenkt dem Kunden die Wette. Gewinnt die Wette, wird in der Regel nur der Nettogewinn ausgezahlt – der Einsatz der Freiwette wird nicht zurückerstattet.

Was eine Freiwette tatsächlich wert ist, lässt sich berechnen:

Wert der Freiwette = Freiwetten-Einsatz × (Quote − 1) ÷ Quote × Auszahlungsquote des Marktes.

Bei einer 10-€-Freiwette auf Quote 3,00 und einer angenommenen Marktauszahlungsquote von 95 %:

Wert = 10 × (3,00 − 1) ÷ 3,00 × 0,95 = 10 × 0,6667 × 0,95 ≈ 6,33 €.

Die Freiwette ist also nicht 10 € wert, sondern im Schnitt etwa 6,33 €. Wer den Werbeversprechen der Anbieter glaubt, unterschätzt diesen Unterschied regelmäßig.

Wett-Credits und Bonusaktionen

Manche Anbieter werben mit speziellen Boni oder Wett-Credits. Auch hier lohnt sich der Blick ins Kleingedruckte: Häufig wird bei einer verlorenen Wette der Einsatz nicht in bar, sondern als neue Freiwette zurückerstattet – mit denselben Bedingungen wie beim Erstbonus. Der erste Tipp ist dann unter Bedingungen erstattbar; der Bonus muss trotzdem umgesetzt werden.

Bonus ohne Einzahlung

Bonusse ohne Einzahlung sind klein und an strenge Bedingungen geknüpft – hohe Umsatzanforderungen, kurze Fristen, oft nur auf bestimmten Märkten spielbar. Wer ein solches Angebot annimmt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass der „geschenkte“ Betrag meist mehrfach umgesetzt werden muss, bevor er ausgezahlt wird.

Worauf beim Bonusvergleich zu achten ist

Vier Kennzahlen entscheiden, ob ein Bonus sein Geld wert ist:

Der Preis eines Bonus im Beispiel

Wer einen 100-€-Bonus bei Faktor 5 und Mindestquote 1,80 umsetzen muss, muss 500 € an qualifizierten Wetten platzieren. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Marge von 6 % auf diesen Wetten kostet das den Wettkunden statistisch rund 30 € – den Erwartungswert des Bonus. Wer den Bonus nicht vollständig umsetzt oder die Mindestquote nicht einhält, verliert den Bonus ganz.

Sportarten und Wettprogramm

Die Breite des Wettprogramms entscheidet, ob eine Seite für den eigenen Geschmack überhaupt in Frage kommt. Fußball dominiert überall – aber bei Tennis, Eishockey, Kampfsport und E-Sports unterscheiden sich die Anbieter deutlich.

Fußball: Pflichtprogramm

Fußball ist die Basis. Alle Anbieter im Ranking decken die großen europäischen Ligen (Bundesliga, Premier League, La Liga, Serie A, Ligue 1) ab, dazu Champions League, Europa League und die österreichische Bundesliga. Die Tiefe variiert: Manche Seiten bieten pro Spiel 50 Wettmärkte an (Tore, Ecken, Karten, Handicap, Spielerwetten), andere nur 20. Für Gelegenheitswetter reichen 20; für erfahrene Wettkunden, die auf spezifische Märkte setzen, zählt jedes zusätzliche Marktangebot.

Tennis, Eishockey, Kampfsport

Tennis ist nach Fußball die zweitwichtigste Sportart. ATP, WTA, Grand Slams und die ITF-Tour sind auf allen größeren Seiten abgedeckt. Live-Wetten auf Tennis sind besonders verbreitet, weil das Spiel flüssig läuft und Quoten sich schnell anpassen.

Eishockey ist in Österreich populär, aber im Wettprogramm nicht überall stark vertreten. Die NHL und die österreichische ICE Hockey League sind Pflicht; die schwedische SHL, die finnische Liiga und die DEL variieren je nach Anbieter.

Kampfsport (MMA, UFC, Boxen) hat ein eigenes Publikum. Die UFC ist auf allen relevanten Seiten vertreten; regionale Veranstaltungen und Boxing-Events außerhalb der großen Verbände sind weniger verlässlich verfügbar.

E-Sports

E-Sports – CS2, Dota 2, League of Legends – ist ein wachsendes Segment. Manche Seiten listen E-Sports als eigene Kategorie mit Live-Streams; andere bieten nur Wetten auf Turniersieger oder Match-Ergebnis an. Die Marge ist in E-Sports oft höher als im klassischen Sport, weil der Markt jünger und weniger effizient ist.

Wettmärkte jenseits der Standardwette

Innerhalb einer Sportart unterscheiden sich die Wettmärkte. Standard sind:

Fortgeschrittene Wettkunden achten auf die Marge pro Markt. Eine Seite kann im 1X2-Markt sehr knapp kalkulieren und bei Spielerwetten gleichzeitig 12 % Marge nehmen.

Live-Wetten und Cash-Out

Live-Wetten sind Wetten, die während eines laufenden Spiels platziert werden. Die Quoten ändern sich sekündlich; die Marge ist oft höher als vor dem Spiel, weil die Anbieter das Risiko schwerer einschätzen können.

Cash-Out erlaubt es, eine Wette vor dem Ende des Spiels auszahlen zu lassen – entweder mit Gewinn oder mit Verlust. Der Cash-Out-Betrag wird vom Anbieter berechnet und liegt selten zum fairen Marktwert. Für Wettkunden, die ihre Wette absichern wollen, ist Cash-Out bequem; rechnerisch ist es selten der beste Weg.

Die zehn Wettseiten im Vergleich

Die folgende Rangliste beruht auf vier Kriterien: Bewilligungsstatus, Quotenniveau (Auszahlungsquote auf Hauptmärkten), Breite des Wettprogramms, Zahlungswege und Limits. Bei der Bewertung wurde berücksichtigt, welche Lesergruppe jede Seite anspricht.

Einordnung der Anbieter

Anbieter Bewilligung Betreiber / Lizenz
tipp3 Niederösterreich (Bewilligung) Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H.
win2day Niederösterreich (Bewilligung, nur Sportwetten) Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Starsportwetten Österreich (Bewilligung, Bundesland und Bescheid nicht veröffentlicht) Star Sportwetten GmbH
Admiral Oberösterreich (Bewilligung) ADMIRAL Sportwetten GmbH
Vierklee Tirol (Bewilligung, Zl. IIa.10.065/144-0) Vierklee Wettbüro GmbH
Merkur Bets Österreich (Bewilligung, Bundesland nicht veröffentlicht) nicht veröffentlicht
Slotuna ohne österreichische Bewilligung Anjouan-Lizenz (ALSI-152406028-FI2)
LeoVegas ohne österreichische Bewilligung Malta Gaming Authority
Ybets ohne österreichische Bewilligung Anjouan-Lizenz (ALSI-202411003-FI1); betrieben von Sigg Marketing Limited (Seychellen)
888sport ohne österreichische Bewilligung Gibraltar-Lizenz (Evoke plc)

tipp3 – der Platzhirsch mit NÖ-Bewilligung

tipp3 ist die bekannteste österreichische Wettseite und wird von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. betrieben, gegründet im April 2000. Die Plattform nennt eine Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 nach dem NÖ Wettgesetz. tipp3 nimmt Wetten online, in der Trafik-App und über rund 3.600 Annahmestellen entgegen.

Das Wettprogramm ist solide: Fußball, Tennis, Eishockey und die übrigen österreichisch relevanten Sportarten sind abgedeckt; die Tiefe pro Spiel entspricht dem Mainstream. Die Quoten liegen im Mittelfeld – auf populären Märkten konkurrenzfähig, bei Nischenmärkten weniger scharf kalkuliert.

Die Bonusbedingungen sind transparent: Die Wettgebühr von 5 % wird bei gewonnenen Wetten vom Bruttogewinn abgezogen, bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Gebühr selbst. Cash-Out-Gewinne und Gewinne aus bestimmten Ja/Nein-Wetten sind vom Abzug ausgenommen. Beim Einsatz verlangt tipp3 Mindestquoten: Einzelwetten erst ab 1,06; niedrigere Qellen sind nur in Kombi- oder Systemwetten spielbar. Eine Kombiwette kann 3 bis 10 Tipps enthalten.

Die Limits zum Selbersetzen: Einzahlungslimit bis 1.950 € pro Woche, Einsatzlimit bis 10.000 € pro Tag, Verlustlimit bis 5.000 € pro Woche. Erhöhungen greifen erst nach 72 Stunden, Herabsetzungen sofort. Die Selbstsperre gilt 1, 2 oder 3 Jahre; das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen. Eine kürzere Spielpause (1, 3 oder 6 Monate) lässt das Guthaben im Konto. Beide Sperren sind nach dem Start nicht aufhebbar.

Verdikt: Für Wettkunden, die eine österreichische Bewilligung wollen und bereit sind, dafür mittlere Quoten in Kauf zu nehmen, ist tipp3 die erste Adresse. Wer höhere Limits oder schärfere Nischen-Quoten sucht, wird bei ausländischen Anbietern fündig – muss dort aber auf die österreichische Bewilligung verzichten.

win2day – Sportwetten unter dem NÖ-Wettgesetz

win2day wird von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH betrieben und kombiniert Lotterie, Casino und Sportwetten auf einer Plattform. Die Sportwetten unterliegen laut Wettordnung einer Bewilligung der NÖ Landesregierung – demselben Bescheid wie tipp3, vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020). Wichtig: Die Sportwetten fallen nicht unter das Glücksspielgesetz; die Casino- und Lotterie-Angebote von win2day dagegen schon, weil sie unter die bundesrechtliche GSpG-Konzession fallen.

Die Limits sind strenger als bei tipp3 – und aus gutem Grund. Bis 26 Jahre sind nur 250 € Einzahlung pro Woche (Freitag bis Donnerstag) möglich; ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Gewinne zählen nicht zum Limit. Auf Antrag lässt sich das Limit individuell erhöhen – ein Verfahren, das Zeit kostet.

Das Wettprogramm ist nicht so breit wie bei reinen Sportwetten-Anbietern. Für Gelegenheitsnutzer reicht es; wer viele Märkte pro Spiel sucht, ist anderswo besser aufgehoben. Die Plattform eignet sich besonders für Leser, die ohnehin Lotto oder EuroMillionen spielen und ihre Sportwette im selben Konto abwickeln wollen.

Verdikt: Wer einen Anbieter mit österreichischer Bewilligung und klaren, altersabhängigen Limits sucht, ist bei win2day richtig. Die strengen Limits sind kein Nachteil, sondern Spielerschutz – sie kosten aber Flexibilität bei höheren Einsätzen.

Starsportwetten – Bewilligung ohne Quellenangabe

Die Starsportwetten-App nennt einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Das Bundesland und die Bescheidnummer werden in den verfügbaren Quellen nicht genannt.

Die Bewertung fällt zwiespältig aus: Eine österreichische Bewilligung liegt vor – andernfalls dürfte der Anbieter nicht mit dem Prädikat „behördlich bewilligter Sportwettenanbieter“ werben. Die fehlende Transparenz über das ausstellende Bundesland und die Aktenzahl macht es dem Wettkunden aber unmöglich, die Bewilligung selbst zu überprüfen. Wer Wert auf Nachvollziehbarkeit legt, fragt beim Anbieter direkt nach oder wählt einen Anbieter, der seine Bewilligung vollständig veröffentlicht.

Zum Wettprogramm und den Quoten liegen keine gesicherten Angaben vor. Die App-Position im Google-Play-Store lässt auf eine solide, aber nicht breit aufgestellte Plattform schließen.

Verdikt: Die Bewilligung ist vorhanden, aber in den Quellen nicht vollständig belegt. Wettkunden, die eine österreichische Bewilligung wollen und bereit sind, beim Anbieter nachzufragen, können Starsportwetten nutzen. Wer maximale Transparenz sucht, wählt einen Anbieter, der das ausstellende Bundesland nennt.

Admiral – Bewilligung aus Oberösterreich

Admiral gehört zur ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen und war Teil der Novomatic-Gruppe. Das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung stammt von der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz.

Admiral ist eine der größten Wettmarken Österreichs und betreibt neben der Online-Plattform ein dichtes Netz an Wettannahmestellen. Die Marke ist im österreichischen Sport stark präsent – Sponsoring, Werbung und stationäre Präsenz machen Admiral für Gelegenheitswetter besonders sichtbar. Das Wettprogramm ist breit; Fußball, Tennis, Eishockey und Wintersport sind abgedeckt, dazu Pferdewetten über das benachbarte Totalisateurgeschäft.

Verdikt: Für Wettkunden, die eine österreichische Bewilligung wollen und einen Anbieter mit langer Marktpräsenz und stationärem Netz suchen, ist Admiral eine Selbstverständlichkeit. Die Quoten sind typisch für eine etablierte Marke – konkurrenzfähig im Mainstream, weniger scharf in Nischen.

Vierklee – Tiroler Bewilligung mit Nummer

Vierklee nennt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung; anwendbar ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Die Bewilligung ist damit vollständig nachvollziehbar – Aktenzeichen, Behörde und Rechtsgrundlage sind angegeben.

Die Marke positioniert sich mit einem Bonus von bis zu 100 € für Neukunden – wobei die konkreten Bonusbedingungen auf der Info-Seite nicht aufgeführt werden. Das ist ein typisches Muster: Der Bonus wird beworben, die Bedingungen sind im Kleingedruckten der AGB versteckt. Wer den Bonus mitnehmen will, liest die AGB vor der Einzahlung.

Das Wettprogramm ist solide, aber nicht so breit wie bei den großen Mitbewerbern. Für Leser, die einen Tiroler Anbieter mit klar dokumentierter Bewilligung suchen, ist Vierklee die erste Wahl.

Verdikt: Wer Wert auf eine vollständig dokumentierte Landesbewilligung legt, ist bei Vierklee richtig. Der Bonus ist mit „bis zu 100 €“ beworben, aber die genauen Bedingungen sind in den AGB versteckt – keine Seltenheit auf dem Markt, aber ein Punkt, den der Wettkunde vor der Einzahlung klären sollte.

Merkur Bets – neuer Name, altes Geschäft

Die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group, früher Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, tritt seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets auf. Der Markenwechsel bedeutet einen Neustart in der Wahrnehmung, aber das Unternehmen dahinter ist seit 1996 im Markt.

Die Bewilligung wird auf der Seite genannt, ohne dass das Bundesland oder die Aktenzahl veröffentlicht werden. Die Traditionsmarke Cashpoint hat in Österreich über Jahrzehnte sowohl Online als auch stationär agiert; der Markenwechsel zu Merkur Bets ist Teil der internationalen Markenstrategie der Merkur Group.

Zum Wettprogramm und den Quoten liegen keine vollständig dokumentierten Angaben vor. Für Leser, die einen österreichischen Traditionsanbieter mit stationärem Netz suchen, ist Merkur Bets interessant; wer maximale Transparenz über die Bewilligung will, fragt beim Anbieter direkt nach.

Verdikt: Der neue Markenname darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um einen etablierten österreichischen Anbieter handelt. Die fehlende Angabe des Bundeslandes und der Aktenzahl zur Bewilligung ist ein Punkt, den der Wettkunde nachfragen sollte.

Slotuna – international, ohne österreichische Bewilligung

Slotuna nennt in den Promotionsbedingungen eine Lizenz aus Anjouan (ALSI-152406028-FI2). Eine österreichische Landesbewilligung wird nicht geführt. Die Lizenz aus Anjouan ist keine österreichische Bewilligung; sie ist im internationalen Markt anerkannt, steht aber nicht unter österreichischer Aufsicht.

Der Sport-Erstbonus illustriert die typischen Bedingungen internationaler Anbieter: Mindestquote 1,50 je Auswahl bei Kombiwetten, Umsatz innerhalb von 30 Tagen, maximal 50 € pro Wette zählen zum Umsatz, Einzahlungen per Skrill und Neteller ausgeschlossen. Wer den Bonus mitnimmt, akzeptiert diese Bedingungen.

Slotuna richtet sich an Wettkunden, die ein breites Wettprogramm, hohe Limits und einen Bonus mit moderaten Bedingungen suchen – und dafür auf eine österreichische Bewilligung verzichten. Die Rechtslage für in Österreich spielende Wettkunden bei einem Anjouan-lizenzierten Anbieter hängt vom jeweiligen Landes-Wettgesetz ab; eine pauschale Aussage zur Legalität ist nicht möglich.

Verdikt: Für Leser, die ein breites Wettprogramm und moderate Bonusbedingungen suchen und keine österreichische Bewilligung brauchen, ist Slotuna eine Option. Wer maximale Sicherheit unter österreichischer Aufsicht will, bleibt bei den bewilligten Anbietern.

LeoVegas – Malta-Lizenz, kein österreichischer Anker

LeoVegas gehört zu LeoVegas Gaming Ltd. (Malta), einer Tochter von MGM Resorts International. Die LeoVegas AB wurde 2011 in Stockholm gegründet; das Sportsbook läuft auf der Kambi-Plattform, einem großen internationalen Sportwetten-Anbieter. Eine österreichische Landesbewilligung wird in den verfügbaren Quellen nicht genannt.

Die Marke ist vor allem im Casino-Bereich stark; das Sportsbook ist ein Zusatzangebot. Für Leser, die Sportwetten und Casino auf einer Plattform kombinieren wollen, kann das praktisch sein; für reine Sportwetter ist das Casino-Angebot Nebensache.

Die Quoten auf der Kambi-Plattform sind international konkurrenzfähig; die Plattform wird auch von anderen großen Marken genutzt, was für eine gewisse Marktstandardisierung spricht.

Verdikt: LeoVegas ist eine seriöse Marke mit starker Konzernmutter und solider Plattform – aber ohne österreichische Bewilligung. Wer diese Marke nutzt, akzeptiert, dass die österreichische Aufsicht nicht greift und dass die Spielersperre nur bei LeoVegas selbst wirkt.

Ybets – Anjouan-Lizenz und Seychellen-Betreiber

Ybets wird laut Nutzungsbedingungen von der Sigg Marketing Limited betrieben (Registernummer 238992, Sitz auf den Seychellen). Die Lizenz aus Anjouan (ALSI-202411003-FI1) ist keine österreichische Bewilligung. Der Anbieter ist Ybets.

Die Konstellation – Lizenz aus einer kleinen Jurisdiktion und Betreiber auf den Seychellen – ist im internationalen Online-Wettmarkt verbreitet, aber für österreichische Wettkunden mit Vorsicht zu genießen. Die Lizenzbehörde in Anjouan hat einen anderen Ruf als etwa die Malta Gaming Authority; Streitfälle müssen vor einer Behörde ausgetragen werden, die nicht unter EU-Recht steht.

Zum Wettprogramm und den Quoten liegen keine vollständig dokumentierten Angaben vor. Ybets richtet sich eher an Krypto-affine Wettkunden als an klassische Sportwetter.

Verdikt: Die Konstruktion – Anjouan-Lizenz, Seychellen-Betreiber – macht Ybets zu einem Anbieter, der für österreichische Wettkunden schwer einzuordnen ist. Wer dort spielt, verlässt sich auf das eigene Urteil und auf die Reputation der Lizenzbehörde.

888sport – Gibraltar und kein österreichischer Anker

888sport gehört zur Evoke plc (früher 888 Holdings) mit Sitz in Gibraltar; das Unternehmen ist an der London Stock Exchange notiert (Kürzel EVOK) und arbeitet unter einer Glücksspiellizenz der Regierung von Gibraltar. Eine österreichische Landesbewilligung wird in den verfügbaren Quellen nicht genannt.

Die Marke 888 ist international etabliert; das Sportsbook ist Teil eines breiteren Angebots mit Casino und Poker. Für Wettkunden, die 888 aus dem Casino-Bereich kennen, kann das Sportsbook eine bequeme Ergänzung sein.

Die Quoten liegen im internationalen Durchschnitt; das Wettprogramm ist solide, aber nicht so breit wie bei reinen Sportwetten-Anbietern. Die Gibraltar-Lizenz steht unter britischer Aufsicht und genießt im internationalen Vergleich einen soliden Ruf.

Verdikt: Für Leser, die 888 bereits aus dem Casino-Bereich kennen und das Sportsbook dazunehmen wollen, ist 888sport eine Option. Wer eine österreichische Bewilligung sucht, bleibt bei den bewilligten Anbietern.

Häufige Fragen

Welche Wettseiten sind in Österreich von einem Bundesland bewilligt?

Die österreichische Bewilligung ist Ländersache. Eine Liste bewilligter Wettanbieter wird zentral nicht geführt. Anbieter, die eine Bewilligung nennen, veröffentlichen das ausstellende Bundesland und – in den transparenteren Fällen – auch die Aktenzahl. tipp3 und win2day nennen beide eine Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020; Vierklee nennt die Tiroler Landesregierung mit Aktenzeichen; Admiral nennt die OÖ Landesregierung. Anbieter ohne eine solche Bewilligung fallen nicht unter die österreichische Spieleraufsicht.

Gibt es eine bundesweite Liste bewilligter Wettanbieter?

Nein. Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im Sinne des Bundesgesetzes; es gibt keine bundesweite Konzession, keine bundesweite Aufsichtsbehörde und keine zentrale Liste. Die Bewilligungen werden von den Landesregierungen erteilt und sind in den Landes-Wettgesetzen geregelt. Wettkunden können die Bewilligung nur beim Anbieter selbst prüfen – oder beim jeweiligen Land nachfragen, sofern das Land Anfragen dazu zulässt.

Was bedeutet es, wenn eine Wettseite nur eine Lizenz aus Malta oder Curaçao nennt?

Eine Lizenz aus Malta, Gibraltar, Curaçao oder Anjouan ist keine österreichische Bewilligung. Sie besagt, dass der Anbieter im ausstellenden Land geprüft wurde, nicht, dass er in Österreich bewilligt ist. Die österreichische Spieleraufsicht reicht nicht in das Produkt; bei Streit über Gewinnauszahlungen ist die ausländische Lizenzbehörde zuständig. Die Wettgebühr von 5 % wird auch auf Wetten bei diesen Anbietern fällig.

Wie setzt sich der Gewinn aus Einsatz und Quote zusammen, und was bleibt nach der Wettgebühr von 5 %?

Bruttogewinn = Einsatz × Quote. Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 sind das 20 €. Davon werden 5 % Wettgebühr abgezogen – bei manchen Anbietern vom Gewinn, bei anderen vom Einsatz. tipp3 etwa zieht 5 % vom Bruttogewinn ab: 10 € Einsatz, Quote 2,00, Gewinn 20 € brutto, nach Gebühr 19 €. Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Gebühr selbst; Gewinne aus Cash-Outs und aus bestimmten Ja/Nein-Wetten sind vom Abzug ausgenommen.

Wo lassen sich bei einer Wettseite Einzahlungslimits setzen, und gibt es ein gesetzliches Limit?

Es gibt kein bundesweites gesetzliches Einzahlungslimit für Sportwetten. Jeder Anbieter setzt seine eigenen Limits. Bei win2day sind es 250 € pro Woche (bis 26 Jahre) oder 1.680 € pro Kalendermonat (ab 26 Jahren); bei tipp3 bis zu 1.950 € Einzahlung pro Woche, 10.000 € Einsatz pro Tag und 5.000 € Verlust pro Woche. Limit-Erhöhungen greifen bei Erhöhung erst nach 72 Stunden, Herabsetzungen sofort. Das gesetzliche Limit pro Wette liegt bei 500 € in Oberösterreich und Niederösterreich; in Wien sind Terminals ohne Schalter auf 50 € pro Wette begrenzt.

Woran lässt sich erkennen, wie hoch die Marge in den Quoten einer Wettseite ist?

Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher je 100 € Einsatz einbehält. Sie lässt sich aus den Quoten aller möglichen Ausgänge berechnen. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1,90 / 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 % – die Marge liegt bei etwa 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg/Unentschieden/Auswärtssieg) mit 2,10 / 3,40 / 3,40 liegt die Marge meist zwischen 6 % und 8 %. Vergleicht man die Margen zweier Seiten auf demselben Markt, sieht man, wer knapper kalkuliert.

Was darf gewettet werden?

Sportwetten dürfen sich nur auf Sportereignisse beziehen. Wetten auf politische Ereignisse oder TV-Shows sind nach Auffassung des BMF in der Regel nicht zulässig. Virtuelle oder aufgezeichnete Rennen gelten als Glücksspiel und können nicht nach einem Landes-Wettgesetz bewilligt werden. Für E-Sports ist die Rechtslage nicht abschließend geklärt.

Inhalt erstellt vom Team «Eishockey online»