Sportwetten-Anbieter in Österreich 2026: Wer eine Bewilligung hat und wer nicht
30. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Veröffentlichung der Landesbewilligungen und die Wettgebühr-Regelung nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG.

Wer in Österreich Sport wetten will, trifft zuerst auf eine Besonderheit der Rechtslage: Sportwetten sind hier kein Glücksspiel im Sinne des Bundes, also gibt es keine nationale Konzession und kein bundesweites Verzeichnis der Anbieter. Jedes Bundesland vergibt seine eigene Bewilligung, und wer ohne diese Bewilligung wettet, ist nicht automatisch straffällig, agiert aber außerhalb des heimischen Rahmens. Genau diese Lücke zwischen Land und Markt bildet den Ausgangspunkt für einen Anbietervergleich, der mehr leistet als eine bloße Liste der bekanntesten Namen.
Die folgende Seite ordnet zehn Anbieter danach, was ihre Bewilligung tatsächlich abdeckt, wie viel ein Bonus wirklich kostet, welche Auszahlungswege funktionieren und wie viel Marge am Ende im Preis steckt. Der Schwerpunkt liegt auf den Kosten: was die Wettgebühr von fünf Prozent ausmacht, was eine Gratiswette wert ist, wenn der Einsatz nicht zurückkommt, und wie sich Mindestquote und Umsatzfaktor auf den tatsächlichen Bonuswert auswirken.
Die Grundlagen: Woran man einen österreichischen Anbieter erkennt
Eine österreichische Bewilligung ist keine Lizenz im föderalen Sinn. Sie wird von der jeweiligen Landesregierung erteilt und beruht auf dem Wettgesetz des jeweiligen Bundeslandes. Niederösterreich etwa regelt das im NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Wien im Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich im oö. Wettgesetz. Wer hier eine Annahmestelle betreiben oder eine Online-Wettplattform anbieten will, braucht den Bescheid der zuständigen Landesbehörde.

Ausländische Genehmigungen aus Malta, Gibraltar oder Curaçao ersetzen diese Bewilligung nicht. Sie gelten für den ausstellenden Staat, nicht für Österreich, und keine österreichische Behörde führt eine Liste jener Anbieter, die eine Bewilligung haben. Wer prüfen will, ob ein Anbieter eine heimische Bewilligung besitzt, muss das Impressum der jeweiligen Seite lesen — und selbst dort steht nicht immer das Bundesland.
Die Folge: Zwischen Anbietern mit klarer Land-Bewilligung und solchen, die nur eine ausländische Lizenz nennen, klafft eine Lücke, die jeder Wettkunde selbst schließen muss. Wer im Inland wettet, sollte wissen, an welche Stelle er sich bei Streit wenden kann und ob es überhaupt eine heimische Selbstsperre gibt, die ihn schützt.
Was eine Land-Bewilligung tatsächlich regelt
Eine Bewilligung bindet den Anbieter an die Regeln des jeweiligen Bundeslandes. Dazu gehören die Altersgrenze von 18 Jahren, das Verbot bestimmter Wetten (etwa auf politische Ereignisse), die Vorgaben für Live-Wetten und zum Teil Einsatzlimits. In Oberösterreich und Niederösterreich liegt der Einsatz pro wettenbet bei 500 €, in Wien an terminal ohne counter bei 50 €. Was das im Einzelfall bedeutet, hängt davon ab, in welchem Land der Anbieter seinen Sitz hat oder von wo aus er die Daten liefert.

Der Verwaltungsgerichtshof hat im April 2026 bestätigt, dass für Oberösterreich der Ort der Datenbereitstellung entscheidend ist. Das bedeutet: Ein Anbieter mit Sitz im Ausland kann formal unter das oö. Wettgesetz fallen, wenn er seine Server dort betreibt — und kann ebenso formal daran vorbeiwetten, wenn er sie woanders stehen hat. Was bleibt, ist ein Rechtsrahmen, der den Anbieter verpflichtet, aber den Wettkunden nicht automatisch schützt, wenn er bei einem Anbieter ohne heimische Bewilligung wettet.
Warum es keine zentrale Liste gibt
Weil Sportwetten kein Glücksspiel im Sinne des GSpG sind, fehlt die Bundesbehörde, die sonst Lizenzen vergibt und in einem Register führt. Die Glücksspielreform 2026, die noch als Gesetzentwurf vorliegt, plant zwar ein Sperrregister und ein Limitregister, beide gelten aber für GSpG-Glücksspiel und nicht für Sportwetten. Wer in Österreich bei einem neuen Anbieter wetten will, bleibt auf das Impressum der Seite angewiesen.
Wettgebühr und Steuern: Wer zahlt, wer trägt
Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von fünf Prozent. Die Regelung steht in § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025. Davor lag der Satz seit Oktober 2005 bei zwei Prozent. Die Erhöhung wirkt sich auf jeden Wettschein aus, unabhängig davon, ob der Anbieter im Inland eine Bewilligung hat oder nicht.
Die Gebühr schuldet der Anbieter, nicht der Wettkunde. tipp3 etwa gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten fünf Prozent vom Gewinn abzuziehen. Bei einem Einsatz von 10 € und einer Quote von 2,00 bedeutet das: Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 €, Auszahlung 19 €. Cash-Out-Gewinne sowie bestimmte Sonderwetten sind vom Abzug ausgenommen.
Andere Anbieter schlagen die Gebühr direkt auf die Quote auf, wodurch sich die angebotenen Preise rechnerisch verschlechtern. Wer „ohne Wettsteuer“ wirbt, drückt damit aus, dass er die Gebühr nicht an den Wettkunden weitergibt — sie ist trotzdem fällig. Die Werbung ist kein Hinweis auf eine niedrigere Marge, sondern auf eine andere Art, dieselbe Abgabe zu verteilen.
Die Gebühr wird auch auf Wetten fällig, die aus Österreich bei einem ausländischen Anbieter platziert werden. Ein Anbieter, der die Gebühr ordnungsgemäß abführt, ist deshalb noch nicht im Besitz einer heimischen Bewilligung. Die beiden Punkte — Gebühr und Bewilligung — sind getrennt zu betrachten. Wer einen Anbieter mit „Wettsteuer bezahlt“ bewirbt, hat damit noch keine Aussage über die Rechtmäßigkeit seines Angebots in Österreich getroffen.
Was die Gebühr von 5 % für den Wettkunden bedeutet
Rechnerisch reduziert die Wettgebühr den Wert einer gewonnenen Wette um fünf Prozent des Gewinns. Bei einer Quote von 2,00 und 10 € Einsatz bleibt nach Abzug ein Auszahlungsbetrag von 19 € statt 20 €. Bei höheren Quoten fällt der Abzug absolut größer aus, prozentual bleibt er bei fünf Prozent des Gewinns.
Die Frage, ob sich das auf die Wahl des Anbieters auswirkt, hängt davon ab, wie der Anbieter die Gebühr weiterreicht. Wer sie aus eigener Tasche trägt, kann auf Dauer nur bestehen, wenn seine Marge hoch genug ist, um den Verlust aufzufangen. Wer sie anteilig auf die Quoten umlegt, verteilt sie auf alle Wettkunden. Wer sie nur dem Gewinn abzieht, belastet nur die Gewinner.
Wettsteuer versus Wettgebühr
Im Sprachgebrauch hört man häufig „Wettsteuer“, obwohl das Gesetz von „Wettgebühr“ spricht. Beide Begriffe bezeichnen dieselbe Abgabe nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG. Wer Anbieter vergleicht, sollte wissen, dass die Werbung mit „ohne Wettsteuer“ formal nichts anderes heißt als „wir ziehen die Gebühr nicht von deinem Gewinn ab“ — die Preise können trotzdem schlechter ausfallen als bei einem Anbieter, der die Gebühr offen ausweist.
Verantwortungsvolles Wetten: Limits, Pausen und Sperren
Verantwortungsvolles Wetten ist in Österreich Sache des einzelnen Anbieters. Es gibt kein bundesweites Register für Selbstsperren und kein einheitliches Einzahlungslimit. Wer sich schützen will, muss die Limits bei jedem Anbieter einzeln setzen, an dem er spielt.
tipp3 etwa bietet eine Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten. Das Guthaben bleibt im Konto, eine Aufhebung ist nach dem Start nicht möglich. Daneben gibt es die Selbstsperre für ein, zwei oder drei Jahre. Dabei wird das verbleibende Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen. Beide Wege sind nach Ablauf nicht vorzeitig beendbar. Limit-Erhöhungen bei tipp3 wirken erst nach 72 Stunden, Herabsetzungen sofort — das verhindert, dass ein Wettkunde in einer emotionalen Phase seine eigenen Schutzregeln aushebelt.
win2day geht mit anderen Limits an den Start. Bis zum Alter von 26 Jahren gilt ein wöchentliches Einzahlungslimit von 250 € (Freitag bis Donnerstag). Ab 26 Jahren liegt das Limit bei 1.680 € pro Kalendermonat. Auf Antrag ist eine Erhöhung möglich. Gewinne zählen nicht zum Limit. Das eigene Land Burgenland, Niederösterreich oder Wien, das den Anbieter bewilgt, gibt diese Limits nicht zwingend vor — sie sind die Regel des Anbieters im Rahmen seiner Bewilligung.
Hilfe bei problematischem Spielverhalten bietet in Österreich die Anlaufstelle Playsponsible.at. Sie ist nicht Teil der Bewilligung und nicht Aufsicht eines Bundeslands, sondern eine branchenweite Beratungsstelle.
Warum die Limits nicht übertragbar sind
Weil es kein nationales Limitregister für Sportwetten gibt, gilt ein Limit, das ein Wettkunde bei Anbieter A setzt, nicht automatisch bei Anbieter B. Wer bei zwei Anbietern spielt, muss zwei Limits setzen. Das ist aufwendig, schützt aber den, der es tatsächlich tut.
Die Reformpläne 2026 sehen ein Limitregister für GSpG-Glücksspiel vor — also für Lotterien, Casino und Spielautomaten. Sportwetten sind in diesem Register nicht eingeschlossen. Bis ein vergleichbares Instrument für Sportwetten kommt, bleibt es bei den Limits, die jeder Anbieter selbst anbietet. Das ist lückenhaft, aber im Moment der einzige Rahmen.
Boni und Gratiswetten: Was der Wettkunde wirklich bekommt
Boni sind ein eigenes Feld der Vergleichbarkeit. Was auf der Werbung als „100 % Bonus“ steht, sagt nichts über den tatsächlichen Wert. Drei Bedingungen entscheiden, was ein Bonus kostet: die Umsatzanforderung, die Mindestquote und die Frist. Wer diese drei Werte kennt, kann den Bonus rechnen — und wer sie nicht kennt, sollte nicht einzahlen.
Umsatzbedingungen lesen
Eine Umsatzbedingung gibt an, wie oft der Bonus (oder Bonus plus Einzahlung) durchgespielt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ein Bonus von 100 € mit einer 5-fachen Umsatzanforderung bedeutet 500 € Umsatz. Wer 10 € pro Wetteinsatz spielt, muss 50 Wetten platzieren, um die Bedingung zu erfüllen — vorausgesetzt, jede Wette erfüllt die Mindestquote.
Die Bedingung zählt meist nur Wetten, die mit echtem Geld und nicht mit Bonusgeld platziert werden. Wer mit Bonusgeld gewinnt, kann den Gewinn in der Regel erst auszahlen, wenn die Umsatzbedingung vollständig erfüllt ist. Wer vorher auszahlt, verliert typischerweise den Bonus und die mit ihm erzielten Gewinne.
Mindestquote und Frist
Die Mindestquote bestimmt, welche Wetten zur Erfüllung der Umsatzbedingung zählen. Häufig liegt sie zwischen 1,50 und 2,00. Bei einer Mindestquote von 1,80 sind nur Wetten mit einer Quote von mindestens 1,80 relevant. Niedrigere Quoten zählen nicht, selbst wenn sie gewinnen.
Die Frist gibt an, wie lange der Wettkunde hat, um die Umsatzbedingung zu erfüllen. Häufig sind es 30, 60 oder 90 Tage. Wer in dieser Frist das Umsatzziel nicht erreicht, verliert Bonus und Gewinne. Eine kurze Frist bei hoher Umsatzanforderung ist praktisch unschaffbar — ein Punkt, der die Werbung mit großen Boni oft entwertet.
Gratiswette versus Bonusgeld
Eine Gratiswette ist kein Bonusgeld. Bei einer Gratiswette wird der Einsatz in der Regel nicht zurückgezahlt, wenn die Wette gewinnt. Wer eine Gratiswette über 20 € bei einer Quote von 3,00 setzt und gewinnt, erhält 40 € Auszahlung — nicht 60 €. Der fehlende Einsatz von 20 € mindert den effektiven Wert.
Rechnerisch liegt der Wert einer Gratiswette auf einem Markt mit einer Auszahlungsquote von 95 % bei 20 € × (3,00 − 1) ÷ 3,00 × 0,95 = 12,67 €. Der Werbewert von 20 € ist also nicht der reale Wert. Auf einem Markt mit höherer Auszahlungsquote steigt er leicht, bleibt aber unter dem Nennwert, solange der Einsatz nicht zurückkommt.
Wer eine „Gratiswette“ ohne Mindestquote angeboten bekommt, sollte trotzdem die Bedingungen lesen. Häufig ist die Gratiswette an eine Einzahlung gekoppelt, gilt nur für eine bestimmte Wettart oder verfällt nach wenigen Tagen.
Zahlungsmethoden und Auszahlungsdauer
Welche Zahlungsmethoden ein Anbieter akzeptiert, entscheidet er selbst. Es gibt keine österreichische Vorschrift, die ihm PayPal, Klarna oder paysafecard vorschreibt. Wer einen Anbieter wegen seiner Zahlungswege wählt, sollte prüfen, ob der gewählte Weg für Ein- und Auszahlung verfügbar ist — und wie lange die Auszahlung dauert.
Auszahlungsdauer je nach Methode
Die Auszahlungsdauer hängt von der Methode und der Verifikation des Wettkunden ab. Vor der ersten Auszahlung verlangen die meisten Anbieter eine Identitätsprüfung. Das verzögert die Auszahlung in der Regel um ein bis drei Werktage, unabhängig von der Methode. Danach bestimmen die internen Bearbeitungszeiten und die Methode die Dauer.
Banküberweisungen sind am langsamsten und brauchen üblicherweise zwei bis fünf Werktage, oft auch länger. E-Wallets wie PayPal oder Skrill sind schneller und werden häufig innerhalb von 24 Stunden ausgezahlt, sofern das Konto verifiziert ist. Kryptowährungen variieren je nach Blockchain-Auslastung und liegen zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden.
Die paysafecard ist als Auszahlungsmethode selten. Wer mit paysafecard einzahlt, muss für die Auszahlung häufig auf eine andere Methode wechseln — und diese Methode muss auf seinen Namen lauten.
Verifikation vor der ersten Auszahlung
Jeder seriöse Anbieter verlangt vor der ersten Auszahlung eine Identitätsprüfung. Dazu gehören ein Ausweisdokument und häufig ein Adressnachweis. Bei Anbietern mit österreichischer Bewilligung läuft diese Prüfung im Rahmen der Bedingungen des jeweiligen Bundeslandes. Bei Anbietern ohne heimische Bewilligung folgt sie den Regeln der ausländischen Lizenz.
Wer die Verifikation hinauszögert, verzögert auch die Auszahlung. Wer sie gar nicht abschließt, kann in der Regel weder Gewinne auszahlen noch das Konto schließen. Das ist kein Hinweis auf unseriöses Verhalten, sondern Standard in der Branche — aber es sollte vor der Einzahlung bedacht werden.
Neue Anbieter: Worauf man bei einem neuen Namen achten sollte
Neue Anbieter kommen in der Regel mit aggressiven Startaktionen. Was fehlt, sind die Erfahrungswerte der ersten Jahre: Wie schnell zahlt der Anbieter aus? Wie verständlich sind die Bonusbedingungen? Wie reagiert der Kundendienst, wenn ein Wettkunde eine Auszahlung anfordert? Wer einen neuen Anbieter wählt, geht diese Punkte selbst durch.
Drei Prüfungen sind bei einem neuen Anbieter sinnvoll:
- Bewilligungslage: Steht im Impressum eine heimische Bewilligung mit Aktenzahl? Wenn nicht, welche ausländische Lizenz wird genannt?
- Auszahlungsberichte: Gibt es Erfahrungen anderer Wettkunden, die innerhalb der ersten Monate ausgezahlt haben?
- Bonusstruktur: Wie hoch ist die Umsatzanforderung, wie lang die Frist, wie hoch die Mindestquote?
Wer keinen dieser Punkte klären kann, sollte nicht einzahlen. Ein Bonus von 200 % auf die erste Einzahlung hat für denjenigen keinen Wert, der die Bedingungen nicht erfüllen kann oder den Anbieter nicht versteht.
Warum eine ausländische Lizenz nicht reicht
Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist keine österreichische Bewilligung. Sie erlaubt dem Anbieter, in dem ausstellenden Land tätig zu sein, und sie verpflichtet ihn zu den Regeln dieses Landes. Für einen österreichischen Wettkunden bedeutet das: Es gibt keine österreichische Stelle, die eine Beschwerde entgegennimmt, wenn die Auszahlung nicht kommt oder die Bedingungen nicht eingehalten werden.
Dass die Lizenz aus Malta oder Curaçao kommt, heißt nicht, dass der Anbieter illegal arbeitet. Die Rechtslage für ausländisch konzessionierte Anbieter ist nicht eindeutig geklärt und hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Wer einen Anbieter ohne heimische Bewilligung wählt, sollte wissen, dass er im Streitfall keinen einfachen Weg zu einer österreichischen Schlichtungsstelle hat.
Marge und Quoten: Wie der Vergleich wirklich funktioniert
Die Marge ist der Anteil, den ein Anbieter von jeder platzierten Wette einbehält. Sie ist die Differenz zwischen dem, was die Wettkunden insgesamt setzen, und dem, was sie bei korrekter Quotenverteilung zurückbekommen würden. Wer die Marge versteht, versteht, warum ein Anbieter auf Dauer günstiger ist als ein anderer — und warum „beste Quote“ allein nicht ausreicht.
Rechenbeispiel: Marge auf einem Zwei-Wege-Markt
Bei einer Zwei-Wege-Wette (beide Seiten mit Quote 1,90) ergibt sich die Auszahlungsquote als:
Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500
Die Marge ist dann 1 − 0,9500 = 0,0500, also fünf Prozent.
Das heißt: Von jedem Euro, der auf diesem Markt gesetzt wird, zahlt der Anbieter 95 Cent zurück. Fünf Cent bleiben beim Anbieter. Bei Quoten von 1,85 / 1,95 liegt die Marge etwas höher, bei Quoten von 1,95 / 1,95 etwas niedriger. Die Spanne zwischen den Quoten eines Anbieters zeigt, wie er das Risiko verteilt — sie zeigt aber nicht direkt, wie hoch die Marge ist.
Warum ein Prozentpunkt Marge viel ausmacht
Eine Marge von fünf Prozent gegenüber sechs Prozent bedeutet auf lange Sicht einen Unterschied von einem Prozentpunkt pro platziertem Euro. Wer 1.000 € im Jahr setzt, „verliert“ bei sechs Prozent Marge 60 € an den Anbieter, bei fünf Prozent nur 50 €. Das klingt wenig, summiert sich aber: 10 € pro 1.000 € Einsatz, jedes Jahr.
Die Marge variiert je nach Markt. Große Märkte wie die Bundesliga oder die Champions League haben niedrigere Margen, weil viele Anbieter um die Wettkunden konkurrieren. Nischenmärkte wie untere Ligen oder spezielle Handicap-Linien haben höhere Margen, weil weniger Anbieter sie anbieten. Wer gezielt auf Nischenmärkte wettet, zahlt tendenziell mehr Marge.
Quoten vergleichen heißt, den Endpreis zu vergleichen
Ein Anbieter, der auf einer Quote 1,95 statt 1,90 anbietet, gibt 2,6 Prozent mehr Auszahlung auf diesen Ausgang. Bei einem Einsatz von 50 € sind das 1,30 € mehr Auszahlung im Erfolgsfall. Auf einem Kombi-Schein mit zehn Beinen kann dieser Unterschied den gesamten Gewinn um ein paar Prozent verschieben.
Wer Quoten vergleicht, sollte das nicht nur am Anfang tun. Anbieter passen ihre Quoten an das gesetzte Volumen an. Die Quote, die heute Morgen noch bei 1,95 stand, kann vor dem Spiel bei 1,80 stehen, wenn zu viel Geld auf eine Seite geflossen ist. Ein Vergleich der Quoten zum Zeitpunkt der Wettabgabe ist aussagekräftiger als ein Vergleich am Morgen.
Die zehn Anbieter im Vergleich
Die folgende Tabelle ordnet zehn Anbieter nach ihrer Bewilligungslage in Österreich. Die Spalten zeigen, welche Bewilligung im Impressum genannt wird, wer hinter dem Anbieter steht und wie der Status einzuordnen ist. Die Reihenfolge folgt dem Bewilligungsstatus: Anbieter mit heimischer Land-Bewilligung stehen zuerst, Anbieter ohne eine solche Bewilligung folgen mit dem ausdrücklichen Hinweis auf den fehlenden heimischen Status.
Einordnung der Anbieter
| Anbieter | Bewilligung in Österreich | Betreiber oder Lizenz laut Quelle |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung der NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz, Bescheid vom 10.12.2020) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. |
| win2day | Bewilligung der NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz, Bescheid vom 10.12.2020) — nur Sportwetten | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Vierklee | Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Merkur Bets | Bewilligung laut Anbieter | Bundesland, Bescheid und Betreiber nicht veröffentlicht |
| Starsportwetten | Bewilligung laut Anbieter (Bescheid vom 08.03.2022) | Star Sportwetten GmbH |
| Admiral | Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem oö. Wettgesetz | ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Betway | keine österreichische Bewilligung; Lizenz laut Anbieter MGA (Malta) | Super Group (Hauptsitz Malta) |
| 22Bet | keine österreichische Bewilligung; Lizenz laut Anbieter Curaçao | keine heimische Bewilligung im Impressum |
| bwin | keine österreichische Bewilligung; Lizenz laut Anbieter MGA/CRP/688/2019 | bwin Holdings (Malta) |
| Playbaze | keine österreichische Bewilligung; Lizenz nicht festgestellt | Recht von Anjouan |
Die Tabelle zeigt, was die Impressen der Anbieter veröffentlichen. Sie sagt nichts über die Bonushöhe, die Auszahlungsdauer oder das Quotenniveau. Diese Punkte sind in den folgenden Abschnitten für jeden Anbieter einzeln dargestellt — soweit die Quellen sie belegen.
tipp3: Bewilligung, Limits und Steuern
tipp3 ist der Anbieter mit der am breitesten dokumentierten Bewilligung. Die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. betreibt das Portal, die App und rund 3.600 Annahmestellen, die ältere Angabe nennt rund 3.300 Trafiken und Annahmestellen. Die Bewilligung wurde am 10. Dezember 2020 von der NÖ Landesregierung erteilt (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020) und beruht auf dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020).
Beim Spielerschutz geht tipp3 einen eigenen Weg. Das wöchentliche Einzahllimit kann auf bis zu 1.950 € gesetzt werden. Das Einsatzlimit liegt täglich bei maximal 10.000 €, das wöchentliche Verlustlimit bei maximal 5.000 €. Limit-Erhöhungen wirken erst nach 72 Stunden, Herabsetzungen sofort. Bei der Wettgebühr trägt tipp3 den Abzug bei verlorenen Wetten selbst und zieht fünf Prozent vom Gewinn bei gewonnenen Wetten ab.
tipp3 bietet eine Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten (Guthaben bleibt im Konto) und eine Selbstsperre von einem, zwei oder drei Jahren (Guthaben wird überwiesen). Beide Wege sind nach Beginn nicht mehr aufhebbar. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich, die Altersgrenze wird systemtechnisch erzwungen.
Beim Wetten setzt tipp3 eine Mindestquote von 1,06 für Einzelwetten. Niedrigere Quoten sind nur in Kombi- oder Systemwetten erlaubt. Kombiwetten verbinden 3 bis 10 Tipps. Das Wettangebot umfasst Wetten auf die gängigen Sportarten, inklusive Live-Wetten im Rahmen der jeweiligen Landesregelungen.
Verdienst von tipp3: Der Anbieter ist die Referenz für eine heimische Bewilligung mit dokumentierter Aktenzahl. Wer einen Anbieter mit eindeutiger Land-Bewilligung sucht, findet sie hier. Wer ein niedriges Quotenniveau sucht, wird es nicht finden: tipp3 ist nicht der Anbieter mit den schärfsten Preisen, sondern der mit dem klarsten rechtlichen Rahmen.
win2day: Sportwetten unter dem NÖ Wettgesetz
win2day ist in Österreich vor allem für seine Lotterieprodukte bekannt. Die Sportwetten des Portals beruhen auf einer eigenen Bewilligung der NÖ Landesregierung — ebenfalls unter dem NÖ Wettgesetz mit Bescheid vom 10. Dezember 2020. Die Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH betreibt das Angebot. Lotterie und Casino laufen unter der bundesweiten GSpG-Konzession, die Sportwetten unter dem Land — die beiden Bereiche sind zu trennen.
Beim Spielerschutz setzt win2day eigene Limits: bis zum Alter von 26 Jahren liegt das wöchentliche Einzahlungslimit bei 250 € (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren bei 1.680 € pro Kalendermonat. Auf Antrag kann das Limit erhöht werden. Gewinne zählen nicht zum Limit.
Das Angebot an Sportwetten ist bei win2day in das Gesamtpaket eingebettet. Wer Lotto und Sportwetten aus einer Hand haben will, findet hier beides. Wer nur Sportwetten sucht, hat mit tipp3 einen direkteren Ansprechpartner. Die Auszahlungswege entsprechen den Standards der Österreichischen Lotterien.
Verdienst von win2day: Wer in Österreich Lotto spielt und zusätzlich Sportwetten sucht, hat hier ein kombiniertes Angebot aus einer Hand mit klarer Land-Bewilligung für die Sportwetten. Wer nur Sportwetten will, braucht den Lotto-Teil nicht.
Vierklee: Tiroler Bewilligung und Startbonus
Vierklee führt im Impressum die Bewilligung der Tiroler Landesregierung mit der Zahl IIa.10.065/144-0. Anwendbar ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Betreiber ist die Vierklee Wettbüro GmbH. Das Angebot umfasst Online-Wetten und Wetterminals.
Die Startseite kündigt einen Bonus von bis zu 100 € für Neukunden an, ohne die Bedingungen im Detail zu nennen. Wer den Bonus prüfen will, muss die Bonusbedingungen vor der Einzahlung lesen — eine Pflicht, die für jeden Anbieter gilt.
Verdienst von Vierklee: Klare Land-Bewilligung aus Tirol mit nachvollziehbarer Aktenzahl. Wer im Westen Österreichs wettet oder einen regionalen Anbieter mit Land-Bewilligung sucht, hat hier eine Alternative zu den großen Namen. Die Bonusstruktur ist weniger transparent als bei den großen Ketten — Eigenrecherche vor der Einzahlung ist Pflicht.
Merkur Bets: Von Cashpoint zum Markenwechsel
Im Juni 2025 hat die Merkur Group ihre österreichische Sportwetten-Sparte von Cashpoint auf Merkur Bets umgestellt. Cashpoint wurde 1996 in Gerasdorf bei Wien gegründet und gehört zur Merkur Group. Die Bewilligungslage wird vom Anbieter genannt, ohne dass das Bundesland und der Bescheid im Detail veröffentlicht werden.
Die Umbenennung bedeutet für bestehende Kunden in der Regel eine Migration des Kontos. Wer vor dem Wechsel Kunde war, sollte prüfen, ob das Guthaben, die offenen Wetten und die Limits übernommen wurden. Die Spielbedingungen sind in den neuen AGB zu finden.
Verdienst von Merkur Bets: Wer bereits bei Cashpoint war, findet hier die gewohnten Strukturen unter neuem Namen. Für Neukunden ist die fehlende Veröffentlichung von Bundesland und Bescheid ein Punkt, der das Vertrauen in die Bewilligungslage schwächt — die Bewilligung selbst wird genannt, aber die Nachvollziehbarkeit ist geringer als bei tipp3 oder Vierklee.
Starsportwetten: Bewilligung ohne Bundeslandangabe
Der Google-Play-Eintrag der Starsportwetten-App nennt einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die Bewilligung erteilt wurde. Die Bewilligung führt kein Bundesland und keine Bescheidnummer an. Wer den Status prüfen will, kann sich an die App-Beschreibung halten, hat aber keine direkte Quelle beim Land.
Die fehlende Bundeslandangabe ist im Vergleich zu tipp3 (NÖ) oder Vierklee (Tirol) ein Unterschied. Eine Bewilligung ist nicht gleich eine überprüfbare Bewilligung. Wer einen Anbieter mit dokumentierter Aktenzahl sucht, ist bei tipp3 oder Vierklee besser aufgehoben. Wer mit der Bewilligung des Anbieters zufrieden ist, kann bei Starsportwetten spielen.
Verdienst von Starsportwetten: Der Anbieter hat eine Bewilligung, nennt aber weder das Bundesland noch eine Aktenzahl. Das ist eine Lücke in der Nachvollziehbarkeit, die der Wettkunde selbst schließen muss, bevor er einzahlt.
Admiral: Bewilligung der OÖ Landesregierung
Admiral ist eine der traditionsreichsten Wettmarken Österreichs. Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen gehört zur Novomatic-Gruppe und wurde von Walter Grubmüller gegründet. Von 2001 bis 2006 war das Unternehmen an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung beruht auf dem oö. Wettgesetz und wurde von der OÖ Landesregierung erteilt.
Das Angebot an Annahmestellen ist in Österreich weit verbreitet. Wer in einer kleineren Stadt unterwegs ist, findet häufig eine Admiral-Annahmestelle, bevor er eine andere Marke findet. Online ist Admiral ebenfalls vertreten, mit einem Webauftritt, der zum stationären Angebot passt.
Verdienst von Admiral: Bewilligung mit klarem Landesbezug, eine der bekanntesten Marken in Österreich, dichte Präsenz an Annahmestellen. Wer den Anbieter aus der Trafik kennt, findet online dieselbe Marke — was die Hemmschwelle für den Einstieg senkt.
Betway: Malta-Lizenz ohne österreichische Bewilligung
Betway ist eine 2006 gegründete britische Glücksspielmarke der Super Group, die seit Jänner 2022 an der NYSE unter SGHC notiert ist. Der Hauptsitz liegt in Gżira, Malta. Die Marke ist international breit aufgestellt, in Österreich nennt sie keine heimische Bewilligung.
Eine Malta-Lizenz ist keine österreichische Bewilligung. Sie verpflichtet den Anbieter zu den Regeln der Malta Gaming Authority, nicht zu jenen der österreichischen Landesregierungen. Wer mit Betway wettet, hat keine österreichische Stelle, an die er sich bei einer Beschwerde wenden kann.
Die Marke selbst ist etabliert, das Wettangebot breit. Wer einen Anbieter mit internationalem Profil und langer Marktpräsenz sucht, findet ihn hier. Wer auf eine heimische Bewilligung Wert legt, ist bei den ersten sechs Anbietern dieser Liste besser aufgehoben.
Verdienst von Betway: Internationale Marke mit langer Marktpräsenz und breitem Wettangebot. Die fehlende heimische Bewilligung verschiebt das Risiko auf den Wettkunden, der im Streitfall keinen österreichischen Ansprechpartner hat.
22Bet: Curaçao-Lizenz und breites Wettangebot
22Bet bietet nach eigenen Angaben täglich über 1.000 Veranstaltungen zur Wette an, mit durchschnittlich mehr als 30 Markttypen pro Veranstaltung. Angenommen werden Einzelwetten, Akkumulatoren, Systeme und Ketten. Die Lizenz stammt aus Curaçao, eine heimische Bewilligung wird nicht genannt.
Die Breite des Angebots ist das Hauptargument für 22Bet. Wer auf Nischenmärkte oder untere Ligen wettet, findet hier oft Wetten, die andere Anbieter nicht im Programm haben. Wer auf die großen Ligen wettet, hat den Vorteil der breiten Marktabdeckung nicht.
Die Lizenz aus Curaçao gehört zu den schwächer regulierten Lizenzen am Markt. Anbieter mit Curaçao-Lizenz haben in der Regel mehr Freiheiten bei Bonusstrukturen und Limits, unterliegen aber auch weniger strenger Aufsicht.
Verdienst von 22Bet: Wer ein außergewöhnlich breites Wettangebot sucht und mit einer Curaçao-Lizenz leben kann, findet hier einen Anbieter. Wer auf heimische Bewilligung Wert legt, ist hier falsch.
bwin: MGA-Lizenz ohne österreichische Bewilligung
bwin ist eine der bekanntesten internationalen Wettmarken. Die Lizenz stammt laut AGB von der Malta Gaming Authority (MGA/CRP/688/2019, ausgestellt am 1. Oktober 2020) und lautet auf die bwin Holdings (Malta). Eine österreichische Land-Bewilligung wird nicht genannt.
Das Wettangebot ist breit, die Marke international bekannt. Wer aus Deutschland oder einem anderen EU-Land zu bwin kommt, findet eine vertraute Umgebung. Wer aus Österreich kommt, sollte wissen, dass die MGA-Lizenz keine österreichische Bewilligung ist.
Verdienst von bwin: International etablierte Marke mit MGA-Lizenz. Wer mit der Lizenzsituation leben kann, findet einen Anbieter mit langer Marktpräsenz. Wer eine heimische Bewilligung sucht, ist bei den ersten sechs Anbietern besser aufgehoben.
Playbaze: Lizenz nicht festgestellt
Playbaze zeigt auf der deutschen Seite Casino, Live-Spiele, Sport, Live-Sport und E-Sport. Die AGB (Stand 2. Juni 2026) unterliegen dem Recht von Anjouan (Union der Komoren) und verweisen auf die verbotenen Gerichtsbarkeiten der Anjouan Offshore Financial Authority. Eine österreichische Bewilligung wird nicht genannt.
Die Lizenz aus Anjouan gehört zu den am schwächsten regulierten Lizenzen am Markt. Eine heimische Bewilligung fehlt vollständig. Wer hier spielt, hat keine österreichische Stelle, die im Streitfall vermittelt, und keine heimische Selbstsperre, die ihn schützt.
Verdienst von Playbaze: Das Sportangebot ist vorhanden, die Lizenzsituation ist im internationalen Vergleich schwach. Wer einen Anbieter mit heimischer Bewilligung sucht, ist hier falsch aufgehoben.
Wie man einen Anbieter tatsächlich prüft
Wer einen Anbieter wählt, sollte drei Punkte prüfen, bevor er einzahlt. Diese Prüfung kostet zehn Minuten und verhindert die meisten Probleme.
Bewilligung im Impressum prüfen
Das Impressum jedes Anbieters nennt die zuständige Stelle und bei heimischen Anbietern die Bewilligung mit Aktenzahl. Wer im Impressum keine Bewilligung findet, sollte nicht einzahlen. Wer eine Bewilligung findet, sollte prüfen, ob das Bundesland und die Aktenzahl zur Bewilligung passen — tipp3 nennt Niederösterreich, Vierklee nennt Tirol, Admiral nennt Oberösterreich.
Bonusbedingungen lesen
Wer einen Bonus annimmt, sollte die Umsatzbedingung, die Mindestquote und die Frist kennen. Wer eine 100 € Einzahlung mit 100 % Bonus und 5-facher Umsatzbedingung macht, muss 1.000 € umsetzen — mit echten Wetten, die die Mindestquote erfüllen. Bei einer Mindestquote von 1,80 sind nur Wetten ab 1,80 relevant.
Auszahlungswege prüfen
Wer mit PayPal einzahlt, sollte prüfen, ob PayPal auch für Auszahlungen verfügbar ist. Wer mit paysafecard einzahlt, muss für die Auszahlung oft auf eine andere Methode wechseln. Die Auszahlungsdauer variiert: Banküberweisung dauert, E-Wallet ist schneller, Krypto liegt dazwischen.
Auszahlungsdauer im Detail
Die Auszahlungsdauer hängt von der Methode, der Verifikation und der Bearbeitungszeit des Anbieters ab. Die folgende Übersicht zeigt die groben Spannen, die in der Branche üblich sind:
| Methode | Typische Dauer | Anmerkung |
|---|---|---|
| Banküberweisung | 2–5 Werktage | Längste Dauer, abhängig von der Bank |
| PayPal | bis 24 Stunden | Verifikation erforderlich |
| Skrill / Neteller | bis 24 Stunden | Verifikation erforderlich |
| Kreditkarte | 2–5 Werktage | Abhängig vom Kartenherausgeber |
| Kryptowährungen | Minuten bis Stunden | Blockchain-abhängig |
Die Verifikation kostet beim ersten Mal zusätzlich ein bis drei Werktage. Wer die Verifikation schon vor der ersten Auszahlung abschließt, verkürzt die erste Wartezeit erheblich.
Hilfen für Spieler in Österreich
Wer in Österreich Probleme mit dem eigenen Spielverhalten hat, findet Hilfe bei der Anlaufstelle Playsponsible.at. Sie bietet Beratung, Tests zur Selbsteinschätzung und Informationen zu Sperren und Limits. Wer sich bei einem Anbieter sperren lässt, sollte parallel die Limits bei anderen Anbietern setzen — die Sperre gilt nur dort, wo sie gesetzt wird.
Wer sich selbst sperren will, hat bei tipp3 die Möglichkeit einer Spielpause (1, 3 oder 6 Monate) oder einer Selbstsperre (1, 2 oder 3 Jahre). Bei win2day ist die Sperre über die Spielbedingungen geregelt. Bei Anbietern ohne heimische Bewilligung fehlt eine österreichische Anlaufstelle, die eine Sperre durchsetzt — der Wettkunde ist auf die Werkzeuge des jeweiligen Anbieters angewiesen.
Häufige Fragen zu Sportwetten-Anbietern in Österreich
Welche Sportwetten-Anbieter gibt es in Österreich, und woran lässt sich eine Landesbewilligung erkennen?
In Österreich gibt es kein nationales Verzeichnis der Anbieter. Die Bewilligung wird vom jeweiligen Bundesland erteilt und steht im Impressum des Anbieters. tipp3 nennt eine Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10. Dezember 2020, win2day nennt dieselbe Bewilligung, Vierklee nennt eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Admiral eine nach dem oö. Wettgesetz. Wer die Bewilligung im Impressum nicht findet, hat keinen heimischen Anbieter vor sich.
Ersetzt eine Lizenz aus Malta oder Gibraltar eine österreichische Bewilligung?
Nein. Eine ausländische Lizenz gilt für das ausstellende Land, nicht für Österreich. Betway, bwin und Sportingbet nennen eine Lizenz der Malta Gaming Authority, 22Bet nennt eine Lizenz aus Curaçao. Keine dieser Lizenzen ist eine österreichische Bewilligung, und keine österreichische Behörde führt eine Liste der nach österreichischem Recht zugelassenen Anbieter. Die Rechtslage für ausländische Anbieter hängt vom jeweiligen Bundesland ab.
Was bedeutet „ohne Wettsteuer“ bei einem Anbieter, und wer schuldet die Wettgebühr von 5 %?
Die Wettgebühr von fünf Prozent schuldet der Anbieter, nicht der Wettkunde. „Ohne Wettsteuer“ heißt, dass der Anbieter die Gebühr nicht an den Wettkunden weitergibt — sie ist trotzdem fällig. tipp3 trägt die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst und zieht sie bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab. Andere Anbieter schlagen sie auf die Quoten auf. Die Werbung mit „ohne Wettsteuer“ ist kein Hinweis auf eine niedrigere Marge, sondern auf eine andere Art der Weitergabe.
Worauf ist bei Umsatzbedingungen und Mindestquote eines Bonus zu achten?
Drei Werte entscheiden den Wert eines Bonus: die Umsatzbedingung (wie oft der Bonus durchgespielt werden muss), die Mindestquote (welche Wetten zählen) und die Frist (wie lange der Wettkunde Zeit hat). Ein 100 € Bonus mit 5-facher Umsatzbedingung und 30 Tagen Frist erfordert 500 € Umsatz mit Wetten ab einer Mindestquote, die der Anbieter festlegt. Wer die Bedingungen nicht in dieser Frist erfüllt, verliert den Bonus und die damit erzielten Gewinne.
Wie unterscheidet sich die Auszahlungsdauer je nach Zahlungsmethode?
Banküberweisungen dauern üblicherweise zwei bis fünf Werktage, E-Wallets wie PayPal oder Skrill oft innerhalb von 24 Stunden, Kryptowährungen zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden je nach Blockchain-Auslastung. Vor der ersten Auszahlung verlangt jeder seriöse Anbieter eine Identitätsprüfung, die zusätzlich ein bis drei Werktage kostet. Wer die Verifikation schon vor der ersten Auszahlung abschließt, verkürzt die Wartezeit bei der ersten Auszahlung.
Vergleich – Eishockey online
Inhalt erstellt vom Team «Eishockey online»
