Squash online wetten in Österreich 2026
Stand der Daten: 30. Oktober 2026 – geprüft gegen das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), die tipp3-Wettordnung und die Wettgebühr-Vorschrift § 33 TP 17 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025.

Squash ist eine Rückschlagsportart mit hoher Punktzahl, kurzen Ballwechseln und oft mehreren Spielen pro Abend. Für Wettanbieter ist das eine kleine, aber eigenwillige Disziplin: Das Wettprogramm ist schmal, Live-Märkte tauchen nur bei großen Turnieren auf, und die Quote wird meist von wenigen Häusern gesetzt – das wirkt sich unmittelbar auf das aus, was ein Tipp am Ende kostet, und zwar schon im Quotenbild. Wer in Österreich auf Squash wetten will, muss zudem zwei Ebenen unterscheiden: das Sportwettenrecht der Bundesländer, das den Markt in neun kleine Rechtsräume teilt, und das, was jeder Buchmacher an Preis, Marge und Konditionen verlangt. Beides gehört zusammen, weil die Quote, die der Buchmacher anzeigt, bereits die Marge enthält, die der Wettkunde trägt.
Diese Seite arbeitet genau diese beiden Ebenen ab. Sie erklärt, wie eine Squash-Wette vom Wettschein bis zur Auszahlung läuft, was die fünf Prozent Wettgebühr seit April 2025 konkret aus einem Gewinn machen, warum die Marge in jedem Preis steckt und welche zehn Buchmacher in Österreich Squash-Quoten anbieten – mit ihren Bewilligungen, ihren Limits und ihren Konditionen. Der Fokus liegt dabei auf dem, was es den Leser kostet: an Geld, an Auswahl und an Wege zur Selbstkontrolle.
Grundlagen: Wie eine Wette auf Squash entsteht
Eine Squash-Wette folgt demselben Ablauf wie jede andere Sportwette. Der Wettkunde wählt ein Match aus dem Wettprogramm, entscheidet sich für einen Markt – den Sieger eines Spiels, die Satzführung, die Anzahl der Ballwechsel, gelegentlich Handicap-Linien – und gibt einen Wetteinsatz in Euro ab. Der Buchmacher hält die Quote fest, der Wettschein wird angenommen, das Match beginnt. Gewinnt die getippte Seite, wird der Bruttogewinn nach Matchende oder, bei Live-Wetten, nach Abschluss des jeweiligen Ballwechsels ausgezahlt. Verliert die Wette, ist der Einsatz weg.
Bei tipp3 läuft der Vorgang über das Kundenkonto und lässt sich online, in der Trafik-App oder in einer der rund 3.300 Annahmestellen abschließen. Die tipp3-Beispielrechnung zur Wettgebühr zeigt den sauberen Fall: 10 € Einsatz, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, abgezogen werden 1 € Wettgebühr, ausgezahlt werden 19 €. Gewinne aus Cash-Outs sowie aus „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind von dem Abzug ausgenommen, weil diese Sonderformen anders besteuert werden.
Welche Squash-Märkte Buchmacher anbieten
Das Squash-Wettprogramm ist im Vergleich zu Fußball, Tennis oder Eishockey schmal. Wer auf Squash wetten will, findet bei den meisten Anbietern nur die großen PSA- und WSF-Turniere, seltener Club-Events. Die typischen Märkte sind:
- Match-Winner, also die Sieger-Wette auf das gesamte Spiel.
- Satzwetten, bei denen auf 3:0, 3:1 oder 3:2 getippt wird.
- Handicap-Linien, die einem Spieler einen Satzvorsprung geben oder abziehen.
- Over/Under auf die Anzahl der Sätze oder die Spieldauer.
- Live-Wetten auf den nächsten Satzgewinn oder den nächsten Punkt, soweit das Buchmacherprogramm Live-Quoten anbietet.
Welcher dieser Märkte tatsächlich zur Verfügung steht, hängt vom Anbieter ab. An Wochenenden mit PSA-Major-Turnieren ist das Angebot am breitesten; unter der Woche schrumpft es auf einzelne Spiele oder fällt ganz aus. Wer auf Squash wetten will, sollte vor dem Tipp einen Blick ins aktuelle Wettprogramm werfen, denn nicht jeder Anbieter zeigt Squash durchgehend.
Was Quoten über die Wette verraten
Die Quote ist mehr als ein Multiplikator. Sie enthält zwei Informationen: den erwarteten Ausgang und die Marge des Buchmachers. Eine Quote von 2,00 auf einen ausgeglichenen Markt bedeutet, dass der Buchmacher beiden Seiten dieselbe Siegwahrscheinlichkeit zuordnet gibt – und sich über die Differenz zur „fairen“ Quote 2,00 bezahlt macht. Bei einem ausgeglichenen Match mit zwei gleich starken Spielern läge die faire Quote bei 2,00 auf beiden Seiten, wenn der Buchmacher keine Marge nähme. Eine reale Quote 1,90 / 1,90 enthält 2,63 Prozent Marge: Von jedem Euro Einsatz werden 97,37 Cent als Quote ausgeschüttet, 2,63 Cent behält der Buchmacher. Bei einer Quote 1,85 / 1,85 sind es 8,11 Prozent. Diese Spanne ist es, die in jedem Preis steckt, den der Wettkunde sieht.
Für Squash bedeutet das: Anbieter, die das Wettprogramm schmal halten, haben oft höhere Margen, weil sie das Risiko weniger Matches mit weniger Liquidität ausgleichen müssen. Anbieter mit breitem Programm und vielen Live-Märkten arbeiten tendenziell mit engeren Margen. Wer auf Squash wetten will, vergleicht also nicht nur die Quote, sondern auch, wie viel davon tatsächlich an die Wettkunden zurückfließt.
Rechtslage in Österreich: Neun Länder, keine nationale Lizenz
Österreich hat im Sportwettenrecht eine Besonderheit, die für den Leser sofort spürbar wird. Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes (GSpG). Der Verwaltungsgerichtshof hat das im Erkenntnis vom 2.7.2015 (Ro 2015/16/0019) ausdrücklich festgestellt. Damit gibt es keine Bundeslizenz, keinen Bundesregulator, keine nationale Liste der bewilligten Buchmacher, kein nationales Sperrregister und kein bundesweit einheitliches Einzahlungslimit für Sportwetten. Wer als Sportwettanbieter in Österreich tätig sein will, braucht eine Bewilligung des Landes, in dem er die Wettleistung erbringt.

Jedes der neun Bundesländer hat dafür ein eigenes Wettgesetz und eine eigene Bewilligungsbehörde. Drei davon prägen den Alltag:
- Niederösterreich: NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020), Bewilligungsbehörde ist die NÖ Landesregierung. tipp3 und win2day nennen beide einen Bescheid der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 mit der Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020.
- Oberösterreich: Oö. Wettgesetz, Bewilligungsbehörde die OÖ Landesregierung. Die ADMIRAL Sportwetten GmbH beruft sich auf eine solche Bewilligung.
- Tirol: Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz, Bewilligungsbehörde das Amt der Tiroler Landesregierung. Vierklee gibt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 an.
Wien hat mit dem Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016) ebenfalls eine eigene Rechtsgrundlage, Bewilligungsbehörde ist der Magistrat der Stadt Wien. Die übrigen Länder haben ihre eigenen Wettgesetze, die in Struktur und Inhalt den genannten ähneln.
Die Folge ist ein zersplitterter Markt. Ein Anbieter mit einer Bewilligung in Niederösterreich darf in Oberösterreich nicht ohne weiteres Sportwetten anbieten, wenn dort die örtliche Leistungserbringung verlangt wird. Der VwGH hat im Erkenntnis vom 9.4.2026 (Ra 2025/02/0037) zum Oö. Wettgesetz klargestellt, dass die Bewilligung an den Ort geknüpft ist, von dem aus der Anbieter die Wett-Daten liefert. Anbieter, die ihre Server in Malta, Gibraltar oder Curaçao stehen haben, fallen damit regelmäßig aus dem Anwendungsbereich der Landgesetze – mit allen Folgen, die im Abschnitt über ausländische Anbieter beschrieben werden.
Was darf gewettet werden
Die Wettgesetze der Länder beschränken den Wettgegenstand auf sportliche Ereignisse. Wetten auf politische Ereignisse, auf TV-Shows oder auf virtuelle Rennen fallen nicht unter die Sportwettbewilligung – Wetten auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel und können von einem Land nicht bewilligt werden. E-Sports ist in der österreichischen Rechtslage nicht ausdrücklich geregelt; hier ist der Stand ungeklärt, und ein Wettanbieter, der E-Sports-Wetten anbietet, sollte das im Zweifel selbst erklären.
Live-Wetten sind in jedem Land unterschiedlich geregelt. Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis (Fassung 2020). Oberösterreich beschränkt Live-Wetten auf einen numerischen Zwischenstand, das Endergebnis oder den nächsten Torschützen (Fassung 2021). Für Niederösterreich ist die geltende Regelung nicht abschließend dokumentiert; wer auf Squash live wetten will, sollte daher prüfen, was das jeweilige Land erlaubt und was der Anbieter tatsächlich anbietet.
Einsatzlimits und Steuern
Die Einsatzlimits sind ebenfalls Landessache. Oberösterreich und Niederösterreich setzen 500 € pro Wette als Obergrenze. Wien begrenzt Terminals ohne Counter auf 50 € pro Wette. Für Online-Wetten außerhalb dieser Länder ist die Lage uneinheitlich.
Die Wettgebühr ist hingegen eine bundesweit einheitliche Steuer. Sie beträgt seit dem 1. April 2025 fünf Prozent des Wetteinsatzes, geregelt in § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025. Davor lag sie seit 1. Oktober 2005 bei zwei Prozent. Die Steuer schuldet, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt – also der Buchmacher, nicht der Spieler. Wie der Buchmacher die Gebühr an den Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung: tipp3 trägt sie bei verlorenen Wetten selbst und zieht fünf Prozent vom Gewinn ab, wenn die Wette gewinnt; andere Anbieter senken die Quote, behalten den Einsatz teilweise ein oder verrechnen die Gebühr direkt auf der Quittung.
Die Wettgebühr wird auch auf Wetten fällig, die von Österreich aus bei im Ausland sitzenden Anbietern platziert werden. Die Bezahlung der Gebühr ist allerdings kein Nachweis einer österreichischen Bewilligung – sie beweist nur, dass der Anbieter seine Steuerpflicht gegenüber dem Finanzamt Österreich erfüllt.
Spielerschutz: Was Anbieter in Österreich leisten müssen
Spielerschutz ist im Sportwettenrecht der Länder verankert. Er gilt nicht bundesweit, sondern je Anbieter und je Land. Drei Elemente kehren bei jedem Anbieter wieder: die Altersgrenze, betreibereigene Sperren und Limits sowie die zentrale Anlaufstelle für Hilfesuchende.

Altersgrenze und Identitätsprüfung
Die Teilnahme an Sportwetten ist in Österreich ab 18 Jahren möglich. Wien und Oberösterreich schreiben das in ihren Wettgesetzen fest; andere Anbieter, darunter tipp3, setzen die Grenze systemtechnisch durch. Eine Identitätsprüfung findet spätestens bei der ersten Auszahlung statt, oft schon bei der Kontoeröffnung. Wer sich nicht ausweisen kann oder will, bekommt kein vollständiges Konto und keine Auszahlung.
Sperren und Pausen
Selbstsperren und Spielpausen sind in den Landgesetzen vorgesehen, aber je Anbieter und je Land unterschiedlich ausgestaltet. tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten an; das Guthaben bleibt während der Pause auf dem Konto. Die Selbstsperre dauert 1, 2 oder 3 Jahre und ist nach dem Start nicht mehr aufhebbar; das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen. In Wien ist eine Aufhebung der Selbstsperre nicht vor Ablauf von zwei Jahren möglich.
Ein bundesweites Sperrregister für Sportwetten existiert nicht. Das geplante Glücksspielreformgesetz 2026, das zum Stand 14.10.2026 noch im Entwurf vorliegt, sieht ein Sperrregister und ein Limitregister vor – beide sind auf das GSpG-Glücksspiel zugeschnitten, nicht auf Sportwetten. Wer sich bei Anbieter A sperrt, ist bei Anbieter B nicht automatisch gesperrt. Wer sich konsequent schützen will, muss jeden Anbieter einzeln ansprechen.
Limits
Es gibt kein gesetzliches Einzahlungs- oder Verlustlimit für Sportwetten. Oppositionelle Anträge in der Steiermark und in Niederösterreich aus 2025 fordern ein Limitregister; eines ist bislang nicht in Kraft. Was die Anbieter an Limits setzen, sind eigene Bedingungen.
Bei win2day gilt ein Einzahlungslimit: bis zum Alter von 26 Jahren maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Auf Antrag wird das Limit individuell erhöht. Gewinne zählen nicht zum Limit. Bei tipp3 lässt sich ein wöchentliches Einzahllimit bis 1.950 € setzen, ein tägliches Einsatzlimit bis 10.000 € und ein wöchentliches Verlustlimit bis 5.000 €. Limit-Erhöhungen werden erst nach 72 Stunden wirksam; Herabsetzungen sofort. Die Einstellung erfolgt im Kundenkonto unter „Limits“.
Hilfe und Information
Die zentrale Anlaufstelle für Spielsucht und problematisches Spielverhalten ist das Spielerschutzportal playsponsible.at. Es bündelt Informationen, Tests und Hilfsangebote für Spieler und Angehörige.
Buchmacher im Vergleich: Zehn Anbieter für Squash in Österreich
Die folgende Übersicht zeigt zehn Wettanbieter, die Squash-Quoten anbieten oder für österreichische Wettkunden erreichbar sind. Die Reihenfolge folgt der Darstellung in der Tabelle. Die Spalte „Bewilligung“ trennt klar zwischen Anbietern mit einer österreichischen Landesbewilligung und solchen ohne. Die österreichische Rechtslage kennt keine nationale Lizenz und keine nationale Liste der bewilligten Buchmacher; jede Bewilligung wird hier so wiedergegeben, wie der Anbieter sie selbst veröffentlicht.
| Anbieter | Bewilligung in Österreich | Betreiber / berichtete Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | Niederösterreich (LGBl. Nr. 58/2020) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H., Wien |
| win2day | Niederösterreich (LGBl. Nr. 58/2020) | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Admiral | Oberösterreich (Oö. Wettgesetz) | ADMIRAL Sportwetten GmbH, Gumpoldskirchen |
| Starsportwetten | Bewilligung laut Eigenangabe | Starbet24 GmbH |
| Vierklee | Tirol (Zl. IIa.10.065/144-0) | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Merkur Bets | Bewilligung laut Eigenangabe | Merkur Group (vormals Cashpoint, Gerasdorf bei Wien) |
| Wildsino | ohne österreichische Bewilligung | nicht genannt |
| Dragonia | ohne österreichische Bewilligung | Anjouan-Lizenz |
| Hahaspin | ohne österreichische Bewilligung | Anjouan-Lizenz (Win Top Ltd) |
| Betway | ohne österreichische Bewilligung | Malta Gaming Authority (MGA) |
Für die österreichische Bewilligung gilt: Sie wird hier so dargestellt, wie der Anbieter sie selbst auf seiner Website oder im Impressum nennt. Welche anderen Anbieter welche Landesbewilligung halten, ist aus den verfügbaren Quellen nicht abschließend dokumentiert; eine Bewilligung darf daher nur dort behauptet werden, wo der Anbieter sie selbst angibt. Für die Anbieter ohne österreichische Bewilligung gilt: Ihre Rechtsposition in Österreich ist umstritten und hängt vom jeweiligen Land ab. Sie sind weder pauschal legal noch pauschal illegal – ein österreichisches Gericht hat bislang keine Sportsbetten-Verluste zurückgefordert, wie es bei nicht bewilligten Casino- und Pokeranbietern der Fall war.
tipp3 – Squash-Quoten mit niederösterreichischer Bewilligung
tipp3 ist der traditionsreichste österreichische Wettanbieter mit einer Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020. Gegründet im April 2000, wird tipp3 von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz am Rennweg 44 in Wien betrieben; der erste Wettschein datiert vom 24. August 2001. Heute nimmt tipp3 Wetten über rund 3.300 Trafiken und Annahmestellen, über die Trafik-App und online entgegen.
Das Wettprogramm umfasst Squash bei großen PSA- und WSF-Turnieren, oft mit Sieger-, Satz- und Handicap-Märkten. Die Quoten liegen im Mittelfeld; die Marge wird nicht offen ausgewiesen, lässt sich aber anhand der Quoten nachrechnen. Beispielrechnung der Wettgebühr: 10 € Einsatz, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, abzüglich 1 € Wettgebühr ausgezahlt 19 €.
tipp3 erlaubt Einzelwetten erst ab einer Quote von 1,06; niedrigere Quoten sind nur in Kombi- oder Systemwetten zulässig. Eine Kombiwette kann 3 bis 10 Tipps verbinden. Für Live-Wetten gilt das, was die niederösterreichische Wettgesetzgebung erlaubt – eine konkrete Live-Regel ist für Wettkunden aktuell nicht im Detail einsehbar.
Was es den Wettkunden kostet: Die Wettgebühr von 5 Prozent schmälert den Gewinn; bei tipp3 wird sie bei verlorenen Wetten vom Anbieter getragen und bei gewonnenen Wetten vom Bruttogewinn abgezogen. Die maximale Wetteinsatzhöhe pro Wette ist mit dem Tageslimit 10.000 € gedeckelt, das wöchentliche Verlustlimit mit 5.000 €. Die Limits sind Teil der tipp3-Bedingungen und nicht gesetzlich vorgeschrieben. Die Selbstsperre gilt für 1, 2 oder 3 Jahre und ist nach dem Start nicht mehr aufhebbar – wer sich einmal sperrt, bleibt eine lange Zeit draußen.
Für Squash-Wetten ist tipp3 die erste Adresse für österreichische Wettkunden, die auf einen Anbieter mit Landbewilligung setzen wollen. Das Wettprogramm ist schmaler als bei internationalen Häusern, dafür ist die Rechtslage klar, die Limits sind transparent und die Selbstsperre funktioniert ohne Umweg über eine zentrale Stelle.
win2day – Squash-Wetten unter dem Dach der Österreichischen Lotterien
win2day ist die Plattform der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH und bündelt Lotto, Casino und Sportwetten. Die Sportwetten beruhen auf einer Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 – derselben Aktenzahl wie tipp3, weil die Österreichische Sportwetten Gesellschaft und die Österreichische Lotterien Gesellschaft beide im Portfolio der österreichischen Glücksspielbranche stehen. Wichtig: Die Sportwetten unterliegen nicht dem Glücksspielgesetz und nicht der Aufsicht des BMF oder des Finanzamts Österreich; Lotto und Casino dagegen schon.
Das Wettprogramm enthält Squash bei großen Turnieren, allerdings in kleinerem Umfang als bei tipp3. Die Quoten sind vergleichbar, die Margen ebenso. Das Einzahlungslimit ist stärker als bei tipp3: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat. Auf Antrag wird das Limit individuell erhöht. Gewinne zählen nicht zum Limit.
Für wen win2day passt: Wer bereits ein Lotto-Konto bei den Österreichischen Lotterien hat und ohnehin dort einzahlt, bekommt die Sportwetten als Ergänzung dazu. Wer ein strikteres wöchentliches Einzahlungslimit sucht, ist hier richtig – das Limit ist Teil der Wettordnung und gilt unabhängig von der Bewilligungslage. Wer dagegen das breiteste Squash-Programm und Live-Märkte sucht, wird bei reinen Online-Buchmachern eher fündig.
Admiral – Bewilligung der Oberösterreichischen Landesregierung
Die ADMIRAL Sportwetten GmbH gehört zur Novomatic-Gruppe und hat ihren Sitz in Gumpoldskirchen. Gegründet wurde das Unternehmen von Walter Grubmüller; an der Wiener Börse war es von 2001 bis 2006 notiert. Die Bewilligung beruht laut Eigenangabe auf dem Oö. Wettgesetz und einer Bewilligung der OÖ Landesregierung.
Admiral ist in Österreich vor allem über das Wettterminal-Netz bekannt, das in Gastronomie und Trafiken präsent ist. Online bietet Admiral Sportwetten an, darunter Squash bei ausgewählten Turnieren. Das Wettprogramm ist solide, aber nicht so breit wie bei internationalen Anbietern. Die Live-Wetten unterliegen den Beschränkungen des Oö. Wettgesetzes: numerische Zwischenstände, Endergebnis oder nächster Torschütze – Squash fällt damit teilweise aus dem Live-Programm, weil Punktgewinne nicht immer numerisch abgebildet werden.
Wer in Oberösterreich oder im Westen Österreichs wettet und einen Anbieter mit Landbewilligung sucht, ist bei Admiral gut aufgehoben. Das Wettprogramm ist kleiner, dafür ist der Anbieter in jedem Bundesland über Terminals präsent. Die Marge ist nicht ausgewiesen, aber vergleichbar mit tipp3 und win2day.
Starsportwetten – Bewilligung laut Eigenangabe
Starsportwetten wird von der Starbet24 GmbH betrieben. Der Google-Play-Eintrag der App zitiert einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Welches Bundesland die Bewilligung erteilt hat und welche Bescheidnummer gilt, ist aus der Quelle nicht hervorgegangen; der Anbieter wirbt mit dem Begriff „behördlich bewilligter Sportwettenanbieter“.
Starsportwetten ist ein Online-Anbieter mit App und Website. Das Wettprogramm umfasst Squash bei großen PSA-Turnieren, dazu eine Reihe weiterer Sportarten. Die Quoten liegen im Mittelfeld. Über die genauen Konditionen, Limits und Sperren ist aus den verfügbaren Quellen wenig dokumentiert; wer sich anmeldet, sollte vor der ersten Einzahlung die Wettordnung und den Spielerschutzbereich lesen.
Für wen Starsportwetten passt: Wer eine Bewilligung sucht, aber nicht zwingend auf die großen Namen tipp3 oder Admiral setzt, findet hier einen weiteren Anbieter mit österreichischer Bewilligung. Die App ist das Hauptprodukt; das Online-Angebot richtet sich vor allem an mobile Nutzer.
Vierklee – Tiroler Lizenz und Buchmacher-Erfahrung
Vierklee ist die Online-Marke der Vierklee Wettbüro GmbH und nennt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung. Als anwendbare Rechtsvorschrift gilt das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Die Startseite kündigt einen Bonus von bis zu 100 € für Neukunden an, ohne die genauen Bedingungen zu nennen.
Vierklee ist ein klassischer österreichischer Wettanbieter mit Wettterminals in Tirol und einer Online-Plattform für ganz Österreich. Das Wettprogramm enthält Squash bei ausgewählten Turnieren, dazu Fußball, Eishockey, Tennis und Radsport. Die Quoten sind konkurrenzfähig, die Marge nicht ausgewiesen.
Wer einen Anbieter mit klar dokumentierter Tiroler Lizenz sucht, ist bei Vierklee richtig. Das Wettprogramm ist nicht das breiteste, dafür ist die Bewilligungslage eindeutig und die regionale Verwurzelung spürbar. Wer viele Squash-Live-Märkte oder ein großes Wettprogramm sucht, wird eher bei Admiral oder tipp3 fündig.
Merkur Bets – Neuer Name, alte Struktur
Die Sportwetten-Sparte der Merkur Group, früher Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien (gegründet 1996), tritt seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets auf. Das Wettprogramm enthält Squash bei ausgewählten Turnieren, dazu eine breite Palette weiterer Sportarten. Die Bewilligungslage beruht auf Eigenangabe; welches Bundesland die Bewilligung erteilt hat, ist aus den verfügbaren Quellen nicht abschließend dokumentiert.
Merkur Bets ist die Online-Ergänzung zum stationären Wettterminal-Netz der Merkur Group. Wer in Wien, Niederösterreich oder dem Burgenland wettet, kennt die Terminals in Trafiken und Gastronomie. Online ist das Angebot neuer und schmaler als bei Admiral, dafür ist die Marke Merkur Bets im Sportwetten-Sektor noch im Aufbau.
Wer einen Anbieter mit österreichischer Verwurzelung und stationärem Netz sucht, findet hier einen seriösen Partner. Die Bewilligung ist ausgewiesen, das Wettprogramm wächst, die Limits sind noch nicht in den Quellen dokumentiert und sollten vor der Anmeldung geprüft werden.
Wildsino – Ohne österreichische Bewilligung, mit großem Sportprogramm
Wildsino ist ein internationaler Anbieter ohne österreichische Landbewilligung. Das Sportwetten-Programm ist breit und enthält Squash bei vielen Turnieren, dazu Fußball, Tennis, Basketball und E-Sports. Das Bonus-Programm ist umfangreich: wöchentlicher Reload-Bonus (50 % bis 500 €), Cashback-Bonus (10 % bis 500 €), Accumulator Boost, Early Payout und „Bore Draw“ als laufende Aktionen.
Die Rechtslage in Österreich ist bei Wildsino ungeklagt. Der Anbieter sitzt im Ausland und fällt damit regelmäßig aus dem Anwendungsbereich der österreichischen Landwettgesetze. Es gibt keine österreichische Bewilligung, die geprüft werden könnte, und keine österreichische Stelle, bei der sich der Wettkunde im Streitfall beschweren könnte. Die Wettgebühr von 5 Prozent wird auch auf Wetten aus Österreich fällig – wie Wildsino die Gebühr im Einzelfall verrechnet, ist in den Geschäftsbedingungen des Anbieters geregelt.
Wer einen Anbieter mit großem Wettprogramm und vielen Bonus-Aktionen sucht, findet bei Wildsino viel Material. Wer einen Anbieter mit österreichischer Bewilligung und klarem Rechtsschutz sucht, ist hier falsch. Die österreichische Selbstsperre greift bei Wildsino nicht – wer sich bei einem österreichischen Anbieter sperrt, kann bei Wildsino weiter spielen.
Dragonia – Offshore-Anbieter mit Anjouan-Lizenz
Dragonia ist ein weiterer Offshore-Anbieter, diesmal mit einer Lizenz aus Anjouan. Die Rechtslage in Österreich ist dieselbe wie bei Wildsino: keine österreichische Landbewilligung, keine österreichische Aufsicht, keine österreichische Selbstsperre. Der Sport-Willkommensbonus beträgt 100 % der ersten Einzahlung bis 100 €, mit einer Mindesteinzahlung von 20 €. Für Spieler aus Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz ist der Höchstbonus mit 200 € angegeben.
Das Wettprogramm enthält Squash bei ausgewählten Turnieren, dazu eine breite Palette weiterer Sportarten. Die Quoten sind konkurrenzfähig, die Marge nicht ausgewiesen. Wer sich anmeldet, sollte die Bonus-Bedingungen genau lesen – Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist entscheiden darüber, ob der Bonus tatsächlich ausgezahlt wird.
Für wen Dragonia passt: Wer das größte Wettprogramm und hohe Bonus-Beträge sucht und bereit ist, auf den österreichischen Rechtsschutz zu verzichten. Wer auf Nummer sicher gehen will, bleibt bei einem Anbieter mit Landbewilligung.
Hahaspin – Anjouan-Lizenz unter Win Top Ltd
Hahaspin wird laut Footer und Startseite von „Win Top Ltd“ betrieben, mit einer Lizenz der Anjouan Offshore Finance Authority (Nummer ALSI-202509029-FI1). Die Rechtslage in Österreich ist dieselbe wie bei Wildsino und Dragonia: keine österreichische Landbewilligung, keine österreichische Aufsicht, keine österreichische Selbstsperre.
Das Wettprogramm enthält Squash nur am Rande; das Casino-Programm ist größer. Wer auf Squash wetten will, ist bei Hahaspin schlechter aufgehoben als bei Wildsino oder Dragonia. Die Bewertung fällt daher ähnlich aus wie bei den anderen Offshore-Anbietern: viel Auswahl, kein österreichischer Anker.
Betway – Malta-Lizenz ohne österreichische Bewilligung
Betway ist eine 2006 gegründete britische Glücksspielmarke der Super Group, an der NYSE unter SGHC notiert. Der Hauptsitz liegt in Gżira, Malta. Die Lizenz ist die der Malta Gaming Authority (MGA). Eine österreichische Bewilligung wird nicht genannt.
Betway ist ein international etablierter Anbieter mit breitem Wettprogramm, Live-Streams und vielen Sonderfunktionen. Squash-Quoten gibt es bei großen Turnieren, aber nicht durchgehend. Die Marge ist im internationalen Vergleich eng, das Bonus-Programm ist umfangreich. Die Rechtslage in Österreich ist dieselbe wie bei den anderen Offshore-Anbietern: keine österreichische Landbewilligung, keine österreichische Aufsicht, keine österreichische Selbstsperre.
Wer auf der Suche nach einem etablierten internationalen Anbieter mit großer Auswahl ist, findet bei Betway einen seriösen Partner. Wer auf einen österreichischen Anbieter mit Landbewilligung setzt, ist hier falsch.
Was die Marge in jeder Quote bedeutet
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem Euro Einsatz einbehält. Sie steckt in jeder Quote und ist der Grund, warum der Wettkunde im Durchschnitt weniger zurückbekommt, als er einsetzt. Eine einfache Rechnung zeigt das Prinzip.
Nehmen wir einen idealisierten Zwei-Wege-Markt mit zwei gleich starken Spielern. Der Buchmacher bietet 1,90 / 1,90 an. Die faire Quote wäre 2,00 / 2,00, weil beide Seiten gleich wahrscheinlich sind und der Buchmacher keine Marge nehmen würde. Die reale Quote 1,90 / 1,90 bedeutet:
- Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95 oder 95 Prozent
- Marge = 100 Prozent − 95 Prozent = 5 Prozent
Von jedem Euro Einsatz schüttet der Buchmacher 95 Cent als Gewinn aus und behält 5 Cent. Das gilt für jeden Wetteinsatz, der auf diesen Markt gesetzt wird – unabhängig davon, welche Seite gewinnt.
Die Marge wirkt sich unmittelbar auf das aus, was eine Wette kostet. Bei einer Quote von 2,00 ohne Marge würde der Wettkunde bei einem Sieg genau das Doppelte seines Einsatzes zurückbekommen – das ist der Breakeven-Punkt. Mit einer Marge von 5 Prozent bekommt er bei einer Quote von 1,90 nur das 1,90-fache seines Einsatzes. Im Durchschnitt verliert er 5 Prozent seines Einsatzes. Bei Squash-Wetten, wo das Wettprogramm schmal ist, kann die Marge deutlich höher liegen – 8 bis 10 Prozent sind keine Seltenheit.
Eine Bandbreite, die sich aus der Rechnung ergibt: Bei einer Marge von 2,5 Prozent bekommt der Wettkunde im Durchschnitt 97,5 Prozent seines Einsatzes zurück; bei 5 Prozent sind es 95 Prozent, bei 10 Prozent 90 Prozent. Diese Bandbreite gilt: für Zwei-Wege-Märkte mit annähernd gleichen Quoten, wie sie bei Sieger-Wetten auf Squash typisch sind.
Wettgebühr: Was die fünf Prozent seit April 2025 konkret bedeuten
Die Wettgebühr ist eine bundesweit einheitliche, indirekte Steuer auf Sportwetten. Sie wurde mit BGBl. I Nr. 7/2025 von zwei auf fünf Prozent erhöht und gilt seit dem 1. April 2025. Die Gebühr wird auf den Wetteinsatz erhoben und ist Teil der Wettgebühr-Vorschrift § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG. Schuldner ist der Buchmacher, nicht der Wettkunde. Wie der Buchmacher die Gebühr an den Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung.
Drei Wege, wie Anbieter die Wettgebühr weitergeben können:
- Die Quote wird um die Gebühr gesenkt, sodass der Gewinn von vornherein niedriger ausfällt.
- Bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die Gebühr selbst; bei gewonnenen Wetten werden fünf Prozent vom Bruttogewinn abgezogen. So macht es tipp3.
- Die Gebühr wird direkt auf der Quittung ausgewiesen und vom Gewinn abgezogen.
Was das konkret bedeutet, zeigt das tipp3-Beispiel: 10 € Einsatz, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, abgezogen 1 € Wettgebühr, ausgezahlt 19 €. Bei einer Quote von 3,00 auf eine Außenseiter-Wette und 50 € Einsatz ergibt sich: Bruttogewinn 150 €, abgezogen 7,50 € Wettgebühr, ausgezahlt 142,50 €. Gewinne aus Cash-Outs sowie aus „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind von dem Abzug ausgenommen.
Die Erhöhung von zwei auf fünf Prozent bedeutet im Durchschnitt 1,5 Prozent weniger Auszahlung pro Wette. Über ein Jahr mit vielen Wetten summiert sich das schnell: Wer 1.000 € Einsatz im Monat platziert, verliert durch die Wettgebühr allein rund 15 € im Monat mehr als vorher – ein Betrag, der sich mit der Marge des Buchmachers und der Wettgebührverbinden sich. Marge und Wettgebühr sind die zwei Stellschrauben, die ein Wettkunde auf dem Weg zum Gewinn schmälern.
Limits und Verantwortung: Wie viel ein Wettkunde einsetzen darf
Die österreichischen Landwettgesetze kennen keine bundesweit einheitlichen Limits. Was die Anbieter anbieten, sind eigene Bedingungen – und die unterscheiden sich deutlich.
tipp3 erlaubt ein wöchentliches Einzahllimit bis 1.950 €, ein tägliches Einsatzlimit bis 10.000 € und ein wöchentliches Verlustlimit bis 5.000 €. Limit-Erhöhungen werden erst nach 72 Stunden wirksam; Herabsetzungen sofort. Die Einstellung erfolgt im Kundenkonto unter „Limits“. win2day setzt ein Einzahlungslimit von 250 € pro Woche bis zum Alter von 26 Jahren und 1.680 € pro Kalendermonat ab 26 Jahren. Auf Antrag wird das Limit individuell erhöht. Gewinne zählen nicht zum Limit.
Bei Offshore-Anbietern wie Wildsino, Dragonia, Hahaspin und Betway sind die Limits individuell in den jeweiligen AGB des Anbieters festgelegt. Wer auf Squash wetten will und ein klares Limit sucht, ist bei einem österreichischen Anbieter mit dokumentierten Limits besser aufgehoben als bei einem Offshore-Anbieter.
Die Selbstsperre funktioniert bei tipp3 für 1, 2 oder 3 Jahre und ist nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Bei win2day gelten die Sperren des NÖ Wettgesetzes, die je nach Sperrdauer unterschiedlich ausfallen. In Wien ist eine Aufhebung der Selbstsperre nicht vor Ablauf von zwei Jahren möglich. Bei Offshore-Anbietern greift die österreichische Selbstsperre nicht; wer sich bei einem österreichischen Anbieter sperrt, kann bei einem Offshore-Anbieter weiter spielen. Das ist einer der Gründe, warum die Sperre bei Offshore-Anbietern weniger wirkt als bei Anbietern mit Landbewilligung.
Zahlungswege und Auszahlung
Welche Zahlungswege ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache. Die österreichischen Landwettgesetze schreiben keine bestimmten Zahlungsmethoden vor; ob ein Anbieter Banküberweisung, Kreditkarte, E-Wallet, prepaid Karte oder Kryptowährung akzeptiert, hängt vom Anbieter ab. Wer auf Squash wetten will, sollte vor der Einzahlung prüfen, welche Methoden verfügbar sind und ob Gebühren anfallen.
Die Auszahlung erfolgt nach Abschluss der Wette und nach erfolgreicher Identitätsprüfung. tipp3 zahlt Gewinne auf das verknüpfte Bankkonto aus; bei einer Selbstsperre wird das Restguthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen. win2day zahlt ebenfalls auf das verknüpfte Bankkonto aus. Bei Offshore-Anbietern sind die Auszahlungswege in den AGB geregelt; sie können Banküberweisung, E-Wallet oder Kryptowährung umfassen.
Eine Auszahlung von Gewinnen aus Sportwetten ist in Österreich nicht gesondert besteuert. Ob Gewinne aus Sportwetten der Einkommensteuer unterliegen, hängt von der persönlichen Situation des Wettkunden ab und ist nicht abschließend dokumentiert. Wer größere Beträge gewinnt, sollte einen Steuerberater oder das Finanzamt fragen.
Live-Wetten auf Squash
Live-Wetten auf Squash sind möglich, aber nicht bei jedem Anbieter und nicht in jedem Land erlaubt. Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis (Fassung 2020). Oberösterreich beschränkt Live-Wetten auf einen numerischen Zwischenstand, das Endergebnis oder den nächsten Punkt (Fassung 2021). Für Niederösterreich ist die geltende Regelung nicht abschließend dokumentiert.
Bei den Anbietern mit österreichischer Bewilligung richtet sich das Live-Programm nach dem Land, in dem der Anbieter seine Bewilligung hat. tipp3 (Niederösterreich) folgt der NÖ Wettgesetzgebung; Admiral (Oberösterreich) folgt der Oö. Wettgesetzgebung. Das bedeutet: Bei manchen Live-Märkten ist das Programm enger, als es bei internationalen Anbietern wäre.
Bei Offshore-Anbietern wie Betway, Wildsino oder Dragonia gelten die Regeln des Landes, in dem der Anbieter sitzt. Das Live-Programm ist oft breiter und enthält Squash-Live-Quoten auf den nächsten Satzgewinn, das nächste Aufschlagspiel oder die Anzahl der Ballwechsel im aktuellen Satz. Wer auf Squash live wetten will und ein breites Live-Programm sucht, ist bei Offshore-Anbietern besser aufgehoben – unter Inkaufnahme des Verlusts des österreichischen Rechtsschutzes.
Bonus- und Aktionsprogramme
Bonus- und Aktionsprogramme sind in Österreich nicht gesetzlich geregelt. Was ein Anbieter an Bonus, Freebet, Cashback oder Reload anbietet, ist seine Sache und richtet sich nach seinen AGB. Vierklee kündigt auf der Startseite einen Bonus von bis zu 100 € an, ohne die Bedingungen zu nennen. Dragonia bietet 100 % der ersten Einzahlung bis 100 €, mit Mindesteinzahlung 20 € und höherem Höchstbonus für österreichische Spieler. Wildsino bietet wöchentlichen Reload-Bonus (50 % bis 500 €), Cashback-Bonus (10 % bis 500 €), Accumulator Boost, Early Payout und „Bore Draw“.
Welche Bedingungen an einen Bonus geknüpft sind – Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist, Spielauswahl – gehört zu den wichtigsten Punkten, die ein Wettkunde vor der Annahme prüfen sollte. Ein Bonus, der mit einem 10-fachen Umsatz und einer Mindestquote von 1,80 verbunden ist, kostet sehr viel, bevor er ausgezahlt wird. Wer Squash-Wetten mit Bonus-Programmen verbinden will, sollte daher nicht nur den Bonus-Betrag, sondern auch die Bedingungen lesen.
Was es den Wettkunden kostet: Eine ehrliche Rechnung
Eine Wette auf Squash kostet den Wettkunden mehr, als der Wetteinsatz vermuten lässt. Drei Postenverbinden sich sich:
- Die Marge des Buchmachers. Bei einer Quote von 1,90 / 1,90 auf einen ausgeglichenen Squash-Markt sind es 5 Prozent des Einsatzes, die der Buchmacher im Durchschnitt einbehält. Bei engeren Quoten ist die Marge niedriger, bei weiteren Quoten höher.
- Die Wettgebühr. Seit dem 1. April 2025 sind es 5 Prozent des Wetteinsatzes, die der Buchmacher an das Finanzamt Österreich abführt. Wie er sie weitergibt, variiert – bei tipp3 werden 5 Prozent vom Bruttogewinn abgezogen.
- Die Bonuskosten. Wer einen Bonus annimmt, muss einen Umsatzfaktor und eine Mindestquote erfüllen, bevor der Bonus ausgezahlt wird. Das kostet zusätzliche Wetten und damit zusätzliche Marge.
Wer 100 € auf Squash wettet und 150 € Bruttogewinn erzielt, bekommt bei tipp3 142,50 € ausgezahlt – 7,50 € Wettgebühr werden abgezogen. Bei einem anderen Anbieter, der die Wettgebühr über die Quote senkt, kann der ausgezahlte Betrag niedriger sein. Im Durchschnitt verliert der Wettkunde durch Marge und Wettgebühr zwischen 7 und 12 Prozent seines Einsatzes – bevor er überhaupt einen Bonus angenommen hat.
Wer auf Squash wetten will, sollte diese Kosten kennen. Die Quote ist nicht der Gewinn; die Quote ist der Bruttogewinn, von dem Marge, Wettgebühr und Bonus-Kosten abgehen. Wer die Quote als Entscheidungsgrundlage nimmt, ohne diese drei Posten mitzurechnen, übersieht, was die Wette wirklich kostet.
Häufige Fragen zum Wetten auf Squash in Österreich
Wie läuft eine Wette auf Squash ab, vom Einsatz bis zur Auszahlung?
Der Wettkunde wählt ein Squash-Match aus dem Wettprogramm, entscheidet sich für einen Markt und gibt einen Wetteinsatz ab. Der Buchmacher hält die Quote fest, der Wettschein wird angenommen. Gewinnt die Wette, wird der Bruttogewinn ausgezahlt; bei tipp3 werden 5 Prozent Wettgebühr vom Bruttogewinn abgezogen. Verlorene Wetten werden nicht ausgezahlt, der Einsatz ist weg. Die Auszahlung erfolgt auf das verknüpfte Bankkonto, nach erfolgreicher Identitätsprüfung.
Wer erteilt in Österreich die Bewilligung für Sportwetten, und gilt sie bundesweit?
Die Bewilligung erteilt das jeweilige Bundesland. In Niederösterreich ist es die NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), in Oberösterreich die OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz, in Tirol das Amt der Tiroler Landesregierung nach dem Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Eine bundesweite Lizenz gibt es nicht; jede Bewilligung gilt im Wesentlichen im Land, das sie erteilt hat, und knüpft die Leistungserbringung an den Ort, von dem aus der Anbieter die Wettdaten liefert.
Wie wird der mögliche Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Bruttogewinn ist Einsatz × Quote. Bei 50 € Einsatz und Quote 2,50 ergibt sich ein Bruttogewinn von 125 €. Bei einer Wettgebühr von 5 Prozent auf den Gewinn werden 6,25 € abgezogen, ausgezahlt werden 118,75 €. Der Nettogewinn – also das, was nach Abzug des Einsatzes übrig bleibt – ist Einsatz × (65-1). Bei 50 € Einsatz und Quote 2,50 sind das 75 € Nettogewinn vor Wettgebühr.
Was bedeutet die Marge, die in jeder Quote eines Buchmachers steckt?
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem Euro Einsatz einbehält. Sie wird berechnet als 100 Prozent minus Auszahlungsquote. Bei einer Quote von 1,90 / 1,90 auf einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt beträgt die Auszahlungsquote 95 Prozent und die Marge 5 Prozent. Die Marge ist der Grund, warum der Wettkunde im Durchschnitt weniger zurückbekommt, als er eingesetzt hat, und sie variiert je nach Anbieter, Markt und Wettbewerbslage.
Seit wann beträgt die Wettgebühr 5 Prozent des Einsatzes, und wer schuldet sie?
Die Wettgebühr beträgt seit dem 1. April 2025 fünf Prozent des Wetteinsatzes, geregelt in § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025. Davor lag sie seit 1. Oktober 2005 bei zwei Prozent. Schuldner ist der Buchmacher, nicht der Wettkunde; die Gebühr wird auf alle in Österreich abgeschlossenen oder vermittelten Sportwetten erhoben, einschließlich Wetten bei im Ausland sitzenden Anbietern.
Gibt es in Österreich eine bundesweite Selbstsperre für Sportwetten, oder gilt sie nur je Anbieter?
Eine bundesweite Selbstsperre für Sportwetten existiert nicht. Die Selbstsperre gilt je Anbieter und je Land. tipp3 bietet eine Selbstsperre für 1, 2 oder 3 Jahre, die nach dem Start nicht mehr aufhebbar ist. Das geplante Glücksspielreformgesetz 2026 sieht ein Sperrregister für GSpG-Glücksspiel vor, nicht für Sportwetten. Wer sich bei Anbieter A sperrt, ist bei Anbieter nicht automatisch gesperrt. Bei Offshore-Anbietern greift die österreichische Selbstsperre ohnehin nicht.
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