Die besten Wettanbieter mit Trustly 2026 in Österreich

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Wettordnung der jeweiligen Anbieter sowie die Bewilligungs­bescheide der Landesregierungen

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einem Holztisch neben einem Notizbuch, durch das Fenster fällt klares Morgenlicht.
Trustly Group AB ist ein schwedisches Zahlungsinstitut mit Sitz in Stockholm, 2008 gegründet.

Wer „mit Trustly“ einzahlt, zahlt am Bankkonto, nicht bei einer Wallet oder einem Karten­herausgeber. Das ändert den Weg des Geldes, nicht die Frage, ob der Anbieter in Österreich überhaupt Sportwetten anbieten darf. Denn Sportwetten sind in Österreich keine Bundes­angelegenheit: Sie werden über die Wettgesetze der Bundesländer bewilligt, und die gewählte Zahlungsart – Trustly, PayPal, Klarna oder Bankeinzug – spielt für die Bewilligung keine Rolle. Wer hierzulande wettet, muss daher zwei Dinge sauber trennen: den Zahlungs­dienstleister, der die Überweisung technisch abwickelt, und den Wettanbieter, der die Wette entgegennimmt. Beide werden getrennt reguliert.

Dieser Vergleich geht genau dieser Frage nach. Er zeigt, was Trustly in Österreich leistet, was die Wettgebühr von 5 % mit jeder Auszahlung macht und welche Anbieter hierzulande eine Bewilligung haben – und welche nicht. Das Thema ist Kosten, nicht Marketing.

Wie Trustly beim Wettanbieter funktioniert

Trustly Group AB ist ein schwedisches Zahlungs­institut mit Sitz in Stockholm, 2008 gegründet und von der schwedischen Finanzaufsicht Finans­inspektionen als Zahlungs­institut zugelassen. Die Trustly UK Limited wird zusätzlich von der britischen Financial Conduct Authority reguliert. Im März 2018 übernahm Nordic Capital die Mehrheit an Trustly bei einer Bewertung von 700 Millionen Euro; im September 2018 eröffnete Trustly ein Büro in Köln für den deutschen Markt. Für österreichische Wettkunden heißt das: Trustly ist hierzulande als Zahlungs­dienstleister im Einsatz, agiert aber unter schwedischer Aufsicht.

Die eigentliche Transaktion läuft unter dem Namen „Pay by Bank“. An der Kasse des Wettanbieters wählt der Kunde Trustly aus, gibt seine Bankleitzahl oder wählt seine Bank aus einer Liste, wird ins Online-Banking seiner Hausbank weitergeleitet und bestätigt dort die Überweisung in einem einzigen Schritt der starken Kunden­authentifizierung – per Banking-App oder eID. Das Geld geht direkt vom Bankkonto des Kunden auf das Konto des Wettanbieters. Es gibt keine Zwischen­station in Form einer Wallet, kein Karten­limit, kein Krypto-Kurs. Trustly nimmt im Sportwetten-Bereich selbst keine Gebühr vom Kunden, mögliche Kosten liegen beim Anbieter.

Verglichen mit Kreditkarte und E-Wallet hat das drei Folgen, die jeden Wettschein betreffen:

Die Grundlagen der Trustly-Zahlung in Österreich

Trustly ist ein internationaler Anbieter, kein österreichisches Produkt. Für die Frage, ob ein österreichischer Wettanbieter Trustly akzeptiert, ist das ohne Belang – Trustly arbeitet mit österreichischen Banken zusammen, und die meisten heimischen Institute unterstützen „Pay by Bank“. Wer in Österreich ein Konto bei einer Bank mit EWR-Sitz hat, kann Trustly grundsätzlich nutzen.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine menschenleere Tribüne in weichem Licht.
Nordic Capital übernahm im März 2018 die Mehrheit an Trustly bei einer Bewertung von 700 Millionen Euro.

Die Beschränkung liegt anderswo: Trustly verlangt, dass der Konto­inhaber mit dem Wettkunden übereinstimmt. Konto und Wettkonto müssen auf denselben Namen laufen. Das ist keine Trustly-Sonderregel, sondern Standard für regulierte Wettanbieter – sie verhindert Geldwäsche über Dritt­konten. Wer für ein Familien­mitglied einzahlt, kann dessen Wettschein nicht bezahlen; wer auf das Konto eines Bekannten einzahlt, dessen Wettkonto wird gesperrt oder die Auszahlung verweigert.

Ein zweiter Punkt, der in der Werbung oft fehlt: Trustly erlaubt keine anonymen Einzahlungen. Wer „Pay by Bank“ wählt, meldet sich bei seiner Bank an – entweder per App oder per eID. Das ist kein Login beim Wettanbieter, sondern beim Geld­institut. Der Wettanbieter sieht, dass der Kunde Inhaber des Kontos ist, auf das die Einzahlung läuft. Für österreichische Wettkunden, die ein anonymes Prepaid-Produkt suchen, fällt Trustly also aus – sie müssen auf Paysafecard oder Bargeld­einzahlung bei einer Annahmestelle ausweichen.

Trustly und die österreichische Rechtslage

In Österreich ist Sportwetten kein Glücksspiel im Sinne des Glücks­spiel­gesetzes (GSpG). Das hat der Verwaltungs­gerichts­hof 2015 festgestellt (VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019) – der klassische Sportwett­kampf gilt als Geschicklichkeits­spiel und fällt damit aus dem GSpG heraus. Konsequenz: Es gibt keine Bundes­bewilligung für Sportwetten, keinen nationalen Reglementierer, keine nationale Liste der Wettanbieter und kein nationales Sperr­register für Sportwetten.

Ein Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung gesehen, davor eine dunkle Landstraße und einzelne Bäume.
Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent.

Zuständig sind die Bundesländer. Jedes der neun Bundesländer hat ein eigenes Wettgesetz: Nieder­österreich das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020, zuständig die NÖ Landes­regierung), Wien das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016, zuständig der Magistrat), Ober­österreich das Oö. Wettgesetz. Eine Bewilligung wird jeweils von der Landes­regierung erteilt und im Bescheid mit Aktenzahl dokumentiert. tipp3 veröffentlicht im Impressum einen solchen Bescheid der NÖ Landes­regierung vom 10. Dezember 2020 mit der Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. win2day gibt auf seiner Sportwetten-Seite eine Bewilligung der Nieder­österreichischen Landes­regierung an – das ist die Basis für die Sportwetten; die Lotterie und das Casino-Angebot von win2day laufen unter der GSpG-Konzession des Bundes, ein anderes Regime.

Für die Trustly-Einzahlung bedeutet das alles nichts. Trustly ist ein Zahlungs­institut, das Geld von Konto A zu Konto B bewegt – die Frage, ob der Empfänger eine österreichische Sportwetten-Bewilligung hat, beantwortet Trustly nicht und darf es auch nicht. Wer Trustly nutzt, überweist Geld an einen Anbieter, dessen Bewilligungs­status er selbst prüft. Das ist der entscheidende Punkt: Die Zulassung von Trustly im Ausland macht einen Wettanbieter nicht in Österreich bewilligt. Wer in Österreich wettet, sollte den Bewilligungs­bescheid des Anbieters selbst ansehen – üblicherweise im Impressum oder in den AGB.

Wettgebühr: 5 % auf jeden Einsatz

Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Wettgebühr von 5 % – die Erhöhung von 2 % auf 5 % wurde mit BGBl. I Nr. 7/2025 umgesetzt (§ 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG). Bis 31. März 2025 galten 2 %, danach 5 %. Die Gebühr wird nicht vom Spieler, sondern vom Anbieter abgeführt – das ist die gesetzliche Konstruktion. Wie der Anbieter die 5 % weitergibt, ist seine Sache: tipp3 trägt die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst und zieht 5 % des Gewinns bei gewonnenen Wetten ab. Andere Anbieter können die Gebühr in die Quote einkalkulieren oder auf andere Weise umlegen.

Die Wettgebühr gilt auch für Wetten, die von Österreich aus bei einem ausländischen Anbieter platziert werden. Das ist im Gesetz so vorgesehen – die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerblich vermittelt, und die Pflicht greift unabhängig vom Sitz des Anbieters. Die Entrichtung der Wettgebühr ist allerdings kein Nachweis einer österreichischen Bewilligung: Ein Anbieter kann die Gebühr abführen, ohne in Österreich bewilligt zu sein.

Sportwetten ohne Verifizierung mit Trustly – was wirklich gilt

Einige Wettkunden suchen gezielt nach „Sportwetten ohne Verifizierung mit Trustly“ – also einem Anbieter, der Einzahlungen über Trustly entgegennimmt, ohne den Kunden zu identifizieren. Das ist in Österreich ein Irrweg. Trustly authentifiziert zwar den Kunden gegenüber der Bank, gegenüber dem Wettanbieter entsteht aber kein anonymes Konto. Spätestens vor der ersten Auszahlung verlangt jeder seriöse Anbieter einen Ausweis – tipp3 bietet dafür ID Austria Vollversion, Bank Ident, Foto Ident mit Chip oder Video Ident an. Wer in Österreich wettet, muss sich ausweisen. Das gilt auch für Einzahlungen mit Trustly.

Was die Trustly-Einzahlung bei österreichischen Anbietern kostet

Die Kosten einer Trustly-Einzahlung sind auf den ersten Blick überschaubar: Trustly selbst nimmt keine Gebühr, die Bank nicht, der Wettanbieter nicht. Was aber jeden Wettschein verteuert, ist die österreichische Wettgebühr. Sie beträgt 5 % des Einsatzes und ist unabhängig von der Zahlungs­art. tipp3 trägt die 5 % bei verlorenen Wetten selbst, zieht sie aber bei gewonnenen Wetten vom Gewinn ab: Wer 100 € auf eine Quote 2,50 setzt und gewinnt, erhält nominal 250 € ausbezahlt, davon aber 5 % vom Gewinn – also 7,50 €. Das senkt die effektive Auszahlung auf 242,50 €.

Die zweite Kosten­stelle ist der Auszahlungs­weg. Trustly-Auszahlungen sind meist kostenlos, sie brauchen aber Zeit – bei tipp3 werktags von Montag bis Freitag und meist noch ein bis zwei Bank­werktage für die Überweisung. Schneller geht es nicht, weil das Geld über das Bank­konto läuft. Wer auf Geschwindigkeit setzt, ist mit einem E-Wallet besser bedient, sofern der Anbieter ihn unterstützt – aber dann verliert man den Vorteil des eigenen Bank­kontos.

Eine dritte Stelle, die viele unterschätzen: Wer mit Trustly einzahlt, muss oft auf demselben Weg auszahlen. Das ist keine Trustly-Regel, sondern eine Anti-Geldwäsche-Regel der Wettanbieter. Wer mit Trustly einzahlt, gibt seine IBAN preis und wird in der Regel auf genau dieses Konto wieder ausgezahlt. Das schützt vor Missbrauch, schränkt aber die Flexibilität ein. Wer auf ein anderes Konto auszahlen will, muss das vorher beim Anbieter ändern – und zwar mit Identitäts­nachweis.

Spielerschutz und Limits: was Trustly-Kunden in Österreich erwartet

Trustly ändert nichts an den Spielerschutz-Regeln der Wettanbieter. Was zählt, ist die jeweilige Wettordnung.

Trustly hat auf diese Regeln keinen direkten Einfluss. Trustly kann eine Einzahlung technisch nicht blockieren, weil das Geld aus dem Bank­konto kommt und die Bank die Authentifizierung übernimmt. Wer sich selbst sperren will, muss das beim Wettanbieter tun, nicht bei Trustly. Wer sich ein Einzahlungs­limit setzen will, ebenfalls.

Die 5 %-Wettgebühr ist keine Spielsucht-Vorsorge

Die Wettgebühr von 5 % hat mit Spielerschutz nichts zu tun. Sie ist eine reine Fiskal­abgabe und fliesst ins allgemeine Budget. Wer auf eine Wette verzichtet, weil sie sich „nicht mehr lohnt“, verzichtet aus steuerlichen Gründen, nicht aus Sucht­prävention. Das klingt banal, ist aber wichtig: Die Wettgebühr verteuert jede Wette – für vorsichtige Spieler genauso wie für risikofreudige.

Trustly-Boni und Freiwetten: was bei österreichischen Anbietern gilt

Viele Wettkunden fragen zuerst nach dem Bonus, dann nach der Quote. Trustly spielt dabei eine zweideutige Rolle: Einige Anbieter schließen Trustly-Einzahlungen vom Willkommens­bonus aus, andere schließen sie ein. Das hängt vom Anbieter ab, nicht von Trustly.

Was ein „Trustly-Bonus“ wirklich bedeutet

Ein „Trustly-Bonus“ ist kein Trustly-Produkt, sondern ein Wettanbieter-Bonus, der per Trustly-Einzahlung aktiviert wird. Wer „Trustly Wettbonus“ oder „Wettbonus Trustly“ sucht, sucht eigentlich „Wettbonus, einzahlen mit Trustly“. Die Zahlungs­art ist hier Mittel zum Zweck. Wer mit Trustly einzahlt, aktiviert den Bonus genau dann, wenn der Anbieter Trustly als bonusfähige Methode listet.

Was bleibt, ist der Bonus selbst – und der kommt mit Auflagen. Standard ist ein 100-%-Bonus auf die erste Einzahlung bis zu einer Obergrenze, oft 100 €. Powbet etwa bewirbt einen 100 %-Bonus bis 100 € bei einer Mindest­einzahlung von 20 €; für Spieler aus Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz gibt Powbet einen Höchst­bonus von 200 € an. Dragonia nennt im eigenen Bonus­text dieselben Konditionen. Thunderpick wirbt auf der Startseite mit 100 % bis 600 €, weist aber gleichzeitig auf Krypto­währungen als bevorzugtes Zahlungs­mittel hin – Trustly ist hier eine Alternative, nicht der Schwer­punkt.

Umsatz, Mindestquote, Frist

Ein Bonus ist nur dann ein Bonus, wenn die Auflagen im Verhältnis zur Bonushöhe stehen. Drei Parameter entscheiden, was ein Bonus den Wettkunden tatsächlich kostet:

Die Kombination dieser drei Parameter entscheidet, ob ein Bonus lukrativ ist oder nicht. Wer den Faktor und die Frist kennt, aber die Mindestquote übersieht, kann den Bonus nicht umsetzen. Wer die Quote kennt, aber den Faktor, kann den erforderlichen Umsatz nicht leisten.

Auszahlung vor Bonus­abschluss

Wer noch offene Bonus-Umsatz­anforderungen hat, kann in der Regel nicht auszahlen. Das ist Standard bei den meisten Anbietern. Vor der Auszahlung muss der Bonus vollständig umgesetzt oder storniert werden – und eine Stornierung führt meist zum Verlust des Bonus und der damit erzielten Gewinne. Wer auf Auszahlung drängt, verliert den Bonus; wer den Bonus behält, muss die Auflagen erfüllen.

Zahlungs­abwicklung: Trustly im Vergleich zu Karte, Wallet und Bankeinzug

Die Wahl der Zahlungs­art entscheidet, wie schnell das Geld auf dem Wettkonto ist, wie schnell es zurück­kommt und was es kostet. Trustly sitzt zwischen Karte und Wallet – schneller als Bankeinzug, aber nicht so flexibel wie eine Wallet, dafür näher am Bankkonto als jede andere Methode.

Geschwindigkeit

Mindest­beträge

Die Mindest­einzahlung pro Methode liegt meist zwischen 10 € und 20 €. Das gilt für Trustly, Kreditkarte und die meisten E-Wallets. Wer einen Bonus aktivieren will, muss oft 20 € einzahlen – bei Powbet und Dragonia ist das die Untergrenze für den 100-%-Bonus. Wer weniger einzahlt, löst den Bonus nicht aus.

Limits und Beschränkungen

Trustly kennt keine wettanbieter­seitigen Höchst­beträge in dem Sinn, wie es Kreditkarten tun – keine Karten­limits, keine Tages­limits der Bank. Was der Wettanbieter begrenzt, ist sein eigenes Einzahlungs­limit pro Tag oder pro Woche. win2day setzt für unter 26-Jährige ein Wochen­limit von 250 €, ab 26 ein Monats­limit von 1.680 € – diese Limits gelten für jede Zahlungs­art, nicht nur Trustly.

Gebühren

Trustly selbst nimmt keine Gebühr von Wettkunden. Die Bank nimmt keine Gebühr. Der Wettanbieter nimmt in der Regel keine Gebühr. Was bleibt, ist die Wettgebühr von 5 %, die auf jeder Wette sitzt – unabhängig von der Zahlungs­art. Einzahlungs­gebühren kommen nur in Ausnahme­fällen vor, etwa bei Währungs­umrechnungen für Kunden mit Nicht-EWR-Konten. Für österreichische Wettkunden mit EWR-Konto fallen keine Trustly-Gebühren an.

Die Wettanbieter im Vergleich: Wer nimmt Trustly, wer ist bewilligt

Sieben Anbieter stehen im Test. Die ersten sechs halten eine Bewilligung eines österreichischen Bundeslandes, der siebte nicht. Die Tabelle sortiert nach Bewilligungs­status, nicht nach Bonushöhe oder Quote – denn wer in Österreich wettet, will zuerst wissen, ob der Anbieter überhaupt legal hier arbeitet.

Anbieter Bewilligungs­status Betreiber / berufene Bewilligung
tipp3 Bewilligung Nieder­österreich Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. – Bewilligung NÖ Landes­regierung 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020
win2day Bewilligung Nieder­österreich Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH – Sportwetten unter NÖ Wettgesetz, Bewilligung 10.12.2020
Merkur Bets Bewilligung (Land nicht veröffentlicht) Bewilligung nicht im Detail veröffentlicht
Admiral Bewilligung Ober­österreich ADMIRAL Sportwetten GmbH – Bewilligung OÖ Landes­regierung nach Oö. Wettgesetz
Vierklee Bewilligung Tirol Vierklee Wettbüro GmbH – Bewilligung Tiroler Landes­regierung, Zl. IIa.10.065/144-0
Starsportwetten Bewilligung (Land nicht veröffentlicht) Star Sportwetten GmbH – Bescheid 08.03.2022, Land nicht im Detail veröffentlicht
LeoVegas ohne österreichische Bewilligung Lizenz Malta (MGA) – keine österreichische Bewilligung

Vier von sieben Anbietern veröffentlichen die Bewilligung im Detail: tipp3, win2day, Admiral und Vierklee. Bei Merkur Bets und Starsportwetten ist eine Bewilligung da, das Land wird aber nicht im Impressum oder AGB genannt – die Spieler sehen den Status, nicht die Quelle. LeoVegas hat keine österreichische Bewilligung und beruft sich auf eine maltesische Lizenz. Was das für österreichische Spieler bedeutet, ist im Abschnitt zu LeoVegas ausgeführt.

Die Anbieter im Detail

tipp3 – der niederösterreichische Standard

tipp3 ist der Anbieter mit dem klarsten Bewilligungs­status: Die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien nennt im Impressum die Bewilligung der NÖ Landes­regierung nach dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Bescheid vom 10.12.2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. Das ist eine Sportwetten-Bewilligung, keine Glücksspiel-Konzession – die Trennung ist sauber, weil Sportwetten nicht unter das GSpG fallen.

Was Trustly bei tipp3 angeht, ist die Lage klar: Trustly ist nicht in der Liste der Einzahlungs­methoden, die tipp3 offiziell nennt. tipp3 listet Kreditkarte (Mastercard, Visa, Diners Club), EPS-Überweisung, Google Pay, Apple Pay, PayPal, Paysafecard, EuroBons und Bargeld­einzahlung bei tipp3-Partnern. Wer Trustly nutzen will, stößt bei tipp3 auf eine Lücke – die gibt es, weil tipp3 über andere Methoden denselben Effekt erzielt. EPS-Überweisung funktioniert ähnlich wie Trustly, ist aber österreichisch und auf heimische Banken zugeschnitten.

Die Wettgebühr behandelt tipp3 pragmatisch: bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die 5 % selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 % vom Gewinn abgezogen. Für den Wettkunden heißt das: Verluste sind brutto wie immer, Gewinne sind 5 % kleiner. Wer 100 € auf 2,50 setzt und gewinnt, bekommt 242,50 € statt 250 €. Das ist die ehrliche Rechnung.

Beim Spielerschutz ist tipp3 gut aufgestellt: wöchentliches Einzahlungs­limit bis 1.950 €, tägliches Einsatz­limit bis 10.000 €, wöchentliches Verlust­limit bis 5.000 €. Die Spielpause ist 1, 3 oder 6 Monate, das Guthaben bleibt auf dem Konto; die Selbstsperre ist 1, 2 oder 3 Jahre und überweist das Guthaben aufs verknüpfte Bank­konto. Beide Sperren sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Bargeld­einzahlungen und Bargeld­auszahlungen bei tipp3-Partnern sind auf 1.000 € pro Woche begrenzt.

Verdienst: tipp3 ist der Anbieter, an dem sich andere messen lassen müssen – was die Bewilligungs­transparenz angeht, aber auch, was die Behandlung der Wettgebühr angeht. Wer eine klare österreichische Bewilligung sucht und auf EPS, PayPal oder Karte setzt, ist hier richtig. Wer explizit Trustly sucht, wird nicht fündig.

win2day – Sportwetten der Österreichischen Lotterien

win2day ist das Sportwetten-Produkt der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH. Die Bewilligung der Nieder­österreichischen Landes­regierung ist dieselbe wie bei tipp3 – Bescheid vom 10.12.2020 nach dem NÖ Wettgesetz. Der Unterschied: win2day betreibt zusätzlich Lotterie und Casino unter der bundesweiten GSpG-Konzession. Beide Regime existieren nebeneinander, sind aber sauber getrennt.

Bei den Zahlungs­arten ist win2day ähnlich aufgestellt wie tipp3 – Trustly ist nicht in der Liste, Kreditkarte und EPS-Überweisung sind Standard. Die Wettgebühr behandelt win2day nach eigener Wettordnung; die Details veröffentlicht win2day im Impressum.

Der entscheidende Punkt bei win2day ist das Einzahlungs­limit: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalender­monat, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Das ist eine der strengsten Limits­regelungen am österreichischen Markt – wer regelmäßig größere Summen bewegen will, muss den Antrag auf Erhöhung stellen.

Bei Auszahlungen gilt: Bank­konto im EWR, IBAN nur einmal pro Account hinterlegbar, Auszahlung erst nach Identitäts­prüfung (mindestens 18 Jahre alt, wohnhaft in Österreich). Gewinne können bis 180 Tage nach Feststellung eingelöst werden. Wer nicht innerhalb dieser Frist abholt, verliert den Anspruch nicht – aber der Auszahlungs­weg kann komplizierter werden.

Verdienst: win2day ist für Wettkunden, die ihre Limits klar im Blick haben wollen, die erste Adresse. Wer unter 26 ist, bekommt eine harte Wochen­grenze; wer über 26 ist, behält die Kontrolle. Die Bewilligung ist dieselbe wie bei tipp3, die Marke ist die der österreichischen Lotterien – und damit näher am öffentlichen Auftrag als jeder private Anbieter.

Merkur Bets – Bewilligung, aber ohne veröffentlichtes Land

Merkur Bets wirbt mit einer österreichischen Bewilligung und ist im App Store gelistet. Die App listet PayPal, Paysafecard, Visa und Mastercard als Zahlungs­arten – Trustly ist nicht in der App-Beschreibung erwähnt. Das Land, das die Bewilligung erteilt hat, und der genaue Bescheid sind nicht öffentlich gemacht. Wer bei Merkur Bets wettet, weiß, dass eine Bewilligung existiert; er weiß aber nicht, welches Bundesland sie ausgestellt hat und unter welchem Wettgesetz sie steht.

Das ist ein blinder Fleck. Wer sich an einem Anbieter orientiert, will in der Regel das Impressum lesen und den Bewilligungs­bescheid prüfen. Bei Merkur Bets fehlt diese Möglichkeit – was nicht heißen muss, dass die Bewilligung nicht sauber ist, aber heißt, dass der Kunde sie nicht prüfen kann.

Zum Spielerschutz veröffentlicht die App Live-Chat und In-App-Chat-Support; genauere Limits sind über die App-Beschreibung nicht zu erfahren. Wer hier wettet, sollte die Limits im Konto selbst prüfen und sich nicht auf App-Beschreibungen verlassen.

Verdienst: Merkur Bets ist ein Anbieter mit Bewilligung, aber ohne vollständig veröffentlichte Bewilligungs­quelle. Wer auf Bewilligungs­transparenz Wert legt, ist hier schlechter aufgehoben als bei tipp3 oder Admiral. Wer mit PayPal und Paysafecard auskommt, findet ein gewohntes Set.

Admiral – der oberösterreichische Anbieter

Admiral Sportwetten gehört zur ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpolds­kirchen – ein Unternehmen mit Geschichte: Gegründet wurde es von Walter Grubmüller, an der Wiener Börse war es von 2001 bis 2006 notiert. Heute gehört es zur Novomatic-Gruppe. Die Bewilligung stammt aus Ober­österreich, nach dem Oö. Wettgesetz.

Admiral ist neben tipp3 der zweite große heimische Wettanbieter mit klar dokumentierter Bewilligung. Das Wettangebot ist breit, das Filialnetz in Österreich ist groß. Admiral bietet ein Online-Sportwettenangebot an. Welche Zahlungs­arten Admiral online anbietet, ist im Detail zu prüfen – Trustly ist in der Liste der genannten Methoden nicht explizit aufgeführt, EPS-Überweisung und Kreditkarte sind Standard.

Verdienst: Admiral ist die zweite Säule des österreichischen Sportwetten-Markts. Wer eine klare ober­österreichische Bewilligung sucht und einen Anbieter mit großer Markt­präsenz will, ist hier richtig. Für Trustly muss man bei Admiral selbst prüfen.

Vierklee – der Tiroler Anbieter

Vierklee nennt im Impressum eine Bewilligung der Tiroler Landes­regierung, Aktenzahl IIa.10.065/144-0 – ein Bescheid, der die Wettbüro-GmbH berechtigt, Sportwetten in Tirol durchzuführen. Die Zahlungs­arten, die Vierklee selbst nennt, sind EPS, Klarna und Kreditkarte – „nur einige“ der verfügbaren Varianten, wie Vierklee ausdrücklich schreibt. Trustly ist in der Selbst­darstellung nicht erwähnt. Auszahlungen laufen aufs Bank­konto.

Vierklee betreibt in Tirol ein Netz von Annahmestellen und ist in West­österreich stark vertreten. Vierklee bietet ein Online-Sportwettenangebot an. Für Trustly-Kunden ist die Lage offen: Wer Trustly nutzen will, muss bei Vierklee selbst prüfen, ob die Methode im Wettkonto angeboten wird.

Verdienst: Vierklee ist für Tirol-orientierte Wettkunden die erste Adresse. Wer eine west­österreichische Bewilligung sucht und mit EPS oder Klarna auskommt, ist hier richtig. Trustly ist im Selbst­bild nicht sichtbar.

Starsportwetten – Bewilligung, aber ohne Quelle

Die Starbet24 GmbH betreibt Starsportwetten und gibt an, eine behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spiel­stätten zu halten – Bescheid vom 8. März 2022. Welches Bundesland den Bescheid erteilt hat, ist in der App-Beschreibung nicht genannt. „behördlich bewilligter Sportwetten­anbieter“ steht als Werbe­aussage im Google-Play-Eintrag.

Was Trustly angeht, ist Starsportwetten in der App-Beschreibung nicht aufgeführt. Wer hier wettet, sollte die Bewilligungs­quelle selbst prüfen – das ist über den App-Eintrag nicht möglich.

Verdienst: Starsportwetten hat eine Bewilligung, aber sie ist in der Außen­darstellung unterbelichtet. Wer auf Bewilligungs­transparenz Wert legt, ist hier schlechter bedient als bei tipp3 oder Admiral.

LeoVegas – ohne österreichische Bewilligung

LeoVegas ist der einzige Anbieter im Test ohne österreichische Bewilligung. Die Marke beruft sich auf eine Lizenz der Malta Gaming Authority (MGA) – das ist eine EU-Lizenz, aber keine österreichische. Für österreichische Wettkunden heißt das: LeoVegas hat keine österreichische Bewilligung, keine österreichische Aufsicht, keine österreichische Beschwerde­stelle.

Die LeoVegas-App listet Trustly als Zahlungs­art – neben PayPal, Paysafecard, Sofort/Klarna, Skrill, Visa und Mastercard. Aus Sicht der Zahlungs­abwicklung ist Trustly also verfügbar; aus Sicht der Bewilligung fehlt das österreichische Standbein.

Was bedeutet das rechtlich? Die Rechtslage für ausländisch betriebene Sportwetten in Österreich ist nicht abschließend geklärt. Die Verwaltungs­gerichts­hof­sprechung (VwGH 9.4.2026, Ra 2025/02/0037) hat für das Oö. Wettgesetz entschieden, dass die Bewilligungs­pflicht an den Ort der Daten­bereitstellung anknüpft – ein Anbieter, dessen Server in Malta steht, fällt damit nicht unter das Oö. Wettgesetz. Das bedeutet nicht automatisch „legal“ – es bedeutet, dass die österreichische Behörde in diesem Fall keine Handhabe hat. Für den Wettkunden heißt das: Wer bei LeoVegas wettet, wettet bei einem Anbieter, dessen österreichischer Status ungeklärt ist, dessen Trustly-Zahlung funktioniert, dessen Auszahlungs­bedingungen maltesischem Recht unterliegen.

Keine österreichische Selbst­sperre erreicht LeoVegas, kein österreichisches Einzahlungs­limit greift. Wer sich selbst sperren will, muss das im LeoVegas-Konto tun – sofern LeoVegas das anbietet.

Verdienst: LeoVegas ist für Wettkunden, die Trustly als Zahlungs­art suchen und mit einer maltesischen Lizenz leben können. Wer in Österreich eine heimische Bewilligung will, ist fehl am Platz. Wer auf Trustly angewiesen ist und keine heimische Bewilligung braucht, findet hier einen Anbieter mit großer Produkttiefe.

Welche Anbieter Trustly tatsächlich anbieten

Trustly ist eine von vielen Zahlungs­arten. Welche Anbieter sie tatsächlich im Wettkonto anzeigen, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden und kann sich ändern. Aus der Außen­darstellung lässt sich nur ein unvollständiges Bild zeichnen:

Das Bild, das sich ergibt, ist eindeutig: Die österreichischen Anbieter mit Bewilligung setzen auf heimische Methoden (EPS, Klarna) und internationale Standardmethoden (Kreditkarte, PayPal, Paysafecard). Trustly ist in dieser Liste die Ausnahme. Wer in Österreich bei einem bewilligten Anbieter mit Trustly einzahlen will, hat nur wenige Optionen. Wer Trustly zwingend nutzen will, landet eher bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung.

Trustly-Einzahlung im praktischen Ablauf

Wer mit Trustly einzahlt, geht vier Schritte:

Die Auszahlung läuft in umgekehrter Richtung: Der Wettanbieter stößt die Auszahlung an, Trustly überweist auf das hinterlegte Bank­konto, der Kunde sieht den Eingang nach ein bis zwei Bank­werktagen. Bei tipp3 ist die Auszahlung auf Werktage Montag bis Freitag beschränkt – am Wochenende wird nichts überwiesen.

Vertrauen, Kosten und das, was Trustly von anderen Methoden unterscheidet

Was Trustly von anderen Methoden unterscheidet, ist die Nähe zum Bank­konto. Keine Wallet, keine Karten­nummer, keine Drittpartei zwischen Kunde und Anbieter – das Geld geht direkt vom Girokonto aufs Wettkonto. Das hat drei praktische Folgen:

Was Trustly nicht bietet, ist die Anonymität. Prepaid-Methoden wie Paysafecard erlauben anonyme Einzahlungen – solange das Konto nicht auf Barauszahlung besteht. Trustly verlangt die Anmeldung im Online-Banking, also die Identifizierung gegenüber der Bank. Das ist kein Wettanbieter-Login, sondern ein Bank-Login – aber anonym ist die Eingabezahlen nicht.

Die Wettgebühr im Detail: Was 5 % auf den Gewinn bedeuten

Die Wettgebühr von 5 % ist die größte Kostenstelle, die Trustly-Kunden in Österreich treffen. Sie ist unabhängig von der Zahlungs­art, aber sie schmälert jeden Gewinn. tipp3 zieht 5 % vom Gewinn ab – die Faustregel: 100 € Einsatz auf € → 250 € Brutto­gewinn → 242,50 € Netto­gewinn. Das ist die ehrliche Rechnung.

Was die Wettgebühr mit der Quote macht: Sie verändert nicht die angezeigte Quote, sondern den ausgezahlten Betrag. Wer auf 2,50 setzt, sieht 2,50 als Quote und 250 € als potenziellen Gewinn; ausgezahlt werden aber 242,50 €. Die Quote von 2,50 wird damit effektiv zu 2,425 – ein Unterschied, der bei kleinen Einsätzen marginal ist, bei großen Einsätzen aber spürbar wird.

Wer mit Trustly einzahlt und auf eine Wette 1.000 € setzt, gewinnt nominal 2.500 €; ausgezahlt werden aber 2.425 €. Die 75 € Differenz sind die Wettgebühr, getragen vom Wettkunden. Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die 5 % selbst; bei gewonnenen Wetten der Kunde.

Warum die Wettgebühr die Wahl des Anbieters beeinflusst

Die Wettgebühr ist gesetzlich einheitlich – 5 % für jeden Wettanbieter in Österreich. Der Unterschied liegt darin, wie der Anbieter sie weitergibt: tipp3 trägt sie bei Verlusten, zieht sie bei Gewinnen ab. Andere Anbieter können die 5 % in die Quote einkalkulieren – das bedeutet eine niedrigere angezeigte Quote, aber der Brutto­gewinn entspricht dem, was die Quote verspricht. Wieder andere können sie teilweise tragen und teilweise auf den Kunden umlegen. Welche Variante fairer ist, hängt vom Spiel­verhalten ab: Wer viele Wetten verliert, profitiert vom tipp3-Modell. Wer viele Wetten gewinnt, verliert dabei.

Wer die Wettgebühr vergleichen will, muss daher nicht den Steuersatz vergleichen – der ist überall 5 % –, sondern die Art der Umlage. Das ist eine Frage des Anbieters, nicht des Gesetzes.

Limits, Sperren und Spielsucht: Was Trustly-Kunden wissen müssen

Trustly hat auf die Spielerschutz-Regeln keinen Einfluss. Was zählt, ist die Wettordnung des Anbieters.

Was Trustly damit zu tun hat: Nichts. Trustly ist ein Zahlungs­institut, das Geld bewegt; Spielerschutz ist Sache des Wettanbieters.

Vertrauens­aufbau: Lizenzen, Aufsicht und was die Bewilligung bedeutet

Eine österreichische Sportwetten-Bewilligung wird von einer Landes­regierung erteilt. Die Bewilligung ist im jeweiligen Wettgesetz verankert – NÖ Wettgesetz, Oö. Wettgesetz, Tiroler Wettgesetz, Wr. Wettengesetz. Die Bewilligung erlaubt dem Anbieter, Sportwetten im jeweiligen Bundesland anzubieten. Sie ist keine Konzession für Glücksspiel und kein bundes­weiter Status.

Für den Wettkunden heißt das: Die Bewilligung gibt es, weil das jeweilige Bundesland den Anbieter geprüft hat. Die Prüfung umfasst die wirtschaftliche Zuverlässigkeit, die Spielerschutz­maßnahmen und die Einhaltung der Wettordnung. Die Bewilligung ist nicht übertragbar und gilt nur im jeweiligen Bundesland. Wer in Österreich wettet, sollte prüfen, ob der Anbieter eine Bewilligung hat und welches Bundesland sie ausgestellt hat.

Vertrauen entsteht nicht durch die Bewilligung allein, sondern durch ihre Transparenz. tipp3 und Admiral veröffentlichen ihre Bewilligung im Detail – Bescheid, Aktenzahl, Wettgesetz, Landes­regierung. win2day und Vierklee veröffentlichen zumindest das Bundesland. Merkur Bets und Starsportwetten erwähnen die Bewilligung, ohne das Bundesland zu nennen. LeoVegas hat keine österreichische Bewilligung und beruft sich auf Malta.

Wettquoten und Margen: Was Trustly-Kunden über die Quote wissen sollten

Trustly beeinflusst die Quote nicht. Die Quote wird vom Anbieter festgelegt und gilt für alle Zahlungs­arten. Was die Quote beeinflusst, ist das Wettangebot – je breiter das Angebot, desto eher findet der Kunde eine Quote, die zu seinem Spiel passt.

Was die Quote beeinflusst, ist auch der Auszahlungs­schlüssel – der Anteil der Einsätze, den der Anbieter an die Wettkunden zurück­gibt. Bei einem Auszahlungs­schlüssel von 95 % behält der Anbieter 5 % Marge. Bei einem Auszahlungs­schlüssel von 92 % sind es 8 % Marge. Wer langfristig wettet, verliert im Schnitt die Marge des Anbieters – das ist die Mathematik hinter jeder Quote.

Die Wettgebühr von 5 % ist zusätzlich zur Marge zu verstehen. Sie ist eine österreichische Fiskal­abgabe, keine Marge des Anbieters. Wer 100 € einsetzt und verliert, verliert 100 €; die Wettgebühr trägt in diesem Fall der Anbieter. Wer 100 € einsetzt und gewinnt, bekommt 250 € ausbezahlt, davon aber 5 % Wettgebühr abgezogen. Die Marge des Anbieters schmälert die Quote, die Wettgebühr schmälert den Gewinn.

Was Trustly mit der Marge zu tun hat

Nichts. Trustly ist eine Zahlungs­art, die Marge ist eine Eigenschaft der Quote. Wer mit Trustly einzahlt, bekommt dieselbe Quote wie mit Kreditkarte oder EPS. Was sich mit Trustly unterscheiden kann, ist der Bonus – manche Anbieter schließen Trustly vom Bonus aus, andere nicht. Wer den Bonus mitnimmt, sollte prüfen, ob die Zahlungs­art zulässig ist.

Live-Wetten, Cash-Out und was Trustly-Kunden erwarten können

Live-Wetten sind in Österreich nicht bundes­weit einheitlich geregelt. Wien erlaubt Live-Wetten auf partielle Ergebnisse oder das Endergebnis; Ober­österreich erlaubt sie auf numerische Zwischen­ergebnisse, das Endergebnis oder auf den nächsten Torschützen. Nieder­österreich ist im Detail nicht abschließend dokumentiert. Die Regel unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland; verlässliche Auskunft gibt nur das jeweilige Wettgesetz.

Cash-Out ist eine Funktion des Wettanbieters, keine gesetzliche Pflicht. Wer seine Wette vor dem Ende abrechnet, bekommt den Cash-Out-Betrag, den der Anbieter zum Zeitpunkt der Anforderung anbietet. Der Anbieter kann Cash-Out anbieten oder nicht; Trustly hat darauf keinen Einfluss.

Trustly-Kunden können grundsätzlich an allen Wettmärkten teilnehmen – Einzel­wette, Kombi­wette, System­wette, Live-Wette. Was sie brauchen, ist ein Wettkonto beim jeweiligen Anbieter und eine ausreichende Deckung auf dem Bank­konto. Der Rest ist Wettmathematik.

Das richtige Wettkonto: Welcher Anbieter für welchen Kunden

Die Wahl des Anbieters hängt davon ab, was der Kunde sucht:

Wer zwischen den Anbietern wechselt, sollte das Konto beim alten Anbieter sauber abschließen – Auszahlung beantragen, Bonus umsetzen oder stornieren, Identitäts­prüfung abgeschlossen. Anbieter, die ein Konto ohne Auszahlung stillstehen lassen, sind schlechter zu handhaben.

Häufige Fragen zu Wettanbietern mit Trustly in Österreich

Wie schnell wird eine Einzahlung per Trustly beim Wettanbieter gutgeschrieben?

Trustly-Einzahlungen werden in der Regel binnen Sekunden gutgeschrieben, weil der Anbieter den Eingang aus dem Bank­konto des Kunden bestätigt bekommt und das Wettkonto sofort freischaltet. Bei klassischen Bank­überweisungen dauert es ein bis zwei Bank­werktage, weil das Geld den SEPA-Weg geht. Trustly nutzt eine direkte Schnittstelle zur Bank, daher die schnelle Gutschrift – vorausgesetzt, der Kunde bestätigt die Zahlung im Online-Banking.

Warum ist eine Trustly-Auszahlung oft nur möglich, wenn zuvor mit Trustly eingezahlt wurde?

Viele Wettanbieter verlangen, dass Auszahlungen auf demselben Weg erfolgen wie die Einzahlung. Das ist eine Anti-Geldwäsche-Regel, nicht eine Trustly-Sonderregel. Wer mit Trustly einzahlt, gibt seine IBAN preis; die Auszahlung geht auf genau dieses Konto, um Missbrauch zu verhindern. Wer das Auszahlungs­konto wechseln will, muss es vorher beim Anbieter ändern und sich neu identifizieren.

Muss das Bankkonto bei Trustly auf den Namen des Wettkunden lauten?

Ja. Trustly verlangt, dass Konto­inhaber und Wettkunde identisch sind. Das ist Standard für regulierte Wettanbieter – sie verhindern Geldwäsche über Dritt­konten. Wer auf das Konto eines Familien­mitglieds einzahlt, dessen Wettkonto wird gesperrt oder die Auszahlung verweigert. Bei jeder Auszahlung muss der Konto­inhaber mit dem Wettkunden übereinstimmen, sonst gibt es keine Auszahlung.

Welche Mindesteinzahlung gilt bei Wettanbietern für Trustly?

Die Mindest­einzahlung pro Methode liegt meist zwischen 10 € und 20 €. Wer einen Bonus aktivieren will, muss oft 20 € einzahlen – bei Powbet und Dragonia ist das die Untergrenze für den 100-%-Bonus. Trustly selbst schreibt keinen Mindest­betrag vor; der Wettanbieter tut es. Wer unter 20 € einzahlt, löst den Bonus nicht aus.

Wird Guthaben ausgezahlt, solange Bonus-Umsatzanforderungen noch offen sind?

In der Regel nicht. Vor der Auszahlung muss der Bonus vollständig umgesetzt oder storniert werden. Eine Stornierung führt meist zum Verlust des Bonus und der damit erzielten Gewinne. Wer den Bonus behält, muss die Auflagen erfüllen – Umsatz­faktor, Mindestquote, Frist. Wer vor Abschluss auszahlen will, verliert den Bonus. Das ist Standard bei den meisten Anbietern.

Bedeutet die Zulassung des Zahlungs­dienstes im Ausland, dass ein Wettanbieter in Österreich bewilligt ist?

Nein. Trustly ist ein schwedisches Zahlungs­institut unter Aufsicht der Finans­inspektionen; das macht Trustly aber nicht zu einem österreichischen Sportwetten-Bewilliger. Sportwetten in Österreich laufen über Bewilligungen der Bundesländer, nicht über Zulassungen von Zahlungs­dienstleistern. Wer in Österreich wettet, muss den Bewilligungs­status des Wettanbieters selbst prüfen – üblicherweise im Impressum oder in der Wettordnung. Trustly hat darauf keinen Einfluss.

Inhalt erstellt vom Team «Eishockey online»