Bester Sportwetten-Bonus in Österreich 2026: Was die Angebote wirklich kosten
Stand: 30. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungen der Landesregierungen und die Veröffentlichungen der Anbieter selbst

Die Werbung verspricht „100 % Bonus“, „bis zu 250 €“, „fünf FreeBets“. Wer nur die Überschrift liest, sortiert Anbieter nach der größten Zahl — und übersieht, was die Zahl tatsächlich bedeutet. Ein 100-%-Bonus auf 100 €, der sechsmal mit Mindestquote 1,50 umgesetzt werden muss, gibt dem Wettkunden in der Endabrechnung weniger zurück als ein kleinerer Bonus mit fairerer Frist und niedrigerer Marge. Dieses Ranking misst daher nicht, wie viel ein Bonus verspricht, sondern was er kostet: an Umsatz, an Mindestquoten, an Fristen, an der Wettgebühr, die seit dem 1. April 2025 jeden Gewinn schmälert.
Die Liste beginnt mit den sechs österreichweit bewilligten Anbietern — tipp3, win2day, Starsportwetten, Vierklee, Merkur Bets und Admiral — und führt dann vier Marken ohne österreichische Bewilligung auf, die österreichische Wettkunden dennoch erreichen. Bei jeder Marke steht, was der Bonus in Zahlen fordert und für wen er sich rechnet. Die Berechnung der Buchmachermarge am Ende zeigt, warum die „besten“ Quoten in Wahrheit nie die größten sind.
Neukundenangebote und was sie in Österreich tatsächlich bedeuten
Ein Sportwetten-Bonus ist ein Werbeversprechen, das an Bedingungen geknüpft ist, die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen stehen und in der Werbung meist fehlen. Wer das Angebot annimmt, akzeptiert diese Bedingungen mit. Drei Zahlen entscheiden, was der Bonus am Ende wert ist: der Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist. Wer alle drei ignoriert, hat nicht gespart, sondern Zeit gegen Geld getauscht.

Umsatzfaktor. Die meisten Anbieter verlangen, dass der Bonus — oder Bonus plus Einzahlung — mehrere Male zu bestimmten Quoten gesetzt wird, bevor eine Auszahlung möglich ist. Boomerang-Bet schreibt in seinen Promotionsbedingungen ausdrücklich, dass Einzahlung und Bonus für österreichische Kunden fünfmal umgesetzt werden müssen, andere Märkte sechsmal. Auszahlungen werden so lange gesperrt, bis die Bedingung erfüllt ist; wer sie nicht erfüllt, verliert Bonus und oft auch die Gewinne, die damit erzielt wurden.
Mindestquote. Wetten zählen nur, wenn die Quote einen Schwellenwert erreicht. Betovo verlangt 1,59, Boomerang-Bet 1,50, jeweils auch pro Auswahl in einer Kombiwette. Niedrige Quoten sind leichter zu treffen, lassen aber weniger Gewinn; hohe Quoten sind schwerer zu treffen und fressen den Bonus schneller auf, wenn sie danebengehen.
Frist. Slotimo gibt in der Regel 30 Tage ab Kontoeröffnung, Boomerang-Bet ebenfalls 30 Tage ab erster Einzahlung. Wer später einzahlt, hat weniger Zeit. Wer den Bonus innerhalb der Frist nicht durchbringt, verliert ihn ersatzlos.
Wettgebühr. Seit dem 1. April 2025 werden 5 % des Wetteinsatzes fällig, gestützt auf § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025. Vorher waren es 2 %. tipp3 schreibt, dass verlorene Wetten vom Anbieter getragen werden, gewonnene Wetten aber 5 % des Gewinns abgezogen bekommen. Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 sind das 1 € Abzug vom 10 € Gewinn. Cash-Outs und „ja/nein“- oder „alle 7“-Wetten sind bei tipp3 ausgenommen. Welche Buchmacher die Gebühr tragen und welche sie an die Kunden weiterreichen, variiert; seriöse Anbieter schreiben es in die Gewinn- oder Hilfe-Seite.
Ein Bonus, der 100 € verspricht, kann am Ende weniger wert sein als ein 30-€-FreeBet ohne Umsatzfaktor, wenn die Bedingungen schwer wiegen. Das Sortieren nach der größten Zahl ist daher die teuerste Leseart, die dieses Thema kennt.
Rechtslage: Warum es keine nationale Lizenz für Sportwetten-Boni gibt
Die Republik Österreich hat in ihrem Glücksspielgesetz (GSpG) Sportwetten ausdrücklich ausgenommen. Der Verwaltungsgerichtshof hat in seinem Erkenntnis vom 2. Juli 2015 (Ro 2015/16/0019) festgehalten, dass die klassische Sportwette kein Glücksspiel im Sinne des Bundesgesetzes ist. Damit gibt es keine bundesweite Lizenz, keine nationale Aufsicht und keine bundesweite Liste bewilligter Buchmacher. Die Bewilligung wird in jedem der neun Bundesländer getrennt vergeben — Niederösterreich regelt das über das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Wien über das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich über sein Landeswettgesetz. Die zuständige Behörde ist in Niederösterreich das Amt der NÖ Landesregierung, in Wien der Magistrat, in Oberösterreich die OÖ Landesregierung.

Diese Aufteilung hat für Wettkunden drei spürbare Folgen. Erstens: Ein „in Österreich lizenzierter“ Anbieter ist immer ein Anbieter mit einer Bewilligung eines bestimmten Bundeslandes. Wer nachprüfen will, ob ein Anbieter tatsächlich bewilligt ist, sieht im Impressum oder in der Wettordnung nach — eine zentrale Datenbank existiert nicht. tipp3 etwa nennt die NÖ Bewilligung mit Bescheid vom 10. Dezember 2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020), win2day dieselbe NÖ Bewilligung für seinen Sportwetten-Bereich, Vierklee eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0), Admiral eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz.
Zweitens: Die Wettgebühr wird auch dann fällig, wenn der Anbieter im Ausland sitzt. Die Pflicht trifft nach § 33 GebG denjenigen, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt, und gilt auch für Wetten, die aus Österreich bei einem ausländischen Anbieter platziert werden. Bezahlte Wettgebühr ist allerdings kein Beweis für eine österreichische Bewilligung.
Drittens: Wer bei einem Anbieter ohne Land-Bewilligung wettet, bewegt sich in einer Grauzone, die jeder Landesgesetzgeber anders bewertet. Der VwGH hat am 9. April 2026 (Ra 2025/02/0037) den Serverstandort zum Anker für die Frage erklärt, ob das Oö. Wettgesetz anwendbar ist. Wer ohne österreichische Bewilligung wettet, kann sich nicht an eine österreichische Aufsicht wenden, wenn es Streit gibt; eine österreichische Selbstsperre greift dort nicht.
Dass Boni gesetzlich nicht eigens geregelt sind, heißt nicht, dass sie unreguliert sind. Die allgemeinen Wettgesetze verlangen einen verantwortungsvollen Standard, und die AGB jedes Anbieters sind verbindlich. Wer einen Bonus annimmt, hat die Pflicht, dessen Bedingungen zu lesen, und das Recht, sich auf die Bedingungen zu berufen, wenn der Anbieter sie ändert.
Spielerschutz bei Bonusaktionen
Bonusguthaben ist kein Grund, höhere Einsätze zu riskieren. Wer einen 100-€-Bonus freispielen will, setzt in der Regel nicht 100 €, sondern ein Vielfaches davon — und das Vielfache hängt von Quoten ab, die nicht immer eintreffen. Bonusbedingungen sind eine Marketingmechanik, kein Anreiz, das eigene Limit zu überschreiten. Wer ohne Bonus spielt, gibt weniger Geld aus; wer mit Bonus spielt, spielt mehr, selbst wenn der Bonus am Ende rechnerisch einen kleinen Vorteil bringt.
Selbstsperre und Auszahlungsregeln. tipp3 unterscheidet zwischen einer Spielpause (1, 3 oder 6 Monate, Guthaben bleibt auf dem Konto) und einer Selbstsperre (1, 2 oder 3 Jahre, Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen). Beide sind nach Beginn nicht mehr aufhebbar. Wer sich für drei Jahre sperrt, kommt nicht mehr an sein Wettkonto; das ist Absicht. Wichtig: Eine Selbstsperre gilt nur beim Anbieter, bei dem sie gesetzt wird. Es gibt in Österreich kein nationales Sperrregister für Sportwetten; wer bei tipp3 gesperrt ist, kann bei einem anderen Anbieter ein Konto eröffnen. Die Glücksspielreform 2026, die zum Stand 14. Oktober 2026 noch als Gesetzesentwurf vorliegt, plant zwar ein Sperr- und ein Limitregister, bezieht sich aber auf das Glücksspielgesetz — Sportwetten sind dort nicht erfasst.
Einzahlungslimits. win2day setzt für seine Sportwetten ein wöchentliches Limit von 250 € für Spieler bis 26 Jahre (Freitag bis Donnerstag), für Spieler ab 26 Jahren 1.680 € pro Kalendermonat. Das Limit ist auf Antrag individuell erhöhbar; Gewinne werden nicht angerechnet. Das ist ein freiwilliges Limit des Anbieters, kein gesetzliches Limit. Ein gesetzliches Einzahlungslimit für Sportwetten existiert in Österreich nicht.
Stake caps nach Bundesland. In Oberösterreich und Niederösterreich gilt 500 € pro Wette, in Wien an Wettterminals ohne Counter 50 €. Für Online-Wetten außerhalb dieser Länder ist die Regelung nicht festgestellt. Wer höhere Einsätze platzieren will, findet sie typischerweise bei Anbietern ohne Land-Bewilligung.
Hilfe. Die Anlaufstelle für problemspielende Wettkunden ist playsponsible.at. Wer merkt, dass Wetten zur Gewohnheit wird, die nicht mehr kontrollierbar ist, findet dort erste Informationen und Kontakte zu Beratungsstellen. Die Sperre selbst muss beim Anbieter gesetzt werden.
Was Boni mit Spielerschutz zu tun haben. Bonusbedingungen sind ein Ort, an dem Anbieter ihre Kunden zu zusätzlichem Spielvolumen bewegen. Ein seriöser Anbieter schreibt die Frist, die Mindestquote und den maximalen Einsatz pro Wette klar in die Bedingungen — und verbietet es nicht, vom Bonus abzusehen. Wer den Bonus ablehnt, spart sich den Umsatz; das ist keine verpasste Chance, sondern eine bewusste Entscheidung.
Wie der Bonusumsatz die Auszahlung bestimmt
Die zentrale Frage bei jedem Willkommensbonus lautet nicht „wie viel bekomme ich“, sondern „was kostet es, ihn auszahlbar zu machen“. Drei Größen geben die Antwort.
Umsatzfaktor × Bonus. Boomerang-Bet verlangt 5-fachen Umsatz von Einzahlung plus Bonus für österreichische Kunden. Wer 100 € einzahlt und 100 € Bonus erhält, muss 1.000 € an qualifizierten Wetten platzieren. Bei einem typischen Einsatz von 10 € pro Wette sind das 100 Wetten innerhalb von 30 Tagen — und pro Wette zählen nur 50 € zum Umsatz, eine Kappung, die viele Kunden erst im Kleingedruckten lesen.
Mindestquote. Bei 1,50 pro Auswahl heißt das, dass die meisten Favoritenwetten zählen, Kombiwetten aber oft durch eine Außenseiter-Auswahl disqualifiziert werden. Wer konsequent auf 1,50 setzt, gewinnt zwar häufiger, aber die Marge des Marktes frisst einen Teil des Gewinns wieder auf.
Marge. Jede Wette hat eine eingebaute Marge des Buchmachers. Bei einer Zwei-Wege-Wette zu Quoten 1,90 / 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95,0 % und eine Marge von etwa 5,0 %. Jeder Euro Umsatz kostet den Wettkunden im statistischen Mittel 5,0 Cent. Bei 1.000 € Umsatz ist das ein erwarteter Verlust von 50 € — der Bonus wird dadurch real deutlich kleiner, als die Überschrift verspricht.
Wer 100 € Bonus erhält und 53 € durch die Marge verliert, hat 47 € übrig. Wer den gleichen Bonus sechsmal umsetzen muss statt fünfmal, verliert entsprechend mehr. Wer eine Mindestquote von 1,80 halten muss statt 1,50, spielt in Märkten mit höherer Marge oder größerer Varianz und verliert tendenziell mehr pro Umsatz-Euro. Wer keine Frist einhält, verliert den Bonus komplett. Wer Skrill oder Neteller nutzt, fällt bei Boomerang-Bet aus der qualifizierenden Einzahlung heraus und bekommt den Bonus gar nicht.
FreeBets sind ein Sonderfall. Eine Freiwette ist kein Bargeldbonus. Bei win2day etwa gibt es fünf FreeBets zu je 10 € (insgesamt 50 €) nach einer Einzahlung von mindestens 1 €, gültig drei Jahre, einzeln einsetzbar in der genauen Höhe, nur für Einzelwetten, Cash-Out ist deaktiviert. Wer mit einer 10-€-FreeBet auf Quote 3,00 setzt, gewinnt 30 € brutto, abzüglich der Wettgebühr, falls der Anbieter sie anwendet. Der Einsatz von 10 € wird nicht zurückgezahlt — das ist der wesentliche Unterschied zur Echtgeldwette. Auf einer 2,00-Wette ist eine 10-€-FreeBet rechnerisch etwa 4,76 € wert (vor Marge), bei Quote 5,00 etwa 8 €. Der Wert steigt mit der Quote, weil der nicht zurückgezahlte Einsatz relativ zum Gewinn kleiner wird.
Erwarteter Wert eines Bonus. Wer die Schritte zusammennimmt — Umsatzfaktor, Frist, Mindestquote, Marge, FreeBet-Logik — kommt zu einer einfachen Erkenntnis: Der beworbene Bonus ist eine Obergrenze. Was unten herauskommt, hängt davon ab, wie diszipliniert der Wettkunde spielt, welche Märkte er wählt, und ob er die Frist einhält. Niemand sollte einen Bonus annehmen, weil er „kostenloses Geld“ suggeriert. Es ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit: Der Anbieter bekommt zusätzliches Spielvolumen, der Kunde bekommt eine Chance auf einen kleinen Vorteil — wenn die Mechanik zu seinen Gunsten spielt.
Die Top 10: Sportwetten-Bonus-Anbieter im Vergleich
Die folgende Tabelle ordnet die Anbieter nach ihrer Bewilligungssituation in Österreich und nach dem, was die Bonusbedingungen in Zahlen fordern. Die Spalten lesen sich wie die Argumentation der vorherigen Abschnitte: Welche Bewilligung liegt vor, wer steht als Betreiber dahinter, und in welcher Form ist die Lizenz dokumentiert.
| Anbieter | Bewilligung in Österreich | Betreiber / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung der NÖ Landesregierung | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H., Wien; NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Bescheid vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020 |
| win2day | Bewilligung der NÖ Landesregierung | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH; NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Bescheid vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020 (nur Sportwetten; Lotterie und Casino unter GSpG) |
| Starsportwetten | Bewilligung (Land nicht veröffentlicht) | Star Sportwetten GmbH; Bescheid vom 8. März 2022 laut Google-Play-Beschreibung; Land und Aktenzahl nicht genannt |
| Vierklee | Bewilligung der Tiroler Landesregierung | Vierklee Wettbüro GmbH; Zl. IIa.10.065/144-0 |
| Merkur Bets | Bewilligung (Land nicht veröffentlicht) | Merkur Group (vormals Cashpoint, Gerasdorf bei Wien); seit Juni 2025 unter Merkur Bets; Land und Bescheid nicht veröffentlicht |
| Admiral | Bewilligung der OÖ Landesregierung | ADMIRAL Sportwetten GmbH, Gumpoldskirchen; Oö. Wettgesetz |
| N1 Bet | ohne österreichische Bewilligung | N1 Group (2021), SoftSwiss Sportsbook; ausgewiesene Lizenz Curaçao |
| Bets.io | ohne österreichische Bewilligung | ausgewiesene Lizenz Anjouan (ALSI-202410047-FI2) |
| Wildsino | ohne österreichische Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| Roostino | ohne österreichische Bewilligung | ausgewiesene Lizenz Curaçao |
Die Reihenfolge trennt bewusst die ersten sechs von den letzten vier: Eine österreichische Bewilligung bedeutet, dass die Wettgebühr vom Anbieter korrekt abgeführt wird, dass die Spielregeln dem jeweiligen Landesrecht entsprechen und dass eine Beschwerdestelle im jeweiligen Bundesland existiert. Ohne österreichische Bewilligung fehlt all das. Welche konkreten Bonusmechaniken die einzelnen Marken fahren, steht in den folgenden Abschnitten.
tipp3
tipp3 ist das klassische Beispiel für ein österreichisches Wettunternehmen mit NÖ Bewilligung. Das Unternehmen sitzt in Wien, die Bewilligung wurde am 10. Dezember 2020 erteilt. tipp3 wickelt Sportwetten über Portal und App ab, das gesetzliche Fundament bildet das NÖ Wettgesetz vom 27. Mai 2020 (LGBl. Nr. 58/2020). Das Wettangebot ist typisch österreichisch: Fußball, Eishockey, Tennis, dazu Wintersport und Randsportarten, stationär in Trafiken und online.
Bonus und Bedingungen. tipp3 bewirbt im Aktionsbereich unterschiedliche Angebote; eine pauschale „100 %“-Willkommens-Aussage wie bei internationalen Anbietern fehlt meist. Der Vorteil von tipp3 liegt in der Wettgebühr-Behandlung: tipp3 trägt nach eigenen Angaben die 5 % bei verlorenen Wetten und zieht 5 % vom Gewinn ab. Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 bedeutet das 1 € Abzug vom Bruttogewinn 20 €. Cash-Out-Gewinne und „ja/nein“-Wetten sind ausgenommen. Wer mit kleinen Einsätzen spielt, merkt davon wenig; bei höheren Einsätzen summiert sich der Abzug.
Stärken und Schwächen. Die Stärke ist die Kombination aus Land-Bewilligung, Wettgebühr-Behandlung und einem dichten Annahmestellennetz. Die Schwäche ist das Bonusangebot, das hinter internationalen Anbietern zurückbleibt. Wer den höchsten Bonus sucht, wird anderswo fündig; wer einen Wettanbieter mit österreichischer Aufsicht und klarer Gebührenregel sucht, ist hier richtig.
Verdienst. tipp3 ist der Anbieter für Wettkunden, denen eine österreichische Bewilligung wichtiger ist als eine hohe Bonusnummer.
win2day
win2day ist die Sportwetten-Marke der Österreichischen Lotterien, betrieben von der Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH. Die Sportwetten unterliegen nach Angabe der Seite einer NÖ Bewilligung und fallen damit nicht unter das Glücksspielgesetz und nicht unter die Aufsicht des BMF. Das ist eine Besonderheit: Die Lotterien und Casinospiele von win2day laufen unter der bundesweiten GSpG-Konzession, die Sportwetten unter Landesrecht. Die beiden Welten strikt auseinanderzuhalten ist wichtig, weil unterschiedliche Regeln gelten.
Bonus und Bedingungen. win2day bietet fünf FreeBets zu je 10 € (insgesamt 50 €) nach einer Einzahlung von mindestens 1 €. Die FreeBets sind drei Jahre gültig, gelten nur für Einzelwetten, müssen in genau der Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden und sind nicht auszahlbar. Cash-Out ist für FreeBet-Wetten deaktiviert. Der mögliche Gewinn errechnet sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz, abzüglich des FreeBet-Einsatzes (der nicht zurückgezahlt wird). Die FreeBets sind ein Klassiker der österreichischen Sportwetten-Welt: niedrige Einstiegshürde bei der Einzahlung, aber jeder FreeBet muss einzeln zu einer qualifizierenden Quote gesetzt werden.
Einzahlungslimit. win2day setzt ein wöchentliches Limit von 250 € für Spieler bis 26 Jahre (Freitag bis Donnerstag), für Spieler ab 26 Jahren 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne werden nicht angerechnet. Das ist eines der wenigen Anbieter-Limits, die in den Suchergebnissen klar dokumentiert sind.
Stärken und Schwächen. Stärke: FreeBets ohne komplizierten Umsatzfaktor, klare Bedingungen, österreichische Bewilligung. Schwäche: Der Wert der FreeBets hängt von der gewählten Quote ab; wer auf 1,50 setzt, bekommt weniger heraus, als die Werbung suggeriert. Gewinne aus dem elektronischen Guthaben können vier Wochen lang beansprucht werden, wenn sie nicht gutgeschrieben wurden; Auszahlungen gehen auf das registrierte Bankkonto, Auszahlungsgebühren trägt der Spieler.
Verdienst. win2day liefert das fairste FreeBet-Paket der bewilligten Anbieter — vor allem für Wettkunden, die mit kleineren Quoten spielen und keinen mehrfachen Umsatzfaktor wollen.
Starsportwetten
Starsportwetten wird von der Star Sportwetten GmbH betrieben. Die Google-Play-Beschreibung der App verweist auf einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Welches Bundesland die Bewilligung erteilt hat und welche Aktenzahl der Bescheid trägt, ist aus der App-Beschreibung nicht ersichtlich. Für Wettkunden heißt das: Eine Bewilligung existiert dem Anbieter zufolge, sie lässt sich aber nicht ohne Weiteres überprüfen.
Bonus und Bedingungen. Konkrete Bonusangaben hat Starsportwetten in der App-Beschreibung nicht veröffentlicht. Die App selbst listet im Aktionsbereich Sportwetten-Aktionen; die genauen Bedingungen sind in der App einzusehen.
Stärken und Schwächen. Stärke: Präsenz in stationären Spielstätten zusätzlich zum Online-Angebot. Schwäche: Die fehlende Veröffentlichung von Land und Bescheidnummer macht die Überprüfung der Bewilligung schwieriger als bei tipp3 oder Vierklee. Wettkunden, die vollständige Transparenz wollen, müssen beim Anbieter direkt nachfragen.
Verdienst. Starsportwetten ist für Wettkunden interessant, die in der Nähe einer Annahmestelle wohnen und das hybride Angebot schätzen — vorausgesetzt, sie akzeptieren eine Bewilligung, deren landesspezifische Daten vom Anbieter nicht offen kommuniziert werden.
Vierklee
Vierklee betreibt Online-Sportwetten und Wettterminals unter der Lizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung. Die Bewilligung ist damit klar dokumentiert: Tirol, mit Aktenzahl. Der Anbieter ist die Vierklee Wettbüro GmbH. Auf der Startseite wirbt Vierklee mit einem Neukundenbonus von bis zu 100 €, nennt aber keine konkreten Bonusbedingungen.
Bonus und Bedingungen. Die Bewerbung „bis zu 100 €“ ist eine typische Bonusformel: Der Höchstbetrag gilt unter Bedingungen, die in den Aktionsbedingungen stehen. Welche Mindestquote, welcher Umsatzfaktor, welche Frist gelten, ist auf der Website nicht öffentlich für Kunden aufgeführt. Wettkunden müssen vor Annahme des Bonus die Promotionsbedingungen lesen — oder beim Kundendienst nachfragen.
Stärken und Schwächen. Stärke: Klar dokumentierte Tiroler Bewilligung, Präsenz im Terminal-Geschäft. Schwäche: Intransparenz bei den konkreten Bonusbedingungen — die Zahl „bis zu 100 €“ hilft wenig, wenn die Mechanik im Kleingedruckten steht.
Verdienst. Vierklee passt zu Wettkunden, die einen Tirol-bewilligten Anbieter mit Terminal-Netz suchen und bereit sind, die Bonusbedingungen vor Annahme einzeln zu prüfen.
Merkur Bets
Merkur Bets ist der neue Name der österreichischen Sportwetten-Sparte der Merkur Group, die bis Juni 2025 als Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien aufgetreten ist. Die Merkur Group ist ein etablierter Anbieter im Glücksspiel- und Wettbereich; der Markenwechsel ist eine Namensänderung, kein Eigentümerwechsel. Eine Veröffentlichung von Land und Bescheidnummer für die Bewilligung ist auf der öffentlichen Seite nicht auffindbar.
Bonus und Bedingungen. Merkur Bets bewirbt verschiedene Aktionen, darunter einen Willkommensbonus. Konkrete Zahlen zu Umsatzfaktor, Mindestquote oder Frist sind auf der Website nicht öffentlich aufgeführt; die Bonusdetails stehen im Mitgliederbereich und in den Promotionsbedingungen.
Stärken und Schwächen. Stärke: Lange Marktpräsenz (seit 1996 als Cashpoint), bekannt im stationären Vertrieb, österreichische Bewilligung dem Anbieter zufolge. Schwäche: Bewilligungsdaten sind nicht offen dokumentiert, die Bonusdetails nicht öffentlich einsehbar. Wettkunden müssen sich auf den Anbieter verlassen, ohne die Daten selbst nachprüfen zu können.
Verdienst. Merkur Bets ist für Wettkunden gedacht, die einen traditionsreichen österreichischen Anbieter mit physischer Präsenz suchen — und die Bereitschaft mitbringen, die Bonusbedingungen erst nach Registrierung im Detail zu prüfen.
Admiral
Admiral Sportwetten gehört zur Novomatic-Gruppe, betrieben von der ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen. Das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war zwischen 2001 und 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung ist nach Angabe des Anbieters eine solche der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Damit ist die Land-Zuordnung dokumentiert, die genaue Bescheidnummer in der überprüften Version der Seite nicht.
Bonus und Bedingungen. Admiral bewirbt im Sportbereich laufend Aktionen; ein klassischer „100 % bis 200 €“-Willkommensbonus ist im österreichischen Markt bei Admiral nicht unbedingt das Standardangebot. Die Bonusdetails sind in den Promotionsbedingungen hinterlegt.
Stärken und Schwächen. Stärke: Etabliertes Markenvertrauen, klare Oö. Wettgesetz-Bewilligung, dichte Annahmestellenpräsenz. Schwäche: Wer einen großen Willkommensbonus sucht, ist bei Admiral möglicherweise nicht an der ersten Adresse; das Angebot ist stärker auf Bestandskundenaktionen ausgerichtet.
Verdienst. Admiral ist für Wettkunden die erste Wahl, denen Markenvertrauen und ein dauerhaftes Aktionsangebot wichtiger sind als ein hoher Einmal-Bonus bei Registrierung.
N1 Bet
N1 Bet läuft auf dem Modul SoftSwiss Sportsbook und wurde 2021 als Sportwettenprojekt der N1 Group vorgestellt. Das Produkt wirbt mit mehr als 10.000 Live-Ereignissen in über 70 Sportarten, mehr als 1.200 Wettmärkten, drei Arten von Freebets und fünf Quotenformaten. Eine österreichische Bewilligung liegt nicht vor; die ausgewiesene Lizenz ist Curaçao. Damit ist N1 Bet ein internationaler Anbieter, der österreichische Kunden bedient, ohne dem österreichischen Wettgesetz zu unterliegen.
Bonus und Bedingungen. N1 Bet bietet einen gestaffelten Willkommensbonus auf die ersten Einzahlungen. Die Bedingungen variieren je nach Krypto- und Fiat-Variante und sind in den Promotionsbedingungen des Anbieters detailliert aufgeführt.
Stärken und Schwächen. Stärke: Sehr breites Wettprogramm, viele Märkte, Krypto-tauglich. Schwäche: Keine österreichische Bewilligung, keine österreichische Aufsicht, keine österreichische Selbstsperre, Curaçao-Lizenz wird von Behörden und Verbraucherschützern unterschiedlich bewertet. Wettkunden, die bei einem Streitfall klagen wollen, sind auf ausländische Instanzen angewiesen.
Verdienst. N1 Bet ist für Wettkunden eine Option, die ein sehr breites Live-Programm und Krypto-Zahlung suchen — sofern sie bereit sind, auf den österreichischen Anlegerschutz zu verzichten.
Bets.io
Bets.io ist ein Krypto-Casino und Sportwetten-Anbieter mit deutschsprachiger Startseite. Die Lizenz ist Anjouan (ALSI-202410047-FI2), nicht österreichisch. Das Willkommensangebot auf der deutschsprachigen Seite ist 225 % bis zu 1 BTC plus 225 Freispiele — das ist ein Casino-Bonus, kein Sport-Bonus. Der Anbieter verweist zusätzlich auf eigene Sportbedingungen, die getrennt zu lesen sind.
Bonus und Bedingungen. Der Casino-Bonus hat nichts mit dem Sport-Bonus zu tun, und umgekehrt. Wer auf Sportwetten aus ist, muss die Sport-Promotionsseite besuchen. Welche konkreten Bedingungen dort stehen, ist in der überprüften Version nicht erfasst; seriöse Anbieter veröffentlichen sie auf der Aktionsseite selbst.
Stärken und Schwächen. Stärke: Krypto-Zahlung, deutschsprachiger Auftritt, separate Sportsektion. Schwäche: Casino- und Sportbonus sind nicht zu verwechseln; Anjouan-Lizenz ohne österreichische Anerkennung; keine österreichische Selbstsperre.
Verdienst. Bets.io passt zu Krypto-affinen Wettkunden, die bewusst zwischen Casino- und Sport-Bonus trennen — und die fehlende österreichische Bewilligung in Kauf nehmen.
Wildsino
Wildsino ist ein weiterer internationaler Anbieter ohne österreichische Bewilligung. Die Lizenz ist in der überprüften Version nicht festgestellt. Im Sportbereich bewirbt Wildsino einen wöchentlichen Reload-Bonus (50 % bis 500 €), einen Cashback-Bonus (10 % bis 500 €), Accumulator Boost, Early Payout und „Bore Draw“ (Rückerstattung bei 0:0).
Bonus und Bedingungen. Das Sportangebot ist vielschichtig: Reload und Cashback laufen kontinuierlich, Early Payout und Bore Draw sind wettmechanische Features, die unabhängig von Bonusaktionen greifen. Die konkreten Bedingungen sind in den Promotionsbedingungen hinterlegt.
Stärken und Schwächen. Stärke: Mehrere laufende Aktionen, kombinierbar. Schwäche: Lizenz nicht klar dokumentiert, keine österreichische Anerkennung, keine österreichische Selbstsperre. Wer in Österreich wettet, bewegt sich rechtlich in der Grauzone.
Verdienst. Wildsino ist für Wettkunden eine Option, die laufende Aktionen über einen einmaligen Willkommensbonus stellen — und die fehlende Bewilligung in Kauf nehmen.
Roostino
Roostino bewirbt im Aktionsbereich Sport einen „Exclusive Sports Betting Offers“-Titel. Die Sitemap des Betreibers listet Länderversionen unter anderem für Englisch, Kanada, Neuseeland, Australien, Finnland, Ungarn, Norwegen, Polen, Italien, Frankreich, Belgien, Spanien, Tschechien, Slowakei, Slowenien und Kroatien — Deutsch ist nicht darunter. Die ausgewiesene Lizenz ist Curaçao, eine österreichische Bewilligung liegt nicht vor.
Bonus und Bedingungen. Die deutschsprachige Bedienung ist bei Roostino eingeschränkt; wer ohne Deutschkenntnisse auskommen muss, ist auf die englische Version angewiesen. Die konkreten Bonusangaben sind auf der Website nicht öffentlich für deutschsprachige Kunden abrufbar.
Stärken und Schwächen. Stärke: Breite internationale Ausrichtung, mehrere Boni im Sportbereich. Schwäche: Keine deutschsprachige Version, keine österreichische Bewilligung, Curaçao-Lizenz ohne österreichische Anerkennung. Die fehlende deutsche Sprachversion ist ein praktisches Hindernis für deutschsprachige Wettkunden.
Verdienst. Roostino ist für englischsprachige Wettkunden eine Option, die mehrere internationale Boni suchen — für deutschsprachige Kunden ist die Bedienung mühsam, und der Anbieter gehört nicht in die engere Auswahl.
Wie die Buchmachermarge den Bonus schmälert
Eine Quote ist kein objektiver Wert, sondern ein Preis, den der Buchmacher festlegt. Auf einem Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1,90 / 1,90 ergibt sich rechnerisch:
- Auszahlungsquote: 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ 1,0526 = rund 94,7 %.
- Marge: 100 % − 94,7 % = rund 5,3 %.
Das heißt: Von jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, wandert im statistischen Mittel etwa 5,3 Cent in die Kasse des Buchmachers, der Rest wird als Gewinn ausgeschüttet. Die 5,3 % sind nicht der Verlust eines einzelnen Wetters, sondern der eingebaute Vorteil des Anbieters über alle Wetten hinweg. Wer 1.000 € Umsatz macht, verliert im Erwartungswert rund 53 € an die Marge, unabhängig davon, ob er gewinnt oder verliert.
Bei Märkten mit drei oder mehr Ausgängen — etwa 1X2 im Fußball (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) — liegt die Marge typischerweise zwischen 5 % und 8 %, je nach Sport und Wettbewerb. Je mehr Ausgänge ein Markt hat, desto höher ist die Marge, weil der Buchmacher auf jedes mögliche Ergebnis einen Risikoaufschlag legt. Eine Quote von 1,30 auf einen klaren Favoriten klingt verlockend, ist aber Ausdruck einer niedrigen impliziten Wahrscheinlichkeit — und der Favorit gewinnt nicht immer.
Die Marge ist der Grund, warum ein „100 % bis 200 €“-Bonus nicht automatisch 200 € Gewinn bedeutet. Wer 200 € Bonus erhält, 1.000 € umsetzt und dabei eine Marge von 5,3 % trägt, hat 53 € an die Marge verloren. Der Bonus ist real also eher 147 € wert — und das nur, wenn die Frist eingehalten wird, die Wetten die Mindestquote erfüllen und keine Ausschlüsse greifen. Wer sechsmal umsetzen muss statt fünfmal, verliert 1.200 × 5,3 % = rund 64 €; bei höherer Mindestquote verschiebt sich das noch weiter. Die Faustregel: Je höher der Umsatzfaktor, desto weniger vom Bonus bleibt übrig.
Die Marge variiert von Anbieter zu Anbieter und von Markt zu Markt. Wer konsequent auf Märkten mit niedriger Marge spielt (asiatische Handicaps, einfache 1X2 auf Top-Ligen), schont sein Budget. Wer auf exotische Märkte mit hoher Marge ausweicht, zahlt drauf. Der Bonus entscheidet nicht, ob eine Wette profitabel ist, sondern nur, wie viel vom Verlust die Marge frisst.
Wie der Bonusumsatz in der Praxis abläuft
Ein typischer Willkommensbonus folgt einem festen Muster. Wer es einmal verstanden hat, kann jedes Angebot in etwa gleich beurteilen.
Schritt 1: Registrierung und Einzahlung. Der Wettkunde legt ein Konto an, verifiziert die Identität und zahlt einen Betrag ein, der die Mindesteinzahlung erreicht. Bei Boomerang-Bet sind das 20 €, bei win2day mindestens 1 € für die FreeBets, bei Slotimo ebenfalls 20 € pro Teilangebot. Skrill und Neteller zählen bei Boomerang-Bet nicht als qualifizierende Einzahlung.
Schritt 2: Bonusgutschrift. Nach der Einzahlung wird der Bonus dem Konto gutgeschrieben. Bei FreeBets geschieht das sofort oder nach der ersten qualifizierenden Wette. Bei 100-%-Bonussen auf die erste Einzahlung ist die Gutschrift oft an die Einzahlung gekoppelt.
Schritt 3: Umsatzphase. Der Wettkunde platziert Wetten, die die Bedingungen erfüllen: Mindestquote, Einzel- oder Kombiwette, pro Wette maximaler Einsatz. Bei Boomerang-Bet zählen pro Wette höchstens 50 € zum Umsatz — wer 100 € auf eine Wette setzt, von denen 50 € zählen, braucht doppelt so viele Wetten. Bei Systemwetten und Kombiwetten zählt jede Auswahl mit der Mindestquote; eine Quote unter 1,50 disqualifiziert die gesamte Wette.
Schritt 4: Auszahlung. Sobald der geforderte Umsatz erreicht ist, kann der Bonus — bei Cash-Boni — zusammen mit dem Gewinn ausgezahlt werden. Bei FreeBets gibt es keinen Bonusbetrag auszuzahlen, sondern nur den Nettogewinn. Wer die Frist verpasst, verliert Bonus und Gewinn ersatzlos.
Schritt 5: Steuer und Gebühren. Vor der Auszahlung steht die Wettgebühr. Seit dem 1. April 2025 sind 5 % auf jeden Wetteinsatz fällig. Wie der Anbieter sie handhabt, steht in seinen Bedingungen. tipp3 zieht 5 % vom Gewinn ab, bei verlorenen Wetten trägt der Anbieter die Gebühr. Andere Anbieter kapitalisieren die Gebühr in die Quote ein — das ist auf den ersten Blick nicht erkennbar.
Was das in der Praxis heißt. Ein 100-€-Bonus mit 5-fachem Umsatz, Mindestquote 1,50, 50-€-Einsatzkappung und 30-Tage-Frist kostet den Wettkunden rund 200 € an erwartetem Margenverlust, plus den realen Einsatz von 1.000 €. Wer diszipliniert spielt, klug auswählt und die Frist einhält, kommt mit einem Restbetrag heraus, der kleiner ist als die versprochene Zahl. Wer ungeduldig wird und hohe Quoten jagt, verliert den Bonus wahrscheinlich komplett. Die Mechanik ist kalkulierbar; der Ausgang ist es nicht.
Was die österreichische Wettgebühr für Bonusgewinne bedeutet
Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Gebühr von 5 %. Zuvor waren es 2 %. Die Erhöhung wurde mit dem BGBl. I Nr. 7/2025 umgesetzt; die Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG. Die Pflicht trifft den gewerblichen Wettanbieter, nicht den Spieler — was die Spieler aber dann konkret trifft, hängt davon ab, wie der Anbieter die Gebühr weiterreicht.
Variante 1: Anbieter trägt die Gebühr. Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 nach eigener Aussage die 5 %; bei gewonnenen Wetten werden 5 % des Gewinns abgezogen. Beispiel: 10 € Einsatz, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 € auf den Gewinn, Auszahlung 19 €. Das ist die transparenteste Variante, weil der Wettkunde genau weiß, was abgeht.
Variante 2: Anbieter kapitalisiert die Gebühr in die Quote. Viele internationale Anbieter senken die Quoten leicht, um die Wettgebühr aufzufangen. Die Quote 1,90 wird zu 1,85 oder 1,86, ohne dass der Wettkunde es auf den ersten Blick merkt. Über die Marge gerechnet, fließt die Gebühr in den Buchmachervorteil ein.
Variante 3: Anbieter zieht die Gebühr vom Bruttogewinn ab. Einige Anbieter berechnen 5 % auf den Bruttogewinn und überweisen den Rest. Das Ergebnis ist dasselbe wie bei Variante 1, die Rechnung ist aber komplizierter.
Was das für Bonusgewinne heißt. Bei einer 10-€-FreeBet auf Quote 3,00 ergibt sich ein Bruttogewinn von 30 €. Zieht der Anbieter 5 % vom Gewinn ab, bleiben 28,50 €. Bei 1,90 gibt es nur 19 € Bruttogewinn, abzüglich 0,95 € Gebühr, also 18,05 €. Bei sehr hohen Quoten ist der prozentuale Abzug gleich, der absolute Betrag größer; der Effekt auf den erwarteten Wert hängt von der Marge ab.
Welche Wetten sind ausgenommen? tipp3 nennt ausdrücklich Cash-Outs sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten. Andere Anbieter definieren Ausnahmen unterschiedlich. Wer mit der Wettgebühr kalkuliert, sollte die Ausnahmen kennen.
Steuerberatung. Die Wettgebühr ist eine unternehmerische Abgabe, die der Anbieter schuldet. Was private Wettkunden mit ihren Gewinnen steuerlich anfangen, ist eine andere Frage; allgemeine Informationen ersetzen keine Steuerberatung. Wer größere Beträge bewegt, fragt den Steuerberater oder das Finanzamt.
Worauf Spieler bei Bonusangeboten achten sollten
Bonuswerbung liest sich wie ein Geschenk, ist aber ein Vertrag. Wer die folgenden Punkte vor Annahme prüft, vermeidet die häufigsten Überraschungen.
Bewilligung prüfen. Wer in Österreich wettet, sollte wissen, ob der Anbieter eine Land-Bewilligung hat und in welchem Bundesland. Die Information steht im Impressum, in der Wettordnung oder in den AGB. Fehlt sie, ist der Anbieter international; das ist keine Aussage über Legalität, aber über die Anlaufstelle im Streitfall.
Umsatzfaktor lesen. 5-fach, 6-fach, 8-fach — der Faktor entscheidet, wie viel eingesetzt werden muss. Ein 100-€-Bonus mit 5-fachem Umsatz sind 1.000 € an Wetten; mit 8-fachem Umsatz sind es 1.600 €.
Mindestquote prüfen. 1,50 ist Standard, 1,80 oder höher macht die Auswahl kleiner. Wer konsequent auf Favoriten setzt, kommt mit 1,50 zurecht; wer Außenseiter spielt, scheitert an der Quote.
Frist einplanen. 30 Tage sind üblich. Wer später einzahlt, hat weniger Zeit. Wer die Frist verpasst, verliert den Bonus.
Auszahlungsmethode prüfen. Skrill und Neteller zählen bei manchen Anbietern nicht als qualifizierende Einzahlung. Wer mit Krypto zahlt, fällt bei anderen durchs Raster.
Kombiwetten und Systemwetten. Viele Boni gelten nur für Einzelwetten oder zählen Systeme und Kombis anders. win2day-FreeBets etwa gelten nur für Einzelwetten.
Einsatzkappung pro Wette. Boomerang-Bet kappt auf 50 € pro Wette; wer mehr setzt, lässt Umsatzvolumen ungenutzt. Das verlängert die Umsatzphase.
Maximale Auszahlung aus FreeBets. Manche Anbieter begrenzen den Gewinn aus FreeBets. Wer 10 € FreeBet auf Quote 100 setzt, gewinnt nicht 1.000 €, sondern vielleicht nur 100 € oder 200 €.
Eigenes Verhalten. Wer mit Bonus spielt, spielt mehr — auch wenn der Bonus am Ende rechnerisch positiv ist. Wer merkt, dass der Bonus das eigene Limit lockert, sollte ihn ablehnen.
Konsequenz. Ein Bonus, der das eigene Wettverhalten verändert, ist teurer als er aussieht. Wer mit 20 € Einsatz spielt und mit Bonus plötzlich 50 € riskiert, hat den Vorteil des Bonus längst in den höheren Verlusten verloren.
Häufige Fragen
Welcher Wettanbieter hat den besten Bonus, und woran lässt sich das überhaupt messen?
Der „beste“ Bonus ist nicht die höchste Zahl in der Werbung, sondern das Paket, das nach Abzug von Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist und Wettgebühr am meisten übrig lässt. Die FreeBets von win2day schneiden unter den bewilligten österreichischen Anbietern am transparentesten ab, weil sie keinen komplizierten Umsatzfaktor verlangen. Bei Boomerang-Bet ist der 100-%-Bonus nominell hoch, kostet aber durch den 5-fachen Umsatz, die 30-Tage-Frist und die 50-€-Einsatzkappung pro Wette mehr, als die Überschrift vermuten lässt. Wer misst, vergleicht, was nach 30 Tagen tatsächlich auf dem Konto liegt.
Wie wird die Auszahlung bei einer Freiwette berechnet, und warum ist der Einsatz nicht Teil davon?
Eine Freiwette (FreeBet) wird ohne eigenen Echtgeldeinsatz gespielt. Wer eine 10-€-FreeBet auf Quote 3,00 setzt, gewinnt 30 € brutto. Der Einsatz von 10 € wird nicht zurückgezahlt — das ist der wesentliche Unterschied zur Echtgeldwette, bei der der Einsatz Teil der Auszahlung ist. Bei Quote 2,00 gewinnt die FreeBet 20 € brutto, ausgezahlt werden 20 €; bei Quote 5,00 sind es 50 €. Der Wert der FreeBet steigt mit der Quote, weil der nicht zurückgezahlte Einsatz relativ zum Gewinn kleiner wird.
Was bedeuten Umsatzbedingungen und Mindestquote bei einem Willkommensbonus?
Die Umsatzbedingung sagt, wie oft der Bonus (oder Bonus plus Einzahlung) zu bestimmten Quoten gesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei Boomerang-Bet sind es für österreichische Kunden 5-facher Umsatz von Einzahlung plus Bonus; bei Betovo verlangt der Bonus laut Promotionsbedingungen 6-fachen Umsatz. Die Mindestquote ist der Schwellenwert, den eine Wette erreichen muss, damit sie zählt. Bei Boomerang-Bet sind es 1,50 pro Auswahl, bei Betovo 1,59. Wetten unterhalb der Mindestquote zählen nicht in den Umsatz; wer sie trotzdem platziert, verliert Zeit und Volumen.
Gibt es gesetzliche Vorgaben für Sportwetten-Boni in Österreich, oder legt jeder Anbieter sie selbst fest?
Es gibt keine bundesweite gesetzliche Regelung für Boni. Die Bewilligungspflicht für Wettanbieter ist Sache der Bundesländer; das Bonusthema selbst regelt jedes Bundesland anders oder gar nicht. Die Folge: Anbieter formulieren ihre Bonusbedingungen autonom, und kein österreichisches Bundesgesetz legt fest, wie hoch ein Umsatzfaktor sein darf, welche Mindestquote gilt oder wie lang eine Frist zu sein hat. Wettkunden finden die Regeln ausschließlich in den AGB des jeweiligen Anbieters.
Wie wirkt sich die Wettgebühr von 5 % auf Gewinne aus Bonuswetten aus?
Die Wettgebühr von 5 % auf den Wetteinsatz (§ 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG, seit 1. April 2025) wird vom Anbieter geschuldet, nicht vom Spieler. Wie der Anbieter sie weitergibt, variiert: tipp3 zieht 5 % vom Bruttogewinn ab, andere Anbieter kapitalisieren sie in die Quote. Bei einer 10-€-FreeBet auf Quote 3,00 mit 5 %-Abzug vom Gewinn werden 1,50 € abgezogen, ausgezahlt 28,50 €. Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Gebühr selbst. Cash-Outs und einige Spezialwetten sind je nach Anbieter ausgenommen.
Gilt eine Selbstsperre auch für Bonusaktionen anderer Anbieter?
Nein. Eine Selbstsperre gilt nur beim Anbieter, bei dem sie gesetzt wird. Es gibt in Österreich kein nationales Sperrregister für Sportwetten, und die Glücksspielreform 2026 plant zwar ein Sperrregister, bezieht sich aber auf das Glücksspielgesetz — Sportwetten sind dort nicht erfasst. Wer sich also bei tipp3 für drei Jahre sperrt, ist bei win2day, Admiral oder einem internationalen Anbieter weiterhin unkontrolliert. Wer sich umfassend schützen will, sperrt sich bei jedem Anbieter einzeln und nutzt zusätzlich die Hilfsangebote auf playsponsible.at.
Bonus – Eishockey online
Inhalt erstellt vom Team «Eishockey online»
